Grünes Licht für die weitere Nutzung des Steinbruchs "La Warche". Eine Revision des Sektorenplans macht es möglich. Das Unternehmen Nelles Frères baut hier den Stein ab und kann zudem in einigen Monaten eine Erweiterung der Abbaufläche beantragen.
"Das schafft dem Unternehmen Nelles und den mehr als 300 Arbeitsplätzen, die mit dieser Abbaufläche und nachgeschaltet damit zusammenhängen, Perspektiven, sich in den nächsten 40 bis 50 Jahren weiterzuentwickeln." Es handele sich um ein Vorzeigeprojekt für die Wallonie. "Auch deshalb stehen wir hinter diesem Projekt, das Malmedy und dem Umland zugutekommt", so der wallonische Minister für Gebietsangelegenheiten François Desquesnes bei einem Besuch im Steinbruch "La Warche".
Von den rund 300 Arbeitsplätzen befinden sich zwölf unmittelbar im Steinbruch. Die Revision des Sektorenplans soll vor Ort nicht zu einer Erhöhung der Arbeitsaktivität führen. "Es wird nicht mehr Belästigungen geben, alles wird so weitergehen wie bisher. Aber wir brauchen zwei spezielle Abschnitte, um den Abbau ausweiten zu können", betont Charles Nelles, Geschäftsführer des Unternehmens Nelles Frères. "Es wird sich nichts ändern. Nur die Fläche werden wir ein bisschen vergrößern. Die Genehmigung hat es uns ermöglicht, den gesamten Teil der Abraumhalde - immerhin viereinhalb Hektar - zu nutzen und da im Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften zu stehen", sagt er.
Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt
Der Umweltschutz spielt dabei auch immer eine Rolle. Schon seit Jahren werden vor Ort Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt umgesetzt. "Wir haben besondere Aktionen und arbeiten auch mit Natagora zusammen. Mit den Fachleuten von Natagora werden die Arten beobachtet, die hier vorkommen, seien es Amphibien oder der Uhu, den man hier besonders im Mai oder Juni sieht", so Nelles. "Darüber hinaus wurde ein Waldnutzungsplan für einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren aufgestellt, um zu ermöglichen, dass der angrenzende Wald dem Betrieb des Steinbruchs dient. Der Wald wird hier nicht wirtschaftlich genutzt. Die Nadelbäume dienen dazu, die bestmögliche Umwelt um den Steinbruch herum zu schaffen. Das ist das vorrangige und wesentliche Element."
Desquesnes will, dass Steinbruchflächen nach der wirtschaftlichen Nutzung wieder in die Hände der Natur übergehen. "Das ist ein Gewinn für alle, der der Umwelt und der biologischen Vielfalt zugutekommt und mit menschlichen Aktivitäten vereinbar ist, die wir brauchen, um unsere Wirtschaft am Laufen zu halten und Arbeitsplätze zu schaffen", meint er.
Rund 80.000 Tonnen werden im Steinbruch "La Warche" jährlich abgebaut. Genutzt wird der Stein unter anderem im Haus- und Gartenbau.
vedia/moko