Gemeinderat Lontzen: Resolution zum Bahnhof von Welkenraedt

Der Lontzener Gemeinderat hat sich Montagabend nicht wie üblich in der Mehrzweckhalle Herbesthal versammelt, sondern in der Hubertushalle in Lontzen. Auf der Tagesordnung stand neben der Genehmigung einer archäologischen Ausgrabung auch die Verabschiedung einer Resolution gegen ein Vorhaben der SNCB.

Der Gemeinderat von Lontzen hat sich Montagabend in der Hubertushalle versammelt (Bild: Dogan Malicki/BRF)

Der Gemeinderat von Lontzen hat sich Montagabend in der Hubertushalle versammelt (Bild: Dogan Malicki/BRF)

Anfang Februar beschloss die Bahngesellschaft SNCB, die Öffnungszeiten von insgesamt 37 Fahrkarten-Schaltern zu reduzieren. Von den verringerten Öffnungszeiten ist auch der Welkenraedter Bahnhof betroffen.

Lontzens Bürgermeister Thevissen (Energie) betonte, dass der fehlende persönliche Kontakt zu den Mitarbeitern in erster Linie ältere Menschen betreffe und die digitale Kluft dadurch verstärkt werde. Gemeinsam mit der Gemeinde Welkenraedt wird eine entsprechende Resolution an die SNCB und dem föderalen Minister für Mobilität zugestellt.

Darüber hinaus stimmte die Gemeinde Lontzen einer archäologischen Ausgrabung im Freyenter Wald in Eynatten zu. In dem Waldstück, das der Lontzener Gemeinde gehört, wurden zwischen 1964 und 2010 Spuren gefunden, die auf eine römische Villa aus dem Jahr 300 n. Chr. deuten.

In Zusammenarbeit mit der Universität Lüttich werden voraussichtlich im Juli dieses Jahres weitere Ausgrabungen vorgenommen. Potenzielle Ausgrabungs-Stücke wird die Gemeinde Museen, wie z. B. dem Raerener Töpfereimuseum, zur Verfügung stellen.

Dogan Malicki