Arboretum in der Gemeinde Büllingen: Baum- und Straucharten entlang des Ravels kennen lernen

Natur pur - so kennt man den Ravel-Weg in Ostbelgien. Doch an welche Baum- und Pflanzenart man gerade vorbeiradelt beziehungsweise -spaziert, ist einem nicht immer klar. Das ändert sich jetzt zumindest an einem Teilstück des Ravels zwischen Honsfeld und Wirtzfeld. Dort hat die Gemeinde Büllingen ein Arboretum gestaltet: Das ist eine Sammlung verschiedener Baum- und Straucharten.

Arboretum in der Gemeinde Büllingen: Baum- und Straucharten entlang des Ravels kennen lernen (Bild: Raffaela Schaus/BRF)

Arboretum in der Gemeinde Büllingen: Baum- und Straucharten entlang des Ravels kennen lernen (Bild: Raffaela Schaus/BRF)

Ideales Ravel-Wetter in Büllingen, der Gemeinde der Bäume. Genau darum dreht sich das Arboretum: die Baum- und Strauchsammlung entlang des Ravels. 22 Baumarten und verschiedene Hecken befinden sich auf dem fünf Kilometer langen Teilstück – zwischen Wirtzfeld und Honsfeld.

Die Idee zu dem Arboretum entstand vor zwei Jahren – in der öffentlichen Kommission der ländlichen Entwicklung. Die Umsetzung hat der Bauhof übernommen, erklärt Schöffe Michael Schmitt: „Die konkrete Pflanzung letzten Herbst war geplant mit den Primarschulen. Doch der Bauhof hat alleine pflanzen müssen. Diese Woche und vielleicht nächste Woche ist die Endphase.“

Hier soll das Aboretum jedenfalls den Ravel interessanter machen, aber auch Passanten die einheimische Artenvielfalt näherbringen: Welche Hecke könnte ich in meinem Garten anpflanzen? Und wie sieht eigentlich eine Blutbuche im Vergleich zu einer Rotbuche aus? All das kann man sich hier entlang des Ravels – ganz beiläufig – anschauen. Bei der Auswahl der Pflanzen war auch auch Jérome Brüls beteiligt, Projektleiter vom Naturpark Hohes Venn-Eifel.

Die Pflanzen wurden über ein Leader-Projekt finanziert, die Schilder wiederum über Interreg. Einige Baumarten befanden sich aber schon entlang der Strecke. Den neu gepflanzten Bäumen und Sträuchern sieht man natürlich an, dass sie noch jung sind. Dazu Schöffe Michael Schmitt: „Momentan sind es  kleine Pflanzen, ich denke in zwei, drei Jahren ist es ein ganz anderes Bild.“

Die Begeisterung für Bäume wird in der Gemeinde Büllingen also vielleicht sogar noch weiter wachsen.

Raffaela Schaus

6 Kommentare
  1. Jean-Pierre DRESCHER

    Zusätzliche Bäume an der Fahrbahn wird jedoch auch bedeuten, dass man wieder regelmäßig mit der Kehrmaschine dass nasse Laub bei unserem mittlerweile praktisch ganzjährig feuchten Standardwetter ständig neu beseitigen muss.

    Wo ich mich sowieso frage mit welchem Sinn wo doch in Belgien und der DG praktisch fast nichts als Wald und Wiese an jedem Quadratmeter existiert. Wären die Bäume nicht besser aufgehoben in den BRD-Großstadtghettos, Holland oder Luxemburg wo derzeit vieles Stadtgrün verschwindet?

    Ferner beschädigt Nasses Laub in Verbindung mit Schlamm und Matsch nicht nur die empfindlichen Fahrräder mit den heute verbauten Einzelteilen aus billigem Leichtmetall sondern kann auch lebensgefährliche Unfälle durch Rutschgefahr provozieren.

    Analog zu dem Sprichwort „Reichtum verpflichtet“ gilt das auch für extreme Bepflanzungen an Verkehrswegen bzw. Sportstätten.

  2. Claude Boemer

    Man kann auch an allem rumnörgeln Herr Drescher.

  3. Dieter Leonard

    Ja, Herr Drescher, Sie haben vollkommen Recht.
    Da der Ravel und andere Fahrradweg oftmals von Bäumen gesäumt sind oder gar mitten durch den Wald führen, wäre es angebracht auch diese Bäume zu entfernen, damit die “empfindlichen Fahrräder mit den heute verbauten Einzelteilen aus billigem Leichtmetall” keinen Schaden nehmen und keine “Rutschgefahr” mehr besteht.
    Die Gemeinde Büllingen wird ihre Anregung, diese Bäume nicht entlang des Ravels sondern in den “BRD-Großstadtghettos, Holland und Luxemburg” anzupflanzen sicher gerne aufgreifen.
    Es geht schließlich nichts über den gesunden Menschenverstand mitdenkender Bürger. Vielen Dank!

  4. Norbert Schleck

    Solche didaktischen Initiativen sind sehr zu begrüßen. Nicht nur der Städter, sondern auch die Landbevölkerung verliert mehr und mehr den direkten Zugang zur Natur.
    Während wir als Kinder jeden Tag draußen spielten und „herumstromerten“ und selbstverständlich als Bauernkinder sehr früh in das Landleben eingebunden wurden, sieht auch ein Dorfkind nicht mehr viel von der Natur.

    Es bleibt zu hoffen, dass diesem Arboretum ein besseres Schicksal beschieden sein wird als dem, das sich dem Blick längs der Autobahn zwischen Düren und Kerpen bietet. Man hatte die Idee, dort an kargen, zu trockenen Hängen Anpflanzungen mit dem jeweiligen „Baum des Jahres“ vorzunehmen. Inzwischen sind die ersten Bäume bereits vertrocknet. 250.000 € soll diese Maßnahme gekostet haben.

    Ja, Herr Leonard, auf Herrn Dreschers Kommentar kann man nur mit Sarkasmus reagieren.

  5. Klaus Schülting

    @ Jean-Pierre Drescher
    Was Sie schreiben, ist doch Satire, oder?
    Anders kann ich mir solche Gedankengänge nicht erklären.
    Ich weiß auch nicht, wie Sie auf die Feststellung kommen, daß in Deutschland, Holland und Luxemburg relativ mehr „Großstadt Ghettos“ existieren sollen als in Belgien.
    Als jemand, der viel in diesen exotischen Ländern unterwegs ist, habe ich eher den Eindruck, daß in Belgien deutlich mehr Grün verschwindet und Großstadtghettos existieren.

  6. Dieter Leonard

    Ja, Herr Schleck, ich setze mich jetzt auf mein Rad aus Einzelheiten aus billigem Leichtmetall und werde durch die Gegend “stromern”.
    Werde natürlich aufpassen, dass ich nicht ausrutsche und das Leichtmetall keinen Schaden nimmt. Versprochen!😉