Arimont Opfer von Hassbotschaft – Brandsatz am Haus gefunden

Vor zwei Wochen war Ministerpräsident Oliver Paasch Opfer einer Hassbotschaft geworden. Ein Unbekannter hatte dazu einen Schriftzug ans Triangel angebracht. Nun wurde auch der Europaabgeordnete Pascal Arimont Opfer einer solchen Botschaft. Allerdings traf diese ihn an seinem Wohnort und es ist nicht das erste Mal.

Schmiererei am Garagentor von Pascal Arimont (Bild: Privat)

Schmiererei am Garagentor von Pascal Arimont (Bild: Privat)

„Es tut weh“, berichtet Pascal Arimont am Samstagmorgen, kurz nachdem er die Hassbotschaft an seinem Haus entdeckt hat. Hörbar geschockt erklärt der Europaabgeordnete, dass es sich bei dem Fall bereits um die zweite Tat gegen ihn handelt.

„Ende August hat man mein Tor schon mal mit roter Farbe beschmiert. Damals habe ich auch Anzeige erstattet, habe das aber dann nicht veröffentlicht. Weil ich den Leuten irgendwo kein Forum und keine Bühne bieten wollte. Aber das hier geht tatsächlich zu weit, hier überschreitet man Grenzen.“

„Lügen, erpressen, hetzen, spalten … dafür werdet ihr bezahlen!!!“ – so lautet die Drohung, die der Täter an Arimonts Garagentor angebracht hat. Daneben fand der 47-Jährige einen Gegenstand, der aussah wie ein Molotow-Cocktail.

Wie die Polizei inzwischen bestätigte, sei der Brandsatz echt gewesen. Der war gegen die Hauswand geworfen worden, für die Polizei mindestens Brandstiftung mit erschwerender Wirkung. Als mögliches Tatmotiv kommt Hass in Frage. Pascal Arimont hat die Tat bei der Polizei zur Anzeige gestellt. Auch die Spurensicherung und die Föderalpolizei sind eingeschaltet worden.

Auch wenn eine solche Tat durch nichts zu rechtfertigen ist, glaubt der Europaabgeordnete, den Auslöser zu kennen. Nämlich ein Facebook-Post, der für Vertrauen in den wissenschaftlichen Diskurs plädierte. „Ich selbst bin kein Virologe oder Impfspezialist und muss diesen Leuten vertrauen. Dafür habe ich am Freitag geworben und die Reaktion ist am Tag danach auf meinem Garagentor zu lesen.“

Hass und Hetze kennen Politiker wie Pascal Arimont bereits aus dem Internet. Den Vorfall hält Arimont jedoch für eine weitere Eskalationsstufe. „Ich habe auch kein Problem, dass man meine Meinung nicht teilt und dass man mich kritisiert. Aber Privateigentum beschädigen ist ein Schritt, der wirklich zu weit geht. Und ich stelle mir auch die Frage, was ist der nächste Schritt, wenn man mit Dingen nicht einverstanden ist? Was macht man dann? Hier geht es um mein Familienhaus. Das Haus meiner Frau und meiner Kinder. Das geht nicht. Das werde ich mir auch so nicht gefallen lassen.“

Wer hinter der Tat steckt, weiß Pascal Arimont nicht. Er glaubt aber, dass der Täter zu den Querdenkern gehören könnte. „Ich glaube ganz ehrlich, dass es aus diesen Kreisen kommt. Ich lese im Moment auch, dass in Querdenker-Telegram-Kanälen dazu aufgerufen wird, Politiker zuhause zu belästigen. Es kommt meiner Meinung nach, und das ist ein offen geäußerter Verdacht, aus diesen Kreisen. Wenn es nicht so ist, dann ist es nicht so, aber ich glaube, dass es aus diesen Kreisen kommt.“

