Der Präsident des Öffentlichen Sozialhilfezentrums in Lüttich, Jean-Paul Bonjean, befürchtet katastrophale finanzielle Folgen der angekündigten Reform beim Arbeitslosengeld.
Das Arbeitslosengeld soll nach dem Willen der föderalen Koalition nur noch zwei Jahre gezahlt werden, danach sollen Arbeitslose das sogenannte Soziale Integrationseinkommen des ÖSHZ beziehen.
Bonjean spricht von einem finanziellen Tsunami, der auf Lüttich zukomme. Aktuell gebe es rund 2.800 Personen, die von der Reform betroffen wären. Das seien Mehrkosten für das Sozialhilfezentrum von mindestens 14,9 Millionen Euro pro Jahr.
Zudem müssten bei einer solchen Flut an Neuanträgen zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden, was ebenfalls hohe Kosten mit sich bringe, warnt der ÖSHZ-Präsident.
avenir/mh