Gemeinderat Lontzen: Gesamthaushalt rund 427.000 Euro im Minus

Beim Lontzener Gemeinderat wurden viele finanzielle Entscheidungen getroffen. Fest steht: Immobiliensteuer und Einkommensteuer bleiben im nächsten Jahr unverändert. Ebenfalls hat die Gemeinde am Montag ihre erste Haushaltsanpassung für das nächste Jahr vorgenommen.

Das Rathaus von Lontzen (Archicvbild: Bruno Fahy/Belga)

Das Rathaus von Lontzen (Archivbild: Bruno Fahy/Belga)

Der Gesamthaushalt der Gemeinde ist rund 427.000 Euro im Minus. Laut Finanzschöffe José Grommes (Energie) ist die Summe verkraftbar. Grund für die ungeplanten Mehrkosten sind vor allem die steigenden Energiekosten und die indexierten Lohnkosten. Deshalb werde die Gemeinde einen Mehrjahresplan durchführen, um den finanziellen Spielraum für die nächsten Jahre bestimmen zu können, so der Finanzschöffe.

Roger Franssen (Union) bemerkte, dass die Ausgaben für das kommende Jahr deutlich steigen würden und kritisierte in diesem Zusammenhang, dass in diesem Jahr noch viele Projekte unabgeschlossen geblieben seien, so zum Beispiel die Kanalisationsarbeiten an der Montzener Straße oder der Ausbau des Bauhofs. Ebenfalls betonte der Oppositionspolitiker, dass die 427.000 Euro für eine Gemeinde wie Lontzen keine Lappalie seien. Schlussendlich gab es aber auch Lob. Die Zusammenarbeit in der vorausgegangenen Finanzkommission sei transparent und nachvollziehbar gewesen.

Variable Müllsteuer steigt

Anders als bei Einkommens- und Immobiliensteuer steht bei der Müllsteuer eine Erhöhung an. Die variable Müllsteuer steigt von 40 Cent auf 43 Cent pro Kilogramm Haushaltsmüll.

Lichter aus

Die Gemeinde wird in den nächsten Tagen dazu übergehen, die öffentliche Beleuchtung zwischen 0:00 Uhr und 5:00 Uhr auszuschalten. Die Lichter werden dann sowohl in der Woche als auch am Wochenende aus bleiben.

Laut Bürgermeister Thevissen (Energie) laufen momentan noch Gespräche mit Ores, um Details zu besprechen. Die diesjährige Weihnachtsbeleuchtung werde ebenfalls betroffen sein, so der Bürgermeister.

Weitere Mitteilungen

Das ÖSHZ hat seinen Haushalt für das Jahr 2022 angepasst. Das sei notwendig, um in Zukunft weiterhin Investitionen tätigen zu könne, so Karl-Heinz Braun (Ecolo), Präsident des ÖSHZ. Die Mehrkosten seien vor allem auf die steigenden Energiekosten und die Flüchtlingswelle aus der Ukraine zurückzuführen.

Die Gemeinde Lontzen plant, bis zum Jahr 2029 die gesamte Straßenbeleuchtung auf LED umzustellen. Entienne Simar (Union) unterstützt das Vorhaben, merkte jedoch an, dass die Gemeinde in der Lage sei, alle Lichter bis zum Jahr 2026 umzustellen. Der Oppositionspolitiker forderte mehr Ambitionen von der Mehrheit. In der Gemeinde Lontzen gibt es rund 1.009 Lampen. Einige wurden bereits umgerüstet. Im nächsten Jahr sollen mehr als die Hälfte der Lichter auf LED umgestellt werden.

In Walhorn werden am 31. Oktober sieben Stolpersteine verlegt, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken.

Dogan Malicki