Pascal Arimont hofft, dass sich die gesamte Gesellschaft nun in der Verantwortung sieht. So etwas dürfe nicht als banal oder normal empfunden werden. „Wir als ganz normale Menschen, die versuchen, ein normales Leben miteinander zu führen, sollten uns dieser Gefahr auch bewusste werden. Nämlich, dass es wahrscheinlich einen kleinen Teil einer Gesellschaft gibt, die sich im Moment in einer gewissen Form radikalisieren. Und wir dürfen uns das in dem Sinne auch dann nicht gefallen lassen. Wir müssen auch unsere Form des Zusammenlebens und Diskutierens verteidigen.“

Andreas Lejeune

32 Kommentare
  1. Gerhard Schmitz

    Auch wenn ich diese Aktion missbillige, stelle ich mir doch die Frage, was die Politiker denn erwartet haben, wenn sie einen Teil der Bevölkerung aus deren Sicht völlig willkürlich ausgrenzen, diffamieren, zum Sündenbock machen und z.T. sogar ihrer Existenzgrundlage berauben. Der Hinweis „sie können sich ja impfen lassen“ zeigt, dass die Politiker den Ernst der Lage völlig verkennen. Es gibt (viele) Menschen, die gut informiert, klug, solidarisch und verantwortlich sind und sich sowohl um die Gesundheit als auch um den Zustand der Gesellschaft sorgen, und dennoch oder gerade deswegen zu der persönlichen Überzeugung gelangen, sich eben NICHT impfen zu lassen.

    Dass Politiker das Gewicht einer (anderen) persönlichen Überzeugung offenkundig nicht zu ermessen vermögen, lässt den Verdacht aufkommen, dass sie gar nicht so genau wissen, was „persönliche Überzeugung“ eigentlich bedeutet und sich stattdessen damit begnügen, ihr Fähnchen in Wind der Konsens-Überzeugung, sprich dem Narrativ, wehen zu lassen.

  2. Ernst Mathieu

    Wie kann man Verständnis für solche Täter haben? Deren Handeln ist brutal und durch nichts zu rechtfertigen . Jeder anständige Bürger sollte sich darüber empören . Wo wird diese Spirale enden, wenn alle den Mund halten.
    Mich erinnern solche Taten, wie jetzt auch in Sachsen, an die unseligen SA Zeiten.

  3. Alexander Hezel

    O-Ton Schmitz: „Auch wenn ich diese Aktion missbillige, stelle ich mir doch die Frage, was die Politiker denn erwartet haben“

    Herr Schmitz, Opfern zu sagen, sie seien doch selbst Schuld, ist wirklich das Allerletzte an Niedertracht. Einfach nur beschämend und sicherlich nicht einem besseren Miteinander zuträglich. Müssen Sie denn ständig Öl auf’s Feuer gießen?

  4. Yves Tychon

    Fascho-Aufmarsch vor dem Haus der sächsischen Familienministerin, Morddrohung gegen Xavier Bettel, Schmierereien in Ostbelgien. Was haben diese Täter im Hirn? Meinen sie etwa, die Politiker würden nichts anderes im Schilde führen als Spielverderber zu spielen? Nein, meine Damen und Herren, es geht um die Fürsorgepflicht des Staates und seiner demokratisch gewählten Amtsträger!

    Glauben die Impfskeptiker wirklich, dass die Politik sie nur gängeln will? Merke: fast jedem Politiker ist daran gelegen, dass die Wirtschaft brummt und die Menschen feiern können, aber Feiern sollten keine Himmelfahrtskommandos sein!

    Oder geht es den Coronaleugnern in Wirklichkeit um etwas anderes: Soll kompetenten, fleißigen Menschen die Teilhabe an der Politik madig gemacht werden, damit sich dümmliche Populisten wie Trump und Bolsonaro durchsetzen und die Demokratie unterminieren können?

