Hat jemand Giftköder auf den Wanderpfaden in Worriken verstreut? Die Polizeizone Eifel hat Kenntnis von dem Fall. "Wir haben davon zwar gehört, allerdings liegt meines Wissens nach keine Anzeige vor. Das heißt, es fehlen sämtliche Informationen, um vernünftig arbeiten zu können", sagt Andreas Pohen.
"Das hat man schon mal öfter, dass Leute verdächtige Dinge - auch abseits von Giftködern oder ähnlichem - feststellen, das dann auf Social Media posten, um die Mitmenschen zu warnen. Das ist zwar gut, aber es fehlt dann doch der Griff zum Telefon, um uns Bescheid zu geben, damit wir darauf arbeiten können. Wir haben das nachgeschaut und tatsächlich wurde uns in den letzten zehn Jahren nicht ein einziger Fall von Giftködern gemeldet."
Sollte man Anzeige gegen Unbekannt erstatten, so würde die Polizei folgende Schritte einleiten, so Andreas Pohen. "In erster Linie müssen wir schon mal schauen, ob überhaupt ein Giftköder oder ähnliches gefunden wurde. Wenn nicht, können wir in erster Linie versuchen, den Giftköder selber suchen zu gehen. Wenn wir ihn dann finden, könnte man unter Umständen diesen Köder auch sichern und möglicherweise zum Labor schicken, damit dieser analysiert werden kann. Allerdings das Wichtigste für uns ist und bleibt der Hinweis aus der Bevölkerung."
Wenn Gift im Körper eines Tieres gefunden wird, müsse das nicht zwingend bedeuten, dass jemand vorsätzlich Giftköder auf den Waldpfaden verstreut habe, so Pohen. "Es kann auch alles mögliche andere sein: Müll, schlechte Lebensmittel, und so weiter. Das sind alles Sachen, die den Hund unter Umständen krank machen. Also oft ist erst mal gar kein Grund zur Panik."
In der Kleintierpraxis in Bütgenbach
Die Symptome beim Tier können je nach Gift unterschiedlich ausfallen, erklärt Tierärztin Maaike De Langhe. "Es gibt zum Beispiel Nervengift, das dann eher epileptische Anfälle auslöst oder ganz starke Krämpfe. Die meisten gehen auf das Magen-Darm-System, da sie wirklich Brechen, Verkrampfungen, oder Durchfall verursachen. Dann gibt es leider auch noch verschiedene Gifte, die sich später zeigen, nach drei bis vier Tagen. Da spricht man über Rattengift, Schneckengift, die sich wirklich einbauen im Blut, in die Gerinnungszellen und dann kann man das manchmal sehen, weil die Hunde auf einmal apathisch sind."
Doch was kann man noch für das Tier tun, wenn es vergiftet wurde? "Wenn man schnell genug dabei ist, kann man eigentlich sofort zum Tierarzt, weil es gibt verschiedene Medikamente, um das Haustier brechen zu lassen. Dann hat man die Hoffnung, dass man wirklich mit Brechen die Giftstoffe aus dem Körper hat. Natürlich gibt es auch das Pech, dass man es nicht mitbekommen hat. Da ist es schon ein sehr großes Risiko, dass man nur symptomatisch behandeln kann, sprich nur die Anzeichen, nur Brechen unterdrücken, nur Perfusionen machen kann und dann natürlich hoffen, dass ein Körper das übersteht."
Im Ernstfall kann unter anderem auch das Antigiftzentrum kontaktiert werden. Dieses ist Ansprechpartner für Mensch und Tier. Die Nummer lautet 070/24.52.45.
Julia Slot
Eine absolute Schande was sich hier alles so rumtreibt. Jetzt vergiften die sogar unsere Wehrlosen Tiere.
Vor kurzem wurde auch in Eupen (Ostpark) ein Hund mit Giftköder vergiftet.
Es ist das Allerletzte so etwas auszulegen! Es können mal abgesehen von Hunden, auch kleine Kinder das Zeug in den Mund stecken, ebenso wie Wildtiere daran elend zu Grunde gehen können.
Menschen, die Giftköder auslegen, handeln unverantwortlich und gewissenlos. Leider werden sie fast nie erwischt