Gemeinde Burg-Reuland steht ein für das Rote Kreuz

Im Gemeinderat von Burg-Reuland kam das Rote Kreuz gleich zwei Mal zur Sprache: Zum einen werden dringend Blutspender gesucht, zum anderen landen in den Kleidercontainern Sachen, die nun wirklich nicht dorthin gehören.

Rot-Kreuz-Kleidercontainer in der Gemeinde Burg-Reuland (Bild: Stephan Pesch)

Rot-Kreuz-Kleidercontainer in der Gemeinde Burg-Reuland (Bild: Stephan Pesch)

Schöffin Sonja Houscheid, die Bürgermeisterin Marion Dhur urlaubsbedingt vertrat, wartete mit zwei aufrührenden Mitteilungen zum Roten Kreuz auf: So habe sich die Zahl der Blutspender an den beiden viermonatlichen Terminen zuletzt von 200 auf 100 halbiert. Dabei habe die Gemeinde Burg-Reuland sonst immer besonders gut dagestanden.

Im Allgemeinen rechnet das Rote Kreuz mit einem Rückgang an Blutspenden in den Sommermonaten. Diesmal hält der Trend aber schon länger an, möglicherweise verstärkt durch die Pandemie.

Dabei genüge die Qualitätskontrolle des Blutspendedienstes in Belgien höheren Ansprüchen als beispielsweise im benachbarten Ausland, erklärte Sonja Houscheid. Sie appellierte eindringlich daran, Blut spenden zu gehen.

Kleidercontainer: „Krank im Kopf“

Erschreckender ist aber noch ein anderer Umstand in Zusammenhang mit dem Roten Kreuz: So seien in den Kleidercontainern wiederholt abstoßende Rückstände wie Tierkadaver, Lebensmittelreste oder auch Fäkalien aufgefunden worden. In der Gemeinde gibt es drei Standorte für solche Container: in Thommen, in Burg-Reuland und in Oudler.

Wie jemand auf ein so abwegiges Verhalten kommen kann, ist den Mitgliedern im Gemeinderat unerklärlich. Serge Dollendorf mutmaßte, dass dahinter das Motiv stecken könne, die Kleiderspenden unbrauchbar zu machen. Jedenfalls müsse der Verursacher „krank im Kopf“ sein.

Das Rote Kreuz empfiehlt, die Kleiderspenden gut verschlossen in den Tüten abzugeben, so dass sie auch in solchen Fällen noch zu gebrauchen wären.

Rechnungsjahr 2021 über den Erwartungen

Das vergangene Rechnungsjahr konnte für die Gemeinde Burg-Reuland sehr positiv abgeschlossen werden. Im eigentlichen Rechnungsjahr ergab sich ein Überschuss von rund 1,25 Millionen Euro, der sich mit den Ergebnissen der Vorjahre auf rund 2,5 Millionen erhöht.

Das entspreche grundsätzlich den Erwartungen und übertreffe sie sogar, freute sich Finanzschöffe Serge Dollendorf, der allerdings auch darauf hinwies, dass die Zahlen aus buchhalterischen Gründen etwas täuschen könnten und ja noch einiges auf die Gemeinde zukomme.

So läuft derzeit unter anderem die Ausschreibung für die Straße am Kreuzberg zwischen Thommen und Grüfflingen. Die später sichtbare Neugestaltung erfolgt über das Programm zur Ländlichen Entwicklung, die Kanalarbeiten gehen zu Lasten von Gemeinde und der Abwasserinterkommunalen AIDE.

Stephan Pesch