  5. Nadine Zinke

    Herr Hezel

    Ich bin auch kein Freund von so was

    Aber wie sie eben schrieben über Opfer sie seien selber schuld
    Mmmmh umgekehrt sagt man es auch den ungeimpften
    Ihr seit selber schuld wenn ihr nichts dürft ihr könnt euch ja impfen lassen um wieder zu leben

    Wohlgemerkt ich finde es auch schrecklich denn Gewalt erzeugt Gegengewalt
    Aber über kurz oder lang war es zu erwarten
    Muss ich Herrn Schmitz zustimmen

  6. Gerhard Schmitz

    Ist es keine Gewalt, Menschen aus dem sozialen und z.T. aus ihrem beruflichen Leben mit Staatsgewalt auszugrenzen? Wer gießt denn hier Öl ins Feuer, wenn er ohne Not 2G fordert, wie z.B. MP Oliver Paasch?

  7. Emmanuel Paquet

    Oli, Pascal,… und alle Politiker die Ihre Meinung in der Öffentlichkeit vertreten. Ihr habt alle meinen Respekt!
    Ob ich Eure Überzeugung teile oder nicht, spielt hierbei keine Rolle!
    Diese beiden Taten sind einfach nur abscheulich und zu verachten.
    Ich hoffe die Täter werden gefasst und bestraft.
    Jetzt gilt es zusammenhalten!

  8. Guido Scholzen

    Wann treten Politiker endlich in Dialog mit ‚Andersdenkenden‘?
    Mit Klimaschützern lässt man sich gerne fotografieren, denn Klimaschützer sind nützliche Idioten; die fungieren als Steuereintreiber ohne es zu wissen.

    Frage: Wann setzt sich mal ein etablierter (Berufs-)Politiker z.B. dafür ein, dass Kinder keine Maske tragen sollen, oder gegen einen Impfzwang, oder gegen einen nichtsbringenden Lockdown? Bis lang Fehlanzeige! Die benehmen sich wie ein Haufen Bürokraten und spielen Beamten-Mikado: Wer sich zuerst bewegt, der hat verloren. Die einzige stabile politische Konstante in der Corona-Krise war und ist das gebrochene Wort.

    Hätten Klimaschützer auf die Garagenpforte eines Politikers „KLIMASAU“ draufgeschmiert, dann würden grüngesinnte Gutmenschen noch ohne Scham sagen, dass Politiker endlich was tuen sollen, denn sonst wäre diese „Aufforderung“ nicht nötig gewesen, oder?

  9. Marcel Scholzen eimerscheid

    Herr Arimont hat richtig gehandelt. Er soll sich nicht verrückt machen lassen. Sonst hätte der Schmierfink sein Ziel erreicht.

    Nur sollte man jetzt nicht schlussfolgern, dass Kritik an Politik und Politikern etwas schlechtes ist. Streit und Diskussionen sind das A und O der Demokratie. Und Heilige Kühe darf es nicht geben.

  10. Alexander Hezel

    Frau Zinke, haben Sie schonmal gehört, dass einem Impfverweigerer ein Brandsatz gegen die Fassade des Privathauses geworfen wurde? Ihr „Vergleich“ hinkt also gewaltig…

    Herr Schmitz, es gibt einen Unterschied dazwischen, jemandem einen Brandsatz gegen die Hauswand zu werfen und verantwortungsvolle Maßnahmen zum Schutz der Volksgesundheit zu treffen. Sehen Sie den Unterschied?

  11. Karin Roeper

    Ich finde es verstörend, wer hier wie kommentiert. Schuld sind nicht die Politiker, die Geimpften oder die nicht Geimpften.
    Schuld ist der Virus. Wir sollten uns alle etwas zusammen reißen.

  12. Yves Tychon

    Gute Idee, Frau Roeper,

    ziehen Sie dem Virus mal die Hammelbeine lang !

  13. Marcel Scholzen eimerscheid

    Herr Arimont.

