Burg-Reuland lässt Hochwasserschäden untersuchen und beheben

Die Gemeinde Burg-Reuland lässt die Schäden untersuchen, die das Hochwasser vom Juli an der kommunalen Infrastruktur hinterlassen hat. Der Gemeinderat hat jetzt die entsprechenden Dienstleistungsaufträge genehmigt.

Diese Brücke zwischen Auel und Steffeshausen wurde ebenfalls vom Hochwasser im Juli zerstört. Inzwischen wurde sie abgerissen (Bild: privat).

Diese Brücke zwischen Auel und Steffeshausen wurde ebenfalls vom Hochwasser im Juli zerstört. Inzwischen wurde sie abgerissen (Bild: privat).

Zerstörte Brücken, ausgeschwemmte Böschungen, abgesackte Straßenabschnitte – das Hochwasser von Mitte Juli hat auch in der Gemeinde Burg-Reuland Schäden verursacht, so unter anderem bei Auel oder zwischen Stoubach und Ouren. Ein Studienbüro soll die Schäden detailliert ermitteln, technische Lösungen vorschlagen, um sie zu beheben, und die Kosten abschätzen. Dafür sind vorläufig 35.000 Euro (ohne Mehrwertsteuer) eingeplant.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft und auch die Wallonische Region haben Mittel für die Behebung von Hochwasserschäden in Aussicht gestellt.

Zur Zeit behilft sich die Gemeinde etwa bei den Straßenschäden „Zum Steg“ in Auel mit einer Ampel. Bürgermeisterin Marion Dhur ärgerte sich im Gemeinderat aber generell darüber, dass Verkehrs- und Warnhinweise geflissentlich missachtet werden. Das war schon unmittelbar nach dem Hochwasser bei einer zerstörten Brücke über die Our so, die trotz der Gefahren weiter von Passanten genutzt wurde. Inzwischen wurde sie abgerissen.

Arbeiten bei Ouren über Plan

Die Arbeiten an der schon lange vor dem Hochwasser abgesackten Straße bei Ouren gehen gut voran. Anfang dieser Woche hat ein spezialisiertes Unternehmen damit begonnen, Löcher für die Pfähle zu bohren, auf denen die Straße gestützt werden soll. Bis Donnerstag waren schon 21 Löcher gebohrt, was über Plan liegt.

Die Straßensperre und die Umleitung über Luxemburg werde von sehr vielen gut beherzigt, stellte Marion Dhur fest. Allerdings mogelten sich immer noch Rad- und Motorradfahrer durch die Baustelle. Besonders peinlich: auch uneinsichtige Verkehrsteilnehmer mit schwerem Gefährt wurden dabei beobachtet, wie sie den Rückwärtsgang einlegen mussten.

Audit zu IT der Gemeinde

Für ca. 3000 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer) lässt die Gemeinde Burg-Reuland ein Audit erstellen zu den EDV- und Telekommunikationstechnologien ihrer Verwaltung. Das beinhaltet auch Fragen der Arbeitseffizienz, der Koordination und der Datensicherheit.

Auch die Website der Gemeinde soll neu gestaltet werden, barrierefrei und benutzerfreundlich mit Online-Antragsformularen usw., was im Gemeinderat begrüßt wurde.

Energetische Sanierung Aldringen

Zur energetischen Sanierung der Gemeindeschule Aldringen sucht die Gemeinde einen Projektautor sowie einen Gesundheits- und Sicherheitskoordinator. Die Gesamtkosten von ca. 385.000 Euro könnten zu 80 Prozent von der Deutschsprachigen Gemeinschaft bezuschusst werden.

Um die Konvention mit der Wallonischen Region zur Erneuerung des Straßenabschnitts Kreuzberg (zwischen Kreisverkehr Grüfflingen und Friedhof Thommen) einhalten zu können, ratifizierte der Gemeinderat einen Nachtrag, der eine Ausschreibung bis Ende Juni kommenden Jahres ermöglicht. Die Konvention stammt noch von Ende 2014.

Wie im Gemeinderat verlautete, soll das (private) Projekt der Parzellierung in diesem Bereich Fortschritte machen: So wollten die Promotoren bald loslegen und bis Mitte des nächsten Jahres die nötige Infrastrktur bewerkstelligen.

Beim Holzverkauf am 16. November will die Gemeinde Burg-Reuland 5.500 Festmeter an den Mann bringen. Forstschöffin Erika Theis hoffte im Namen der anderen Gemeinderatsmitglieder auf einen möglichst guten Preis.

Stephan Pesch