Gemeinde Kelmis unterstützt VoG Kathleos mit 200.000 Euro

Der Kelmiser Gemeinderat hat Montagabend beschlossen, der VoG Kathleos, die das Alten- und Pflegeheim "Leoni" verwaltet, einen Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro zu gewähren. Das Geld soll bis 2035 ohne Zinsen an die Gemeinde zurückgezahlt werden. Mit dem Rückzahlungsplan sind nicht alle Gemeinderatsmitglieder zufrieden.

Bild: Robin Emonts/BRF

Die Residenz Leoni in Kelmis (Bild: Robin Emonts/BRF)

Mit der Summe sollen die finanziellen Einbußen ausgeglichen werden, die die VoG während der Corona-Pandemie erlitten hat. Marcel Strougmayer (SP) erklärte, dass die finanzielle Schieflage der VoG Kathleos unter anderem darauf zurückzuführen sei, dass während der Corona-Pandemie viele Personalmitglieder erkrankten und dafür neues, teureres Personal eingestellt werden musste.

Max Munnix (PFF) erklärte, dass es gut und wichtig sei, die VoG zu unterstützen. Angesichts der aktuellen finanziellen Lage der Gemeinde müsse man aber auch an den Haushalt denken. Aus diesem Grund forderte der Oppositionspolitiker, einen vernünftigen Rückzahlungsplan zu vereinbaren.

Die VoG Behindertenstätten Kelmis und Umgebung erhält von der Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 60.000 Euro. Die Summe wird in den Anbau der Tagesstätte investiert und muss nicht zurückgezahlt werden. Die Bauarbeiten an der Tagesstätte werden voraussichtlich im November beendet sein.

Im Rahmen der IT-Erneuerung der Gemeindeverwaltung wird ein neuer Datensicherungsspeicher gekauft. Die Art und Weise des Ankaufs wurde von der Opposition kritisiert. Rainer Hintemann (Ecolo) und Max Munnix (PFF) bemängelten, dass sich die Gemeinde für einen amerikanischen IT-Großhändler entschieden hat. So mache man es regionalen Unternehmen nicht wirklich leichter, waren sich die beiden Oppositionspolitiker einig.

Kelmis-Magazin

Rainer Hintemann (Ecolo) stellte die Frage, aus welchem Grund die Themen Bergbau, Energiekrise oder Zukunft der Sporthallen nicht im Kelmis-Magazin erscheinen. Seiner Meinung nach seien das alles Bereiche, die die Kelmiser bewegen. Die Bürger würden in den sozialen Netzwerken zu viel über diese Themen spekulieren. Für den Oppositionspolitiker muss sich die Art und Weise ändern, wie Themen für das Kelmis-Magazin ausgewählt werden.

Schöffe Mirko Braem (CSP) erklärte, dass das Kelmis-Magazin eine Zeitschrift von Bürgern für Bürger sei. Die Politik habe in diesem Blatt nichts verloren.

Müll-Reduzierung

Die Gemeinde hat sich dazu entschlossen, die Interkommunale Intradel mit einer Sensibilisierungskampagne für das Jahr 2023 zu beauftragen. Auf dem Programm stehen Maßnahmen in den Primarschulen, die den Fokus auf den Wiedergebrauch und die Reparatur von Gegenständen richten.

Dogan Malicki

Ein Kommentar
  1. Urban Stark

    Bergbau, Energiekrise oder Zukunft der Sporthallen … sind also politische Themen? Es geht um das Wohlbefinden der Bürger, deren finanzielle Lage und deren Möglichkeiten sich in dieser Zeit energiespezifisch besser aufstellen zu können. Das ist EXISTENTIELL! , JA! aber politisch erst viel später.