St. Vith: Philippe Thomas eröffnet Holistic Center „Waldbaden“

Modedesigner Philippe Thomas hat in St. Vith ein Center für Ganzheitlichkeit eröffnet. Der 28-jährige Mann aus Weywertz lässt die Einflüsse von zahlreichen Reisen in ferne Länder in sein "Holistic Center" einfließen.

HolisticCenter St. Vith (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Im Garten finden Besucher Platz, wenn das ostbelgische Wetter mitspielt (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Neben der Mode befasst Philippe Thomas sich mit der inneren Schönheit. Im Concept Store „Waldbaden“ sollen die Menschen einen Ort finden, um zu sich selbst und zur Natur zurückzukehren. So beschreibt Philippe Thomas sein Holistic Center in St. Vith. Im Holismus geht es um das ganzheitliche Wohlbefinden. Eine innere und äußere Reise führte den Modedesigner über viele Umwege zurück in die Heimat. Seine langjährige Tätigkeit in der Modebranche hat ihn irgendwann nicht mehr erfüllt.

„Ich habe gedacht, dass das nicht alles sein kann und dass ich jetzt mal ein paar Ängste angehe“, sagt Thomas. „Meine größte Angst war, allein zu sein. Ich habe permanent Musik und Leute um mich gehabt. Dann habe ich mich in den Flieger nach Surat Thani nach Thailand gesetzt und bin zehn Tage im Schweigekloster geblieben. Dort habe ich Meditieren gelernt. ”

Yoga, Workshops und Kreatives

Die spirituellen Erfahrungen möchte der 28-Jährige beim Yoga und in Workshops teilen. In Leipzig, wo er einige Jahre gelebt und gearbeitet hat, suchte er vergeblich nach einem geeigneten Haus. Dann fand er das ehemalige Doktorhaus in der Bahnhofstraße in St. Vith. Er habe ein Haus schaffen wollen, in dem Kultur und Kreativität angeregt werden. So hat beispielsweise Eddy Küpper mehrere Bilder ausgestellt.

„Es ist wie eine kleine Vernissage, wo du gleichzeitig essen kannst, vom Restaurant aus die Bilder begutachten kannst. Bilder geben auch Schwingungen in Räumen ab. Ich wollte die Energie der Künstler ins Haus reinholen.”

Therapieform aus Japan

Den Namen für seinen “Waldbaden Store” hat Philippe Thomas in Japan gefunden. Dort sei Waldbaden eine Therapieform. “Man geht in den Wald rein, man zieht die Schuhe aus, verbindet sich mit der Erde. Man riecht an Bäumen und umarmt sie auch. Es ist wirklich schön, nochmal einfach Kind zu sein und im Wald zu sein. Waldbaden ist wirklich mal wieder rauskommen.“

Restaurant mit vegetarisch-veganer Küche

Im kleinen Restaurant im Untergeschoss sorgt man für das leibliche Wohlbefinden. Im Garten sind 24 weitere Plätze für Restaurantgäste vorgesehen, allerdings nur, wenn das ostbelgische Wetter mitspielt. Die Gerichte, die angeboten werden, sind allesamt vegetarisch oder vegan.

Allerdings sei das Essen nur die eine Seite. „Die andere Seite ist, das andere Bewusstsein schaffen mit dem, was wir zum Beispiel anziehen. Die eigene Modekollektion habe ich oben im Atelier gemacht. Die Sachen werden oben geschneidert und unten direkt angeboten.“ Hinzu kämen dann noch Naturprodukte, alles was mit Esoterik zu tun hat. Das Ziel sei, dass Besucher des „Waldbaden Store“ ihre Körper, ihre Seele, sich selbst schön machen könnten.

Kakaozeremonie – bewusst genießen

Die Astrologie ist ein Baustein der Workshops: sich mit dem Kosmos verbinden und von den Kräften des Mondes lernen. Aus Mexiko hat Philippe Thomas die Kakaozeremonie mitgebracht. Der bewusste Genuss ist Teil der ganzheitlichen Lehre.

“Kakao war das Gold bei den Mayas, bei den Azteken. Damit wurde auch gehandelt. Die Bohne selbst, wenn man sich damit beschäftigt, schenkt wirklich Kraft und Energie. Und von innen ist es wie ein Explosion, ein Feuer.“ In der Zeremonie werde erklärt, wie man den Kakao – der ja eigentlich bitter ist und dem die Süße erst künstlich beigefügt wird – richtig trinkt, wie er von innen wärmt, welche Funktion er hat.

Lagerfeuer zum Abschluss

Im Anschluss an die Zeremonie findet ein Lagerfeuer statt. Der Mensch besteht nicht nur aus Körper, sondern da ist viel mehr, sagt der Gründer des Zentrums. Und so vielseitig wie seine Erfahrungen sind auch die ganzheitlichen Ansätze im „Waldbaden Store.“

Chantal Scheuren

Ein Kommentar
  1. Iris Salsera

    Kakaozeremonie – bewusst genießen
    … Der bewusste Genuss ist Teil der ganzheitlichen „Leere“.
    Heißt das im Klartext, das „leere“ Portmonaie?
    Ohne Spesen nix gewesen.