Happy Nature Days: Herba Sana feiert runden Geburtstag

Am kommenden Wochenende, dem 25. und 26. Juni, feiert der Heilpflanzengarten Herba Sana in Elsenborn sein 20-jähriges Bestehen.

Der Naturheilgarten Herba Sana in Elsenborn (Archivbild: Chantal Scheuren, BRF)

Archivbild: Chantal Delhez/BRF

„Der Garten – zwei Hektar – verteilt sich auf einen medizinischen Gartenteil und auf einen wilden Teil. Der medizinische Teil soll den Menschen in der Hauptsache die Heilpflanzen wieder näherbringen. Das heißt altes Wissen für die neue Generation, aber auch für die, die sich immer noch dafür interessieren, neu aufbereiten. Unser Leitfaden ist, unser Wissen mit einem breiten Publikum zu teilen, so dass jeder seine Gesundheit wieder selbst in die Hand nimmt, kritisch wird und auch Verantwortung übernimmt – nicht nur für seine Gesundheit, sondern auch für die Natur, die es zu bewahren gilt“, erklärt Birgit Röhl​​, Verantwortliche für den Garten Herba Sana.

Die Besitzer sind sehr tief ökologisch verwurzelt und hatten vor 20 Jahren die Idee, den Garten anzulegen. Die Ortis-Laboratorien sind ein Familienbetrieb, der Sohn des Begründers, sein Bruder und dessen Frau hatten sich damals entschlossen, einen solchen Heilpflanzengarten anzulegen. „Das war ihr großer Traum und den haben sie sich erfüllt und sie sind auch heute noch, immer wo Not am Mann oder an der Frau ist, selbst aktiv mit Schaufel und allem, was dazu gehört.“

Der Begriff Arzneipflanze oder Heilpflanze stammt aus der Pharmazie. Pflanzen spielen in der Medizin eine große Rolle, nicht nur in der Naturheilkunde. „Aus Pflanzen war zum Beispiel das erste Medikament, was jemals entwickelt wurde von Bayer Leverkusen. Das war Ende des 19. Jahrhunderts. Die haben zum ersten Mal zwei Pflanzen – das Mädesüß und die Salix alba – verwendet, um dieses Medikament zu synthetisieren. Das gibt es heute noch. Das Mädesüß enthält aber auch Wirkstoffe, die gleichzeitig den Magen angreifen können. Deshalb hat es Schleimstoffe und schützt so den Magen. Die Natur ist gar nicht dumm, die ist sehr klug.“

Immer schon Pflanzen für die Heilung benutzt

„Der Ginkgo wird mittlerweile schon sehr lange eingesetzt, um zum Beispiel bei Alzheimer auch therapeutisch zu unterstützen und die Krankheit zu verzögern. Man hat immer schon Pflanzen für die Heilung benutzt, das ist nicht von gestern. Die Pflanzen waren eben die Drogen und Drogen waren eben diese Heilpflanzen, die man als erstes eingesetzt hat, bevor man überhaupt zur chemischen Pharmazeutik gegriffen hat.“

Bei den „Happy Nature Days“ am 25. und 26. Juni wird es festlich zugehen, es wird ein richtiger Familientag. Aber es wird auch sehr viele Informationen über den Nutzen von zahlreichen Pflanzen geben. Zusätzlich werden Führungen und Ateliers angeboten.

Das ganze Programm kann man auf der Internetseite von Herba Sana nachlesen.

mitt/sn/sr