Express-Bus zwischen Burg-Reuland und Eupen

Die wallonische Nahverkehrsgesellschaft TEC hat beschlossen, einen neuen Schnellbus im Süden und Norden Ostbelgiens einzusetzen. Ab 2022 wird der Express-Bus 23 den ganzen Tag über zwischen St. Vith und Eupen verkehren.

Archivbild: Laurent Cavenati/Belga

Archivbild: Laurent Cavenati/Belga

Im ländlichen Raum sind Berufspendler häufig auf einen eigenen Pkw angewiesen. Besonders für die Bewohner kleiner Orte kommt es einem Kunststück gleich, mit dem Bus zur Arbeit zu fahren. Doch es gibt eine gute Neuigkeit: Ab 2022 wird der Express-Bus 23 den ganzen Tag über zwischen St. Vith und Eupen pendeln. „Zu den Stoßzeiten morgens und abends an den Wochentagen fährt er ebenfalls die Ortschaft Burg-Reuland im Süden Ostbelgiens und die Industriezone von Eupen an“, erklärt die Pressesprecherin der TEC-Direktion Verviers-Lüttich, Carine Zanella.

Das wird sicher auch die Lehrlinge aus dem Süden Ostbelgiens freuen, die ihrem Unterricht im ZAWM Eupen folgen. Die Pendler sollen ermuntert werden, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, so Carine Zanella.

Die Schnellbusse sind mit einer Klimaanlage ausgestattet. Und die Pendler können während der Fahrt über Wifi arbeiten. Wie der Name schon sagt, kommt der Express-Bus schneller ans Ziel und er macht auf der Strecke nur an sieben Haltestellen Halt.

Die Linie 394 – so heißt der Vennliner offiziell – verkehrt wie gewohnt zu den Schulzeiten und konzentriert sich auf den Schülertransport. Die Schnellbusse haben aber ein anderes Zielpublikum als der Vennliner. Der Express-Bus soll den Menschen, die auf der Fahrt gerne online gehen, einen gewissen Komfort bieten.

Schon seit dem letzten Oktober steuert ein Express-Bus Bütgenbach an. Der E21 bringt die Fahrgäste in einer Stunde nach Verviers.

Die TEC richtet das Angebot ausdrücklich an die Berufspendler. Klar ist aber, dass es allen anderen ebenfalls die Möglichkeit bietet, den ganzen Tag über längere Strecken zurückzulegen – ohne dafür das Auto zu nutzen.

Chantal Scheuren

5 Kommentare
  1. Lutz-René Jusczyk

    Endlich wird nicht nur über eine CO2-Reduktion geredet, sondern auch gehandelt!
    Eine Klimaanlage und kostenloses WiFi sollten künftig nicht länger die Ausnahme bilden, sondern zur Regel werden.

  2. Andrea Fasch

    Eine ganz tolle Sache, weg vom PKW, hin zu einer Lösung für die ländliche Bevölkerung – wenn man die Menschen rechts und links der Strecke nicht vergisst! 7 Haltepunkte bis Eupen werden nicht den gesammten, 20km breiten Streifen im Süden abdecken können, da muß an einem guten Zubringernetz gearbeitet werden, damit der Bus wirklich Sinn macht.
    Oder man bietet P&R Parkplätze an den Haltepunkten an, erreicht dann aber auch nur wieder die Autobesitzer.
    Nur ein Schnellbus alleine wird es leider nicht bringen.

  3. Horst Emonts-pool

    Und Malmedy wird schon wieder ignoriert.

  4. Gerlinde Wächter

    Super für alle, die davon profitieren – schade für alle, die auf der anderen Achse wohnen (Emmels, Born, Recht) und leider wieder ignoriert werden. Herr Emonts-Pool hat nämlich recht – die zu früheren Lehrzeiten übliche Verbindung Malmedy-Eupen gibt es schon sehr lange nicht mehr. Zum Vennliner (und zum Express) muss man von hier aus also mit dem Auto – oder: Man kann mit dem Bus nach Verviers fahren und dann nach Eupen – eine „Klein-Weltreise“!

  5. Volker Schober

    Ich denke, dieser Express-Bus kann nur ein Anfang sein.
    Ich hoffe, dass die, für die er passt, ihn auch rege nutzen werden. Dann werden Forderungen nach weiteren Express-Bussen und Zubringern nicht ungehört verhallen.
    Um auch im ländlichen Raum Alternativen zum Auto zu schaffen, braucht es ein flächendeckendes Netz von Express-Bussen und Zubringern.
    Auch Fahrräder und vor allem Pedelecs können als Zubringer gute Dienste leisten.