Allmuthens Benchen: Büllingen hat ein buddhistisches Meditationszentrum

Ein tibetisches buddhistisches Meditationszentrum im tiefsten Ostbelgien - wer hätte das gedacht? In Allmuthen in der Gemeinde Büllingen hat das "Benchen Phuntsok Ling", der europäische Ableger eines Klosters in Tibet, den perfekten Ort der Ruhe gefunden.

Mönche aus Nepal kommen für die Sommerkurse nach Allmuthen - ab 2023 ist das wieder geplant (Bild: Zentrum Benchen Phuntsok Ling)

Mönche aus Nepal kommen für die Sommerkurse nach Allmuthen - ab 2023 ist das wieder geplant (Bild: Zentrum Benchen Phuntsok Ling)

Ein altes Bauernhaus in Allmuthen in der Gemeinde Büllingen. Lama Ngwanga betet in der sogenannten Gompa, dem Herzstück des Benchens. „Gompa ist das tibetische Wort für den Gebets- und Meditationsraum. Früher war Gompa ein Ort, der ganz weit vom Dorf entfernt war, oben in den Bergen oder im Dschungel. Dort, wo man in Ruhe meditieren kann.“

Dass es ein solches buddhistisches Zentrum ausgerechnet in dem kleinen Ort Allmuthen gibt, ist eine lange Geschichte. Letztlich ging es darum, einen Ort der Ruhe zu finden. In Allmuthen, nahe der deutsch-belgischen Grenze, ist die Gemeinschaft fündig geworden.

„Das Zentrum Benchen Phuntsok Ling ist ein tibetisches buddhistisches Meditationszentrum“, erklärt Carina Krämer-Bleicher, die Präsidentin des Benchen Phuntsok Ling. „Das Hauptkloster Benchen liegt in Osttibet. Damals mussten viele Tibeter Tibet verlasen und dann ist in Nepal das Kloster Benchen Phuntsok Dargyeling entstanden. Wir sind hier quasi der europäische Sitz und Ableger dieser Klöster.“

Bis 2019 trafen sich aus ganz Europa jährlich über 150 Menschen in den Sommerkursen mit einem vielfältigen Angebot. „Wir bieten Meditationskurse an und wir haben jetzt in den letzten Jahren regelmäßige Sommerkurse. Da sind sehr viele Meditationsanleitungen gegeben worden oder man konnte sich für die Meditation zurückziehen. Es wurden Belehrungen gegeben. Es sind immer Mönche mitgekommen aus Nepal. Teilweise ausgebildete Lamas, die den Teilnehmern Belehrungen gegeben haben, über die Lehren Buddhas.“

Auch ohne die Kurse deutet in Allmuthen einiges auf das buddhistische Zentrum hin. Wer nach Allmuthen kommt, dem fallen die bunten Gebetsfahnen rund um das alte Bauernhaus auf. „Das tibetische Wort für die Gebetsfahnen ist Lungta. Sie bestehen aus fünf verschiedenen Farben, die fünf Elemente oder fünf Qualitäten bedeuten. Darauf stehen Mantras oder Gebete. Die segnen wir, hängen sie raus und wünschen uns etwas. Das gibt gute Energie.“

Mit voller Energie soll es ab 2023 wieder richtig losgehen. Dann werden die Kurse in Allmuthen wieder stattfinden. Dieses Jahr finden die Kurse noch online statt. Informationen gibt es auf der Internetseite des Benchens.

Buddhistisches Zentrum "Benchen Phuntsok Ling" in Allmuthen

Archivbild: Benchen Phuntsok Ling

Alexander Leufgen

2 Kommentare
  1. Frank Mandel

    Das hat Büllingen auch noch gefehlt.
    Da wird dann Achtsamkeit ganz groß geschrieben.
    Ich sehe schon die Fortbildungen des ZFP gesichert.
    Das ja mal der Knaller!
    Brauen die auch selber Bier oder bleibt das weiterhin in belgischer Hand?
    Was es nicht alles gibt…

  2. Alexandre Müllender

    Herr Mandel, ich empfehle Ihnen dringend sich über Buddhismus zu erkunden, vielleicht Mal dahin gehen, dann werden Sie lernen das es keine Religion ist, sondern eine Lebenseinstellung und die Mönche kein Alkohol trinken oder produzieren…