Mehr als 75.000 Euro für die Krebshilfe im Süden Ostbelgiens

Die VoG "Hilfe für Krebskranke im Süden Ostbelgiens" hat in diesem Jahr corona-bedingt die Veranstaltung zum Tag der Krebshilfe absagen müssen. Ihre Telefonspendenaktion fand aber breite Unterstützung: Bis Sonntagabend wurden 75.409 Euro an Spendenversprechen registriert.

VoG "Hilfe für Krebskranke im Süden Ostbelgiens" bittet um Unterstützung (Archivbild: BRF Fernsehen)

VoG "Hilfe für Krebskranke im Süden Ostbelgiens" bittet um Unterstützung (Archivbild: BRF Fernsehen)

Privatleute, Vereine und Betriebe aus den Gemeinden Amel, Burg-Reuland, Büllingen, Bütgenbach, Malmedy, St. Vith und Weismes meldeten sich den ganzen Sonntag lang unter der zentralen Rufnummer. Neben vielen kleineren Beträgen wurden immer wieder auch Spenden von bis zu 1000 Euro versprochen.

In den kommenden Tagen müssen die versprochenen Summen auf das Konto BE73 7333 0000 4660 der Krebshilfe überwiesen werden. Auch nach Abschluss der Aktion kann weiter auf das Konto gespendet werden.

Dank für Spenden in schwieriger Zeit

„Wir danken all unseren Spendern ganz herzlich für ihre Großzügigkeit besonders im Namen unserer Dialyse- und Krebspatienten“, teilte der Vorstand der VoG noch am Abend mit. „Sie haben uns mit dieser Spendenfreudigkeit in dieser für jeden von uns schwierigen Zeit sehr überrascht.“
Der Tag der Krebshilfe sollte zum 31. Mal stattfinden. Allerdings machte die Corona-Pandemie die Durchführung einer Benefizveranstaltung wie in den zurückliegenden Jahren unmöglich.
Dort waren zuletzt immer um die 10.000 Euro zusammenkommen, wie Liliane Müller-Parisse, Gründerin und Vorsitzende der VoG, im Vorfeld erklärte.

Steigende Ausgaben wegen Corona

Nun musste sie auf diese wie auf andere Einnahmen in diesem Jahr coronabedingt verzichten. Auf der anderen Seite stiegen die Ausgaben, nