Bütgenbach: Brunnenanschluss soll Wassertransporte überflüssig machen

Die Gemeinde Bütgenbach lässt die beiden Bohrbrunnen P5 und P6 an die Rohwasserleitung "Regenberg/Schlangenvenn" anschließen. Das soll möglichst bald die Tankwagentransporte von Trinkwasser bei Trockenheit überflüssig machen.

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Die Trinkwasserversorgung war wieder Thema im Bütgenbacher Gemeinderat (Bild: Stephan Pesch/BRF).

Bütgenbachs Wasserschöffe Charles Servaty (FBL) rechnete vor, dass durch den Anschluss der beiden ergiebigen Bohrbrunnen zehn bis 15 Kubikmeter mehr pro Stunde in die Trinkwasseraufbereitungsanlage geleitet und von dort aus verteilt werden könnten. Das mache 240 bis 360 Kubikmeter am Tag.

Er hoffe, dass sich noch in diesem Jahr das Bild der Wassertransporte aus den trockenen Jahren 2018 bis 2020 erübrige.

Hermann-Josef Pauels (FDG) stutzte, dass die Arbeiten dann ja schon im August oder September fertig sein müssten. Servaty gab ihm recht, dass es „sehr sportlich“ wäre. Die Gemeinde wolle aber nichts unversucht lassen.

Bürgermeister Daniel Franzen (FBL) ergänzte, dass der Auftrag so schnell wie möglich ausgeschrieben werden soll, damit das Wasser auch so bald wie möglich in die Leitung fließen könne.

300.000 Euro für Wegeunterhalt

Der Gemeinderat genehmigte auch die Wegeunterhaltsarbeiten für das laufende Jahr. Dafür sind im Haushalt 300.000 Euro vorgesehen. „Das ist leider wieder ein kleines Budget“, räumte Schöffe Stéphan Noël (ZGG) ein. Die Mehrheit werde aber versuchen, bei der Haushaltsanpassung ein weiteres Straßenbauprojekt anzustoßen – „im Rahmen des Möglichen“, so Noël.

Neben Straßen in Bütgenbach (am Marktplatz vor der Kirche), Weywertz (Zur Weddem), Berg (An der Lei) und Nidrum (eine Sackgasse Am Winterborn) steht die Wirtzfelder Straße in Elsenborn auf dem Programm. Dort sollen auch Pflastersteine entnommen, zwischengelagert und später anderswo nach Bedarf eingesetzt werden.

Elmar Heindrichs (FDG) merkte genüsslich an, dass der Bütgenbacher Gemeinderat schon im Februar 2011 beschlossen habe, die Pflastersteine entfernen zu lassen. Ein paar Monate später habe das Gemeindekollegium, „allen voran der damalige Bauschöffe“ Charles Servaty entschieden, sie doch nicht zu entfernen und die Straße so zu erneuern.

Daraufhin habe das ausführende Unternehmen aber keine Garantie übernommen – und die Straße habe nicht gehalten. „Das ist ein Negativbeispiel par excellence“, führte Heindrichs aus. „Ich hoffe, Sie haben Ihre Lektion gelernt, so dass der Gemeinderat nicht noch ein drittes Mal die Entfernung der Pflastersteine aus der Wirtzfelder Straße beschließen muss.“

Stephan Pesch

Ein Kommentar
  1. Joachim Wahl

    Es sei die Frage erlaubt, warum bei Finanzknappheit in Küchelscheid der Gemeinderat momentan alle 20 Meter ein Kanalrevisionsschacht oder was auch immer angelegen lässt? Ebenso vermisst man eine striktere Ahndung der Flächenversiegelung. Irgendwoher müssen die 360 Kubikmeter ja schliesslich kommen.