Terrassenöffnungen und Freiluftveranstaltungen: Was sagt die Bevölkerung?

Die Terrassen der Restaurants und Kneipen sollen am 8. Mai wieder öffnen. Auch Kulturveranstaltungen und Gottesdienste im Freien sollen dann mit bis zu 50 Personen erlaubt sein. Lockerungen auf Perspektive - wie kommt das bei der Bevölkerung an?

Horeca (Illustrationsbild: Eric Lalmand/Belga)

Illustrationsbild: Eric Lalmand/Belga

Der „Freiluftplan“ der Regierung soll am 8. Mai starten. Denn zu dem Zeitpunkt werden voraussichtlich 70 Prozent der Ü65 mindestens ein Mal geimpft sein. Bedingung ist aber, dass die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen bis dahin gesunken ist.

Dass dann Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen im Freien stattfinden sollen, kommt gut an – „falls die Leute sich dann an die ganzen sanitären Regeln halten“, sagt eine Marktbesucherin in Eupen. Sie habe keine Bedenken, könne aber nachvollziehen, dass es für die Veranstalter auch ums Überleben gehe.

Auch Gottesdienste im Freien sollen dann mit bis zu 50 Personen erlaubt sein. „Es gibt ja auch Kirchen, da könnten auch 50 Leute hinein, wenn sie vernünftig verteilt wären“, meint ein Passant. Eine andere Meinung: „Die Bänke waren ja auch vorher schon eingeteilt und abgetrennt. Ich fühlte mich eigentlich gut aufgehoben.“

Wieder auf der Terrasse eines Cafés oder Restaurants zu sitzen, das sehnen viele Menschen herbei. „Auf jeden Fall, ich freue mich schon sehr. Das ist schon geplant: den Tag ins Restaurant und hier zur Pigalle.“ Besonders die finanzielle Situation bedenken auch viele dabei. „Für den Horeca-Sektor ist es eigentlich schon nicht schlecht, dass sie nochmal öffnen. Wenn dabei die Abstandsregeln eingehalten werden, denke ich schon, dass das gerechtfertigt ist.“

Viele Menschen fühlen mit den Horeca-Betreibern mit. „Da werden wieder Probleme sein, weil durch den Abstand bei einigen auch nur sehr wenige Leute hin dürfen. Und es kann ja auch nicht jedes Restaurant eine Terrasse haben. Und dann werden viele Restaurantbesitzer enttäuscht sein.“

„Ich muss sagen, ich bedauere die Gastwirte. Alle haben investiert und haben diese Plexiglasscheiben zwischen den Tischen gemacht. Ich frage mich manchmal, wo der Unterschied ist, wenn man in einem Supermarkt ist. Da hat man auch die Leute nah um sich. Ob man jetzt an einem Tisch sitzt oder einkaufen geht. Ich finde da nicht wirklich so einen Unterschied. Es müsste schon langsam wieder erlaubt sein, denn es stehen viele Existenzen auf dem Spiel.“

„Es wäre ja nötig, dass die auch nochmal ein bisschen Geld verdienen. Wenn einer davon lebt, ist es ja schon schwierig. Und wenn es regnet, kann man sowieso nicht draußen sitzen. Hundertprozentig ist diese Lösung auch noch nicht“, findet ein anderer.

Allgemeiner Tenor: Hoffen wir das Beste. Manch einer setzt auch auf die steigenden Temperaturen. „Lassen wir den April mal vorbei sein. Dann hoffen wir, dass es mit der Sonne besser werden wird.“

ale/km