    Meiden Sie doch Facebook, Twitter. Die sozialen Netzwerke sind unnötig wie ein Doppelbett für einen katholischen Pfarrer. Zur Kommunikation reicht doch Ihre persönliche Homepage. Sie werden die Erfahrung machen, dass Sie über mehr Freiraum verfügen und mehr in Ruhe gelassen werden.

  14. Peter Schallenberg

    Herr Guido Scholzen: genau das ist es, der fehlende Dialog, das aufeinander Zugehen und Verstehen wollen. Da hätte Vertrauen entstehen können, das wäre mal etwas Produktives gewesen.

    So bleibt es bei Schmierereien, abgedroschenen Nazivergleichen und Wortbruch, der das restliche Vertrauen auch noch zerstört. Die Gräben werden tiefer und die Gewaltspirale dreht sich hüben wie drüben weiter.

  15. Alexander Hezel

    Herr Scholzen Eimerscheid – Das Opfer soll sich also zurückziehen und damit diejenigen bekräftigen, die solche kriminellen Taten begehen und womöglich Trittbrettfahrer zu Gleichem ermutigen? Soll Herr Arimont sich denn vielleicht auch noch entschuldigen dafür, dass er es gewagt hat Facebook & Twitter zu nutzen und dort nur seine Meinung kundgetan zu haben?

    Sie haben wie auch Herr Schmitz überhaupt nicht verstanden, dass nicht die Opfer bestraft werden sollen, sondern die Täter, und dass nicht die Opfer Schuld sind, sondern die Täter.

  16. Norbert Schleck

    Eine verharmlosende Überschrift.
    Nein, Herr Arimont wurde nicht nur Opfer von Schmierereien, wobei es sich nicht um solche Graffiti handelt, wie man sie zuhauf auf Lärmschutzwänden oder Bauzäunen findet, sondern um einen wohldurchdachten Text, der mit vollem Bedacht in schönster Schrift dort gemalt wurde.

    Nein, die feigen Täter haben einen Brandsatz gegen ein Haus geworfen, in dem sich Menschen befanden. Das ist eine ganze Eskalationsstufe höher.

    Müssen jetzt die Wohnungen von Politikern, ja sie selbst auch unter Polizeischutz gestellt werden?

    Wenn nun hier die üblichen Verharmloser auftreten, so überrascht das nicht.
    Wenn Herr M.Scholzen den „guten Rat“ wiederholt, die Opfer solcher Aggressionen sollten besser den Mund halten, dann hätten sie auch nichts zu befürchten, dann zeigt das erneut seine völlig einseitige Interpretation des Grundrechtes auf Meinungsfreiheit, das er sonst wie eine Monstranz vor sich herträgt.

    Den Vergleich, den Herr G.Scholzen mit den Klimaschützern anstellt, ist wie üblich unterste Schublade, „oder?“

  17. Mario Mausen

    An alle, die glauben hier noch ein „ja, aber“ schreiben zu müssen. Nicht nur Pascal, sondern seine ganze Familie ist angegriffen worden. Dafür gibt es keine Entschuldigung. Für solche Leute empfinde ich nur die größtmögliche Verachtung! Und was die sozialen Kanäle angeht, so ist Pascal einer der wenigen Politiker, die sich die Mühe machen, zu antworten, zu diskutieren und sogar hin und wieder zuzugeben, wenn sein gegenüber Recht hat.
    Pascal entscheidet nicht über die Impfpflicht ! Und es gibt viele Leute, die für eine Impfpflicht stimmen würden. Müssen diese Leute nun alle befürchten, Opfer von feigen Anschlägen zu werden?

