Rehkitz-Rettung: Tierschützer bieten Landwirten kostenlose Drohnenflüge an

Um Rehkitze und andere Wildtiere vor dem Mähdrescher zu retten, bietet ein Team von Natur- und Tierschützern kostenlose Drohnenflüge an. Mit Wärmebildkameras überfliegen die Tierfreunde die zu mähenden Flächen. Verstecken sich Rehkitze im hohen Gras, spürt der Sensor die Tiere auf.

Rehkitz-Rettung (Bild: Sauvons Bambi)

Bild: Sauvons Bambi

In der Regel wird der Fundort dann markiert, damit die Mähmaschinen einen Bogen fahren können. Landwirte, die Interesse an einem kostenlosen Drohnenflug vor der Mahd haben, können sich bei den ostbelgischen Tierschützern melden.

Die Ostbelgier sind der deutschsprachige Ableger der in der Wallonie aktiven Vereinigung „Sauvons Bambi“. Für die Deutschsprachige Gemeinschaft werden zudem noch ehrenamtliche Helfer gesucht, sei es für das Drohnenfliegen oder zum aktiven Einsatz auf den Feldern.

Jedes Jahr sterben zahlreiche Rehe bei der Mahd. Für Belgien gibt es keine offizielle Statistik. In Deutschland jedoch werden jährlich rund 100.000 Rehkitze von Mähmaschinen getötet.

Wer den kostenlosen Drohnenservice der ostbelgischen Tierschützer von „Sauvons Bambi“ nutzen möchte, kann sich direkt an Gerd Xhonneux wenden. Um die Aktion finanziell zu unterstützen, bietet die Vereinigung „Sauvons Bambi“ verschiedene Sponsorenpakete an.

Alle Informationen dazu unter sauvonsbambi.be/de/

Rehkitz-Rettung (Bild: Sauvons Bambi)

Bild: Sauvons Bambi

Simonne Doepgen

4 Kommentare
  1. Edgar Michaelis

    Ein tolles Männerspielzeug haben die Herrn, sogenannte Tierschützer, da. Das Bambi duckt sich vielleicht, aber was ist mit dem alles verscheuschenden Krach und Siluette der Drohne, am Himmel ? Es wäre doch wohl besser, den Bauern anzubieten, diese Infrarotkammera vor den Mäher zu schnallen, so dass der Bauer seiner beruflichen Verantwortung selbst nach kommen kann und die Tiere bemerkt ehe es zu spät ist. Übrigens, viele der Bauern setzen Akkord-Lohnfahrer ein, und die jagen über die Felder, sogar nächtens… von denen fährt bestimmt keiner Slalom um irgend welche Kisten oder Absperrungen herum… die würden sich ja selbst zur Lachnummer machen !

  2. Gerd Xhonneux

    Sehr geehrter Herr Michaelis, wir bedanken uns für Ihren Alternativvorschlag, der jedoch laut unserem Kenntnisstand aus diversen Gründen nicht zielführend ist. Die von Sauvons Bambi eingesetzte Drohnen-Lösung hingegen hat sich tausendfach bewährt und Leben gerettet. Es ist übrigens auch bewiesen, dass weder der geringe Lärm, noch die Silouette der Drohne in einer Höhe von über 100 Metern die Tiere verunsichert. Die im Film gezeigte Variante mit dem Abdecken des Kitz und Markieren der Stelle ist nur eine Möglichkeit, die nach Absprache mit dem Landwirt angewandt wird. Selbstverständlich kann das gefundene Tier auch von der Wiese entfernt werden, wenn das für die Arbeitsweise des Bauern einfacher ist. Niemand braucht sich zur Lachnummer zu machen, denn zum Lachen sind zerfetzte Tierkörper nun wirklich nicht!

  3. Nicole Schumacher

    Eine sehr gute Idee…
    Jedes Jahr landen bei mir/uns verunfallte Kitze durch Mäharbeiten. Manchmal kann der Tierarzt leider nicht mehr helfen… ich finde die Idee mit der Drohne sehr gut… vielen Dank für die ehrenamtliche Arbeit … Ich hoffe viele Landwirte nehmen das Angebot an und sind auch bereit einen Obulus/ kleine Spende dazu beizutragen…

  4. Jean-Pierre DRESCHER

    Ich bin froh über alle Menschen, die in dieser finsteren Zeit mit vollem Engagement das noch menschenmoegliche tun, um Landwirten und Tieren zu helfen.

    Von Vorbildern wie diesen Couragierten Männern und Frauen dürfen wir uns meiner Meinung nach alle ein wenig was abgucken für eine gerechtere Gesellschaft in dieser Zeit.

    Wer hat beste Lebensenergie und vielleicht Lust darauf, sich im Tierheim zu engagieren? Im Pflegeheim Menschen Gesellschaft zu leisten? Sich um Obdachlose zu kümmern? Leben im allgemeinen zu retten? Ein Gutes Wort an andere Menschen weiter zu geben? Vorbild zu sein für unsere Jugendlichen und Kinder? Erstrebenswerte Werte weiter zu geben an die Gesellschaft, für die Gesellschaft? Faire Preise den hart arbeitenden Landwirten zu zahlen?

    Jede starke, helfende Hand wird gebraucht!