Land unter in Ouren und Schönberg – Lage im Süden ansonsten ruhig

Im Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist die Hochwasser-Lage weniger katastrophal als im Norden. Dennoch mussten auch in den Eifelgemeinden Menschen in Sicherheit gebracht werden. Am stärksten betroffen waren die Gemeinden St. Vith und Burg-Reuland.

Hochwasser in Burg-Reuland (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Hochwasser in Burg-Reuland (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Die Our ist in der Nacht auf Donnerstag über die Ufer gegangen und hat das ganze Ourtal überschwemmt. Alle Bachläufe in der Gemeinde Burg-Reuland stiegen stark an, sagte Bürgermeisterin Marion Dhur dem BRF. Keller liefen voll, Zeltlager wurden abgebrochen. Polizei und Feuerwehr waren ununterbrochen im Einsatz.

Die Straße N693 von Burg-Reuland in Richtung Oudler bleibt voraussichtlich bis Freitagmittag gesperrt.

Eine Familie aus Ouren ist in eine Notunterkunft gebracht worden. „Sie ist in einer Unterkunft vom ÖSHZ einquartiert worden“, erklärt Bürgermeisterin Dhur. „Ansonsten ist mir noch nicht bekannt, dass Leute aus ihren Häusern raus mussten. Es sind vor allem Keller, die unter Wasser stehen, und Straßen, die überspült sind.“

St. Vith

In der Gemeinde St. Vith hat es die Ortschaft Schönberg und einige umliegende Weiler besonders stark getroffen. „Die verschiedenen Hochspannungsleitungen über die Our sind gesichert“, erklärte St. Viths Bürgermeister Herbert Grommes.

„Es sind 30-40 Häuser in Schönberg katastrophal betroffen, genau wie zwei oder drei Häuser in Roetgen und Alfersteg. Die Leute sind zum Teil auf unsere Hilfe angewiesen. Wir haben Container zur Verfügung gestellt, so dass schnell ausgeräumt werden kann.“

Die Menschen, die ihr Haus verlassen mussten, sind im Chiro-Heim in St. Vith und in einem Hotel untergebracht worden. Um eine Umweltkatastrophe zu verhindern, wurden einige Heizöltanks leergepumpt.

Amel, Büllingen, Bütgenbach

Die Gemeinden Bütgenbach, Büllingen und Amel waren vom Hochwasser kaum betroffen. Dort ist zwar viel Regen gefallen und die Bachläufe haben zugenommen, aber die Auswirkungen sind relativ harmlos. Im Manderfelder Raum sind einige Wiesen geflutet und Straßen beschädigt worden. Menschen sind aber nicht zu Schaden gekommen und in Büllingen, Bütgenbach und Amel musste niemand sein Haus verlassen.

„Die Lage in Amel ist zum Glück ruhig, trotz der heftigen Regenfälle“, sagte Bürgermeister Eric Wiesemes dem BRF. „Die Ameler Feuerwehr hatte kaum Einsätze und keine Evakuierungen, hat aber im Norden der DG ausgeholfen.“ Auch der Bürgermeister von Büllingen, Friedhelm Wirtz, bot den Gemeinden im Norden der DG Hilfe an.

Stausee in Bütgenbach

Wegen des anhaltenden Regens muss an der Bütgenbacher Staumauer kontrolliert Wasser abgelassen werden. Für die umliegenden Haushalte besteht laut Bürgermeister Daniel Franzen keine Gefahr.

Auch die Straßen in der Region würden nicht von der Maßnahme betroffen sein, sagte Franzen dem BRF. Lediglich auf Feldwegen in Nidrum und Weywertz könnte das Wasser steigen. Falls notwendig, würden diese Wege offiziell gesperrt.

Eupen: Anwohner der Unterstadt dürfen zeitweise zu ihren Häusern

cs/mz/mh