Vivias bittet Militär um Hilfe wegen akuten Personalmangels

Die Eifeler Interkommunale Vivias hat das Militär um Hilfe für die Wohn- und Pflegezentren für Senioren in St. Vith und Bütgenbach gebeten. Der Verwaltungsratsvorsitzende Friedhelm Wirtz schickte ein Schreiben an Verteidigungsministerin Ludivine Dedonder.

Seniorenheim in St. Vith (Bild: Michaela Brück/BRF)

Seniorenheim in St. Vith (Bild: Michaela Brück/BRF)

Wirtz beruft sich auf Pressehinweise, wonach das Militär medizinisch ausgebildetes Personal für Pflegeheime in Brüssel, in der Wallonie und in mehreren flämischen Einrichtungen zur Verfügung stelle. „Meine Frage und gleichzeitig Bitte an Sie ist folgende: Wäre diese Art der Unterstützung ebenfalls in den Wohn- und Pflegezentren der Interkommunale Vivias (Seniorenheime in Bütgenbach und St. Vith) möglich?“

Im weiteren Verlauf des Schreibens verweist Wirtz auf „einen akuten Personalmangel“, den es seit Monaten „auch hier“ gebe, und auf den Aufnahmestopp, der vom Vivias-Verwaltungsrat verhängt wurde.

Diese „äußerst notwendige Maßnahme“ habe gravierende Folgen für die Menschen in den Eifelgemeinden, so Wirtz, „denn auf der einen Seite können alte Menschen, die pflegebedürftig sind, nicht in die Heime einziehen, und auf der anderen Seite entwickelt sich ein finanzielles Drama für die Trägergemeinden.“

Habe er sich in der Vergangenheit als Bürgermeister von Büllingen wegen der Lärmbelästigungen durch das Lager Elsenborn an Dedonder gewandt, so tue er es nun in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Verwaltungsrates der Interkommunale Vivias.

„Es wäre sicherlich eine tolle Sache“, schreibt Wirtz, „wenn Sie den alten Menschen in den Eifelgemeinden und nicht zuletzt auch dem (noch) vorhandenen Personal in unseren Heimen zur Seite stehen würden.“

mitt/ge/jp/sp

Ein Kommentar
  1. Andrea Fasch

    Worauf ist der akute Personalmangel denn zurückzuführen? Personal in Quarantäne? Freigestellt wegen Impfverweigerung? Immer noch interne Querelen und Kündigungen? Die Hintergründe wären doch das Interessante an dieser Nachricht. Die Tatsache ist Blabla.