Lontzen: Organischer Müll und Restmüll ab 2023 ganz in den Händen von Intradel

Der Gemeinderat Lontzen hat sich am Montag mit dem eigenen Müllmanagement auseinandergesetzt. Das Einsammeln und Verarbeiten von organischen Abfällen und Restmüll sollen nun ganz von der Interkommunalen Intradel bewerkstelligt werden. Bei der Opposition stieß das Vorhaben auf Kritik.

Bisher war es ein externer Dienstleister, der organische Abfälle und Restmüll auf dem Gebiet der Gemeinde einsammelte. Das hatte aber immer mehr zu „fast unzumutbaren Problemen“ geführt, so Schöffe José Grommes. Die Beschwerden landeten bei der Gemeinde, belasteten die Verwaltung und wurden vom Dienstleister kaum beachtet, so der Schöffe weiter.

Ein Wechsel musste also her. Von 2023 an soll Intradel für das Einsammeln des Mülls verantwortlich sein. Mit Änderungen für den Bürger: Der Restmüll wird in einer schwarzen Tonne gesammelt, anstatt wie bisher in einer grünen Tonne. Der Biomüll hingegen soll nicht mehr in Tüten, sondern in einer grünen Tonne landen.

Für Oppositionsmitglied Roger Franssen verzichtet die Gemeinde mit der Entscheidung darauf, direkter Dienst und Ansprechpartner für den Bürger zu sein. Sonja Clooth befürchtete steigende Kosten für den Bürger. Das Kollegium blieb bei seiner Entscheidung, ab Anfang 2023 wird Intradel seine Aufgaben übernehmen.

Lontzen bekommt ein eigenes Dorflädchen

In Lontzen soll ein Dorflädchen entstehen – und damit ein neuer sozialer Treffpunkt. Hinter dem Projekt steht eine VoG, die sich zum Ziel gesetzt hat, bei der alten Wirtschaft Kreutz einen Bäckerladen einzurichten. Die Gemeinde hat das Projekt bisher mit Materialien im Wert von 1.000 Euro unterstützt. Nun kommt ein Zuschuss in Höhe von 7.500 Euro hinzu. Die Gemeinde hofft, dadurch der Vereinsamung von vor allem älteren Menschen entgegenwirken zu können. Mehrheit und Opposition lobten das Projekt gleichermaßen und stimmten dafür.

Ein weiteres Projekt, das die Gemeinde unterstützen wird, ist ein Lern- und Spielpfad in Herbesthal. Auch hier hat sich der Gemeinderat einstimmig für einen Zuschuss in Höhe von 7.500 Euro entschieden.

Andreas Lejeune

Ein Kommentar
  1. Pierre Völl

    … und noch eine Tonne zu den anderen. Dan müssen wir wohl anbauen.
    Im Endeffekt wird der Lontzener Bürger wieder einmal „beschissen“ und zur Kasse gebeten damit sich einige wieder einmal aus der Verantwortung ziehen und sich die Arbeit „erleichtern“ können.
    Oder stecken wieder politische Spielchen dahinter, für die der Bürger einmal mehr aufkommen muss?