  18. Dieter Leonard

    Fassungslos macht nicht nur diese feige Aktion gegen Pascal Arimont (ja, und seine Familie) sondern die Kommentare derjenigen, die glauben auch noch eine Rechtfertigung für diese Tat liefern zu müssen.
    Nein, Herr Schallenberg, die Gewaltspirale dreht sich nicht hüben wie drüben, nicht unter denjenigen, die ihren Beitrag leisten, die Pandemie zu bekämpfen, sondern unter denjenigen, die die Pandemie leugnen und sich gegen alle Maßnahmen zu deren Eindämmung wenden.
    Es sind nicht die Vertreter der großen Mehrheit der Bevölkerung, die seit fast 2 Jahren erkannt haben, dass eine Pandemie eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung ist (und die sich haben impfen lassen), sondern die Verweigerer, die jeglichen Diskurs mit wütenden Aufmärschen und „Sperrt sie ein“- oder „hängt Sie auf“-Plakaten im Keim ersticken.
    Was die Politiker denn erwartet haben, Herr Schmitz? Vielleicht dass Menschen wie Sie, der seit 20 Monaten ohne Unterlass in über 1000 Kommentaren gegen alle Maßnahmen wettert, aufhört, die Menschen zu manipulieren.

  19. Marcel Scholzen eimerscheid

    Herr Schleck.

    Auf Twitter und Facebook zu verzichten ist nicht gleichbedeutend mit Verzichten auf Meinungsfreiheit. Wie kommen Sie darauf ? Ich habe die noch nie gebraucht. Drücke trotzdem meine Meinung aus. Und Mandatsträger haben berufsbedingt noch andere offizielle Mitteilungskanäle wie Homepages, Intranet, Radio, TV etc welche ein Privatmann nicht hat.

    Warum sollte ich ein Verharmloser sein ? Das müßten Sie mir erklären.

    Wenn nicht anders möglich, muss Herr Arimont Polizeischutz erhalten.

  20. Dieter Leonard

    Was wäre, Herr Scholzen, jemand würde an Ihr Garagentor schmieren „Scholzen verrecke, wir kriegen dich“ und einen Brandsatz gegen Ihr Haus werfen und Sie erhielten den Ratschlag, doch einfach Ihre Verunglimpfung gegen Greta Thunberg und Klimaschützer zu beenden und Ihre Kommentare im BRF und auf OD einzustellen, dann würden diese Anfeindungen sicher aufhören?

    Es stimmt, der Vergleich hinkt, da Herr Arimont niemanden verunglimpft hat.
    Sie erkennen den Zusammenhang dennoch nicht? Habe ich mir gedacht…

  21. Edgar Schaefer

    Herr Schmitz,
    Wenn sie schreiben, dass sie die Aktion missbilligen, dann sollten sie einen Punkt hinter dem Satz machen und ihn beenden und nicht schon im gleichen Satz Verständnis für die Täter zeigen.
    Es gibt keinen einfachen Weg aus der Pandemie.
    Alles laufen lassen und zahlreiche Tote sowie ein gebeuteltes Gesundheitsystem in Kauf nehmen findet wenige Anhänger. Masken, Lockdowns und Impfen kann für den Einzelnen eine Katastrophe sein.
    Wir alle sind hin und her gerissen.
    Wenn Politiker (ich spreche hier nicht von Pascal) versuchen es möglichst jedem recht zu machen kann es nur ein auf und ab ein vor und zurück geben. Das macht uns mürbe.
    Die Mehrheit muss versuchen die Minderheit zu verstehen. Und die Minderheit muss auch versuchen die Mehrheit zu verstehen.
    Aber Verständnis für Brandsätze gegen Häuser in denen Kinder schlafen und Schüsse auf Studenten die an der Tankstelle nur ihre Arbeit machen darf es nicht geben.
    Edgar Schaefer

  22. Norbert Schleck

    Nun, der Herr M. Scholzen will es einfach nicht verstehen.
    Obschon es zwecklos ist und Herr Leonard schon einen drastischen Vergleich gebracht hat, hier noch einer:

    Es kam in letzter Zeit mehrmals vor, dass junge Frauen im Lütticher Nachtleben mit Drogen betäubt und zum Ziel von sexuellen Übergriffen wurden.
    Der Herr M.Scholzen würde ihnen sicher den „guten Rat“ geben:

