Holzbaupreis Eifel 2020: Holz kann mehr, als man denkt

Im Wirtschaftsstandort Ostbelgien spielt Holz eine wichtige Rolle. Nicht nur, weil es in den Wäldern vorhanden ist, sondern auch, weil hier viele Unternehmen vom Holzbau leben. Dass Holz ein spannendes Produkt sein kann, zeigt bis zum 16. Januar eine kleine Wanderausstellung im St. Vither Triangel. Dort werden die eingereichten Projekte für den Holzbaupreis Eifel 2020 gezeigt.

Holzbaupreis Eifel: Wanderausstellung im Triangel in St. Vith zu sehen (Bild: Manuel Zimmermann/BRF)

Holzbaupreis Eifel: Wanderausstellung im Triangel in St. Vith zu sehen (Bild: Manuel Zimmermann/BRF)

Vom Hühnerstall bis zur Industriehalle oder die mobile Schule – Holz kann mehr, als viele denken. Ein Baustoff der noch viel zu oft unterschätzt wird, obwohl er so viel zu bieten hat. Das ist die Grundidee des Wettbewerbs Holzbaupreis Eifel.

„Der Holzbaupreis Eifel dient in erster Linie dazu, Leuten aufzuzeigen, was mit Holz alles möglich ist. Viele Leute haben noch eine sehr veraltete Vorstellung von Holz. Da denkt man an alte Fachwerkhäuser, die auch ihren Charme haben. Aber Holz kann im Öffentlichen als auch im Privaten sehr viel“, erklärt Valérie Jakoby von der WFG Ostbelgien und Jurymitglied beim Holzbaupreis Eifel.

„Wir können Industriehallen bauen oder umbauen – auf sehr moderne und neue Art und Weise, die aber auch ein sehr großes Wohlempfinden durch diesen natürlichen Rohstoff erzeugt.“

Dachdecker und Möbelschreiner Siegfried Meyer ist seit 40 Jahren im Holzbaugeschäft tätig. Er sagt, dass Holz als Baustoff zu lange verkannt worden sei. Dennoch habe sich die Entwicklung der Unternehmen in Ostbelgien nicht bremsen lassen.

„Vor 40 Jahren hatten wir etwa 48 Betriebe, heute sind es 80 Betriebe. Wir arbeiten jetzt auch in In- und Ausland mit dem Holz aus unserer Region. Es gibt Potential in Ostbelgien. Mittlerweile ist auch der Holzbau in unserer Region interessant, um ästhetisch schöne Bauten zu haben“, weiß Meyer.

Für den Wettbewerb Holzbaupreis Eifel können Projekte aus Ostbelgien, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Luxemburg eingereicht werden.

Nicht den Hauptpreis, aber eine Anerkennung hat auch das Unternehmen X-Wood aus Büllingen für eine Industrie-Holzhalle in Roetgen erhalten. Die Teilnahme hat sich laut Sarah Peiffer gelohnt: „Wir haben an dem Wettbewerb teilgenommen, weil wir von dem Konzept total begeistert waren. Es gibt ja viele Architekturpreise, bei denen es überwiegend und Optik und Design geht. Das ist hier eben nicht nur der Fall.“

„Hier geht es darum, was Holz alles kann. Da sind wir froh, dass wir mit unserem Unternehmen einen Beitrag leisten konnten. Der Preis ist über die Eifeler Grenzen hinaus bekannt. Das haben wir am Feedback bemerkt“, erklärt Sarah Peiffer.

Die Wanderausstellung Holzbaupreis Eifel 2020 ist vom 4. bis zum 16 . Januar 2022 im Foyer des Triangels St. Vith kostenlos zu sehen.

Manuel Zimmermann