Leben retten mit wenig Aufwand: Frisches Blut und regelmäßige Spender in Eupen

​Blutspenden ist ein Ausdruck der Solidarität, aber auch ein lebensnotwendiger Dienst. Am Weltblutspendetag wurde das besonders hervorgehoben. Denn kurz vor den Sommerferien ist es noch einmal wichtiger als sonst, genug Reserven zu haben, um ein Sommerloch vorzubeugen. Auch in Eupen haben sich am Dienstag 55 Personen solidarisch gezeigt.

Weltblutspendetag in Eupen (Bild: Raffaela Schaus/BRF)

Weltblutspendetag in Eupen (Bild: Raffaela Schaus/BRF)

Es ist ein kleiner Aufwand für eine gute Sache. Hinlegen, Nadel rein und schon ist man Lebensretter. Denn im Krankenhaus wird Blut täglich gebraucht. „Es ist statistisch so, dass eine von sieben Personen einmal Blut brauchen wird. Das ist zum Beispiel nach Unfällen so, aber auch oft für Schwangere bei der Geburt. Es ist super-wichtig“, sagt Medizinstudentin Jenny Schöpper.

Umso wichtiger ist es, dass viele Spender hier regelmäßig auftauchen. „Blut spende ich seit mehr als zehn Jahren. Mein Vater hat das gemacht, mein Bruder auch. Deswegen wollte ich das auch machen“, so ein Spender. „Ich habe vor zwei Jahren damit angefangen. Seitdem gehe ich regelmäßig“, erklärt ein anderer Spender.

Zum Weltblutspendetag ist aber auch buchstäblich frisches Blut hinzugekommen. „Ich habe es im Radio gehört: Da war eben ein Bericht von einem Mädchen, das einen schweren Unfall hatte und sagte ‚Die Bluttransfusion hat mir das Leben gerettet‘. Ich dachte, dass es so eigentlich einfach ist, Leben zu retten. Dann habe ich gesehen, dass hier Spendetag ist und bin kurzentschlossen hier hin gekommen.“

Die Bedeutung kennt auch der Sohn der neuen Spenderin. „Damit die Leute nicht sterben. Dann bekommen die das Blut von meiner Mama oder von anderen und können dann überleben.“

Weltblutspendetag in Eupen (Bild: Raffaela Schaus/BRF)

Ob man tatsächlich Blut spenden kann, wird vor Ort noch ärztlich geprüft. Viele Voraussetzungen gibt es aber nicht. „Man muss mindestens 18 Jahre alt sein. Es gibt kein Limit mehr nach oben. Hier ist dann auch ein Arzt, der einem sagt, ob man geeignet ist oder nicht“, so Jenny Schöpper.

Die Blutspende an sich dauert nur zehn Minuten. Nach getaner Arbeit gibt es für die Spender noch Kaffee und Kuchen.

Raffaela Schaus