    „Meidet doch das Lütticher Carré. Die Bars und Clubs dieses anrüchigen Viertels sind nichts für junge Frauen. Zum Feiern reicht es doch, nachmittags einen Kaffee in einer Brasserie auf der Place du Marché zu trinken.
    Ihr werdet die Erfahrung machen, dass ihr abends in eurem Kot (*) über mehr Zeit zum Lernen verfügt und in Ruhe gelassen werdet.“
    (*) Für Nichtbelgier: „Kot“ = aus dem Flämischen für Studentenbude

    Also nochmal, laut M.Scholzen sind nicht die Täter, sondern die Opfer schuld.

    Und außerdem: Das Berufsrisiko der Maurer und Dachdecker ist doch viel größer, nicht wahr?

  23. David Schmitz

    Lieber Gerhard,

    Mit allem Respekt, in deinem Kommentar wird eine rote Linie überschritten.

    Indem du eine Brandstiftung auf ein Privathaus in deinem Kommentar verbal verknüpfst mit für dich nachvollziehbare Ideen zündest du (unbewusst?) das Steichholz für den nächsten Brandstifter.

  24. Marcel Scholzen eimerscheid

    Herr Schleck.

    Wieviele Politiker sind in Ausübung ihres Amtes ums Leben gekommen in Europa und wieviele Maurer und Dachdecker auf Baustellen ?

  25. Lutz-René Jusczyk

    Mein Mitgefühl gilt Herrn Pascal Arimont und seiner Familie, sowie allen, die im Zuge der Pandemie zu einem Opfer von Hassbotschaften geworden sind.
    Ich wünsche all jenen, die in politischer Verantwortung stehen, den Mut, weiterhin für das, was wahr und richtig ist, einzutreten.
    Wir dürfen es nicht zulassen, dass eine kleine Minderheit, die in einer parallelen Informationswelt lebt, sich immer weiter radikalisiert. Dazu wäre es m.E. notwendig, einschlägige Gruppen im Messenger-Dienst Telegram auf strafrechtlich relevante Inhalte zu durchforsten und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten (indem bspw. die Verantwortlichen von Telegram mit in Haftung genommen werden).

    Allen, die gegen 2G sind, möchte ich eine Frage stellen: Was wollt ihr lieber: Einen erneuten Shutdown, weil die Intensivstationen mit überwiegend ungeimpften Covid-Patienten überlastet sind, oder eine Beschränkung der Besucher von Cafés, Restaurants, Bars und Kneipen auf Geimpfte und Genesene? Im ersten Fall käme es zu einem völligen Einkommensverlust. Ist das wirklich euer Ansinnen?

  26. Dieter Leonard

    @ LR Jusczyck

    Bin bei vielen Überlegungen bei Ihnen.
    Auch die, die die Pandemie ernst nehmen und die Impfbefürworter sollten jedoch zur Kenntnis nehmen, dass z.Z. in Belgien rein numerisch weitaus mehr Geimpfte in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen liegen, als Ungeimpfte.

    Dies lässt sich erklären und bedeutet nicht, dass die Impfungen nicht wirken (im Gegenteil), denn im Verhältnis zur jeweiligen Bevölkerungsgruppe (Geimpft-Ungeimpft) sind die Ungeimpften weit überrepräsentiert.

    In Deutschland ist dies ähnlich, abgesehen davon, dass angesichts einer niedrigeren Impfquote, die Zahl der ungeimpft Hospitalisierten größer ist.
    Sollte es theoretisch zu einer 100% Impfquote kommen, lägen nur noch Geimpfte in den Krankenhäusern.
    Dies wäre dann für die Impfgegner zwar der endgültige „Beweis“, dass die Impfung nicht wirkt, würde deren Verblendung aber gleichzeitig bloßstellen.

    Wenn weiter behauptet wird, es lägen mehr Ungeimpfte in den Krankenhäusern bietet man den Querdenkern und Impfgegnern fahrlässig eine offen Flanke und schwächt die eigene Position.

    Bleiben wir also bei den Fakten.
    Danke!

  27. Ernst Mathieu

    Ein Bürgermeister hat doch schonmal den Vorschlag gemacht, Impfverweigerer sollten eine Erklärung abgeben, dass sie jegliche Intensivbehandlung im Krankenhaus ablehnen . Dann würde die Intensivpflege Stationen entlastet und man könnte die Einschränkungen für alle Bürger reduzieren.
    Dieser Vorschlag ist sicher zynisch , würde aber den Impfgegner das Risiko vor Augen führen.

  28. Norbert Schleck

    Wie weiter oben geschrieben, es ist zwecklos.
    Wenn jemand partout nicht einsehen will, dass zwischen einem tödlichen Unfall auf einer Baustelle und einem tödlichen Attentat auf eine Politikerin oder einen Politiker ein gravierender Unterschied besteht, dann ist dem Betreffenden nicht zu helfen. Er stellt sich selber ein Armutszeugnis aus.

  29. Lutz-René Jusczyk

    @Dieter Leonard: Es wäre sicher interessant, zu erfahren, wie viele von den Geimpften, die hospitalisiert werden müssen, bereits eine Auffrischungsimpfung nach sechs Monaten erhalten haben; ich vermute, dass deren Anteil gegen Null tendiert.
    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass von allen Geimpften ohne Booster-Impfung die allermeisten Mitte des Jahres AstraZeneca verabreicht bekommen haben, während der Anteil jener, die mit der Vakzine von Moderna geimpft wurden, am niedrigsten ist.
    So wie ich die Lage einschätze, war der Optimismus hinsichtlich der Wirkungsdauer der Impfungen einfach zu hoch: Man glaube wohl, eine vollständige Impfung pro Jahr wäre ausreichend. Nun zeigt sich deutlich, dass bereits nach eine halben Jahr eine Auffrischungsimpfung erforderlich ist.

  30. Hans-Joachim Traczinski

    Wir täten gut daran, uns mal selbst in folgendem Sinne zu hinterfragen:
    Lieber Ungeimpfter, vielleicht ist dein Mitmensch geimpft, weil…
    – er jemanden wegen Corona verloren hat?
    – er seine Liebsten schützen möchte?
    – er Angst vor Corona hat?
    -er sonst seinen Job verloren hätte?
    – er wieder ein halbwegs normales Leben zurück möchte?
    Lieber Geimpfter, vielleicht ist dein Mitmensch nicht geimpft, weil…
    – er aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden kann?
    – er Angst vor den Nebenwirkungen hat?
    – er vielleicht jemanden wegen den Nebenwirkungen verloren hat?
    – er sich und dich lieber auf anderen Wege schützt (Abstand bei Krankheit)?
    – er durch den zunehmenden gesellschaftlichen Druck misstrauisch ist?
    Geimpfte gegen Ungeimpfte ist keine gute Sache! Ihnen allen eine besinnliche Adventszeit!

  31. Nadine Zinke

    Wie dem auch sei
    Ich finde Gewalt schrecklich und langsam bekomme ich echt Angst was noch kommt

  32. Dirk Riemann

    Lieber Pascal,
    Dir und deinen Lieben viel Mut und Kraft in diesen schweren Zeiten. Ich kann nur hoffen, dass die feigen Täter*innen schnell gefunden werden und streng bestraft werden für Alles, was sie euch angetan haben!
    Kein Kommentar zu den Verharmlosungen dieser Schandtaten, denn das sind sie nicht wert. Viel wichtiger und also ochmals: Alles Gute! Die (meist leise), aber extrem grosse Mehrheit steht hinter euch, fühlt mit euch!
    Dein Dirk