Internethandel in der Region: Eiflerin eröffnet eigenen Online-Shop

Spätestens seit Corona erfährt Online-Shopping einen regelrechten Boom. Denn während der Einzelhandel zwischenzeitlich immer wieder die Türen schließen muss, bleibt das Geschäft im Netz rund um die Uhr geöffnet. Vor allem in der Bekleidungsindustrie tummelt sich im Internet ein regelrechtes Überangebot. Mutig, wer da neu einsteigt! Genau das hat sich jedoch jetzt die Ostbelgierin Anne Veithen getraut.

Anne Veithen (Bild: Sarah Dederichs/BRF)

Bild: Sarah Dederichs/BRF

Für Anne Veithen fängt samstags eine Art zweite Arbeitswoche an. Denn die Eiflerin betreibt seit Anfang des Monats einen eigenen Online-Shop – und das neben einer Vollzeitbeschäftigung. Für die Jungunternehmerin ist der Shop die Mühe jedoch wert, denn mit Veia hat sie sich einen Traum erfüllt.

„Es fing alles damit an, als ich angefangen habe, selber online zu shoppen. Das war, als ich anfing zu arbeiten“, erinnert sie sich. „Ich bin den Shops auf Instagram gefolgt und habe gesehen, dass auch kleinere Online-Shops existieren und nicht nur diese Riesengiganten. Das hat mich irgendwie begeistert und so kam mir dann die Idee, das selber zu machen. Es gibt natürlich sehr viel Konkurrenz auf dem Markt, aber ich bekam es einfach nicht mehr aus meinem Kopf.“

Und so entstand die Idee mit dem Online-Shop. Dabei wurde auch die Familie kurzerhand miteingespannt. So verwandelt sich der Keller bei den Eltern zwischenzeitlich in ein Fotostudio. Denn für die Webseite müssen natürlich alle Kleidungsstücke einmal in Szene gesetzt werden.

Gar nicht so einfach, wenn man dazu gar keinen Fotografen zur Hand hat, aber Anne Veithen weiß sich zu helfen: mit Selbstauslöser. „Das ist natürlich ein bisschen kompliziert“, erzählt sie. „Ich muss halt immer wieder zur Kamera hingehen und schauen, ob die Fotos gut sind, ob sie scharf sind, ob sie nicht überbelichtet sind oder unterbelichtet. Wenn ich die Perspektive wechseln möchte, muss ich das Stativ immer verschieben. Das ist schon ein bisschen aufwändiger, aber gut, es klappt!“

Wenn die Kleider einmal im Kasten sind, geht es zu Anne Veithen nach Hause. Von hier aus werden alle Bilder auf die Webseite gestellt und die Bestellungen abgewickelt. Was einst das Büro war, dient jetzt als Lager und Verpackungsstation.

Die Ware bestellt Anne Veithen auf dem Großmarkt. Coronabedingt gestaltet sich das gerade jedoch etwas anders als normalerweise. „Ich kaufe meine Ware vor allem in Paris ein. Da sollte ich eigentlich auch hinfahren. Ich hatte schon ein Hotel gebucht. Im November war das. Aber dann hat Corona mir einen Strich durch die Rechnung gemacht“, bedauert sie. „Ich habe dann online bestellt in Paris bei einer Plattform, wo die Händler ihre Ware anbieten. Es wäre schon schön, wenn man vor Ort die Ware aussuchen kann. Ich muss ja auch mal meine Marken kennenlernen und wissen, welche Marke gut arbeitet, eine guten Qualität hat und welche eher nicht.“

Anne Veithen (Bild: Sarah Dederichs/BRF)

Bild: Sarah Dederichs/BRF

Aktuell besuchen vor allem Anne Veithens Bekanntenkreis ihren Online-Shop. Die Unternehmerin hofft, künftig natürlich auch überregional Kundschaft anzulocken. Als Hauptwerbung setzt sie dabei auf Instagram. Und das hat auch einen guten Grund, denn dort erreicht sie ihr Zielpublikum. „Es kann eigentlich jeder bei mir einkaufen, der will und die Kleidung schön findet. Ich denke, es spricht aber vor allem junge Frauen an – es ist so ein bisschen ‚young fashion‘. Wenn jetzt aber auch ältere Frauen die Kleidung schön finden, können sie sie natürlich gerne kaufen und anziehen.“

Seit gut drei Wochen ist Veia jetzt online. Ob das Projekt Online-Shop gelingt, wird die Zukunft zeigen.

Sarah Dederichs

Ein Kommentar
  1. Claudia Gottschling

    Eine tolle Idee und die Umsetzung ist auch gut gelungen. Ich wünsche dieser motivierten und kreativen jungen Frau viel Erfolg mit ihrem online shop!!