Ratsmitglieder der Gemeinde Büllingen spenden ihr Sitzungsgeld

Die wiederholte Schließung einzelner Sommerlager bleibt in der Gemeinde Büllingen ein Dauerbrennerthema. Ein weiteres Thema der Ratssitzung war die Hochwasserkatastrophe Mitte Juli, von der die Gemeinde selber so gut wie nicht betroffen war.

Gemeindehaus Büllingen (Bild: Manuel Zimmermann/BRF)

Bild: Manuel Zimmermann/BRF

Die Ratsmitglieder der Gemeinde Büllingen spenden ihr Sitzungsgeld von Mittwochabend für die Opfer der Hochwasserkatastrophe. Das Geld wird jeweils zur Hälfte an die Stadt Eupen und Hellenthal gehen. Eupen und die deutsche Nachbargemeinde von Büllingen haben auch jeweils 2.500 Euro von der Gemeinde erhalten.

Laut Bürgermeister Friedhelm Wirtz waren nach der Hochwasserkatastrophe Gemeindemitarbeiter zeitweise parallel in beiden Ortschaften im Einsatz. Dabei sind insgesamt 583 Arbeitsstunden und 320 Fahrzeugstunden angefallen. In der Gemeinde selbst waren nur 50 Arbeitsstunden in Krewinkel nötig. Ein Landwirt hat einen Flurschaden gemeldet.

Dauerbrenner Sommerlager

Bürgermeister Friedhelm Wirtz erklärte auf der Gemeinderatssitzung, er habe gegen einen Sommerlager-Betreiber persönlich Anzeige erstattet, da er übelst bedroht worden sei.

In diesem Sommer war einem Jugendlager die Genehmigung wegen Regelverstößen entzogen worden. Nicht regelkonform war auch ein Reitlager.

Auf der Tagesordnung des Büllinger Gemeinderats ging es ansonsten fast ausschließlich um Formalitäten.
Weil der Reiterverein eine zweite Halle in Büllingen bauen möchte, musste die Erbpachtregelung angepasst werden, da die neue Halle auch auf einer Parzelle errichtet wird, die im Besitz der Gemeinde ist.

Eher geknickt – aber trotzdem einstimmig – wurden die Mehrkosten für die Erneuerung des Verbindungsweges zwischen Krewinkel und Kehr genehmigt. Da sich die Bodenbeschaffenheit bei den Ausgrabungsarbeiten anders erwiesen habe als erwartet, ist es zu Mehrkosten von 112.350,93 Euro gekommen. Die Erneuerung des Verbindungsweges hat also tatsächlich 597.753,65 Euro gekostet.

Manuel Zimmermann