Ländliche Gilden: Erweiterte Kompetenzen und neuer Koordinator

Die Ländlichen Gilden sind seit vielen Jahren neben ihrer Rolle als Erwachsenenbildungsorganisation ein wichtiger Akteur im Bereich der ländlichen Entwicklung. Nun gibt es einen neuen Projektkoordinator.

Projektkoordinator Christian Recker und Ministerin Isabelle Weykmans (Bild: Kabinett Weykmans)

Projektkoordinator Christian Recker und Ministerin Isabelle Weykmans (Bild: Kabinett Weykmans)

Was genau machen eigentlich die Ländlichen Gilden? Wann und wofür kann ich mich dort melden? Der neue Projektkoordinator Christian Recker will ein Ansprechpartner für alle sein.

„Prinzipiell kann man mit allem zu uns kommen“, betont Recker. „Meinen Job kann man quasi als erste Anlaufstelle verstehen, wo die Leute fragen können: ‚Okay, ich habe ein Projekt, habe aber keine Erfahrung. Wie kann ich das auf die Beine stellen?'“

Recker ist mit Rat und Tat dabei und klärt auf, wo Gelder für die Finanzierung eines Projekts beantragt werden können und welche Schritte unternommen werden müssen. Er gibt auch eine Einschätzung ab, wie andere Menschen für die Projektidee begeistert werden können. Daran anschließend vermittelt der Projektkoordinator Kontakte und Know-how in Sachen Projektmanagement.

Es gebe bei der Projektförderung keine Themenbeschränkung, betont Christian Recker. „Es gibt nur ein ganz wichtiges Kriterium: Es muss nachhaltig sein.“ Die Ländlichen Gilden haben einen eigenen Fördertopf, allerdings sei dieser „überschaubar“ und richte sich hauptsächlich an Kleinstprojekte.

Für größere Projekte – etwa auch in Bezug auf Infrastrukturmaßnahmen – könnten unter Umständen andere Fördertöpfe angezapft werden. Auch hier steht der neue Projektkoordinator beratend zur Seite.

Was die Vereinsdichte angeht, so sei Ostbelgien gut aufgestellt. „Da haben wir einen sehr guten Stand. Wir sind hier sehr komfortabel und die meisten Menschen haben eher mehr Engagement als weniger Engagement. Und alleine Vereinsleben treibt natürlich schon das Dorfleben voran.“

Einzelne Ortschaften, in denen nicht so viel passiert, möchte Recker unter die Lupe nehmen, ansprechbar sein und auch aktiv Angebote machen. „Das heißt, das ist eigentlich wechselseitig.“

Konkrete Beispiele für gelungene Projektarbeit hat Recker parat: „Aktuell sehr interessant ist der Standort Montingen, also die zusammengesetzte Dorfgruppe aus Montenau und Iveldingen. Da sind vor kurzem noch Infotafeln eingeweiht worden und das Nachbarschaftstelefon in der Corona-Zeit. Das sind sehr interessante Beispiele in dem Dorf.“ Dieses Projekt hat auch den letzten Dorfentwicklungspreis in Ostbelgien gewonnen.

Insgesamt war es jedoch in der letzten Zeit der Corona-Situation geschuldet eher ruhig. Umso mehr freut sich Christian Recker auf das, was kommt: „Wir hoffen jetzt eigentlich, dass mit dem Start im September das Ganze wieder anrollt und dass wir neue Projekte an Land ziehen können.“

Mehr Infos gibt es auf der Website www.dorfentwicklung.be.

lo/fk