Lontzen: Union-Fraktion übt Kritik am Personalmanagement der Gemeinde

Der Haussegen im Lontzener Gemeinderat hängt schief. Die Union-Fraktion prangert die in ihren Augen unhaltbaren Zustände im Personalmanagement an. Alle Versuche der Opposition, gemeinsam Lösungen zu suchen, seien ins Leere gelaufen. In einem Pressegespräch am Freitag erläuterten die Gemeinderatsmitglieder ihre Vorwürfe.

Das Rathaus von Lontzen (Bild: Bruno Fahy/Belga)

Das Rathaus von Lontzen (Bild: Bruno Fahy/Belga)

Die Oppositionsfraktion Union wirft dem Gemeindekollegium „fragwürdiges Personalmanagement und Überwachungsmethoden“ vor.

„Ich glaube, das Kollegium zeigt, dass es nicht die Management-Kompetenz besitzt – oder zumindest ein Teil der Mitglieder dieses Kollegiums“, sagt Roger Franssen von der Union. „Ich will nicht alle über den gleichen Kamm scheren. Aber beim Bürgermeister und mehreren Schöffen fehlt die Management-Kompetenz, mit Leuten umzugehen und Vertrauen zu geben, die Macht nicht zu missbrauchen, die sie bekommen haben.“

Für Titi Malmendier-Ohn fehlt es dem Lontzener Gemeindekollegium um Bürgermeister Patrick Thevissen an Menschlichkeit. „Was ich vorwerfe, ist einfach der Umgang mit Menschen. Ich habe es sehr schwer damit, wie sie mit dem Personal umgehen und gewisse Äußerungen machen. Aber nicht nur mit dem Personal, auch mit der Opposition.“

„Das kann man einfach nicht machen, das geht nicht“, findet Titi Malmendier-Ohn. „So geht man einfach nicht mit Menschen um. Und ich möchte mich mit aller Kraft dagegen wehren.“

Die Union fordert die Bezeichnung eines Mobbing-Beauftragten oder eine Zusammenarbeit mit dem externen Berater Liantis. „Wir wollen ein Umdenken und eine andere Art, mit der Bevölkerung, mit den Arbeitern, mit dem Gemeinderat umzugehen“, sagt Franssen. „Wir fordern die Einbeziehung des Personals und auch des Gemeinderates durch die Ausführung eines externen Audits. Es soll Hilfe geholt werden.“

Chantal Scheuren

Ein Kommentar
  1. Klaus Hick

    Was Herr Frantzen, über das Verhalten und die Arroganz des Gemeindekollegiums gegenüber den Bürgern sagt, kann ich nur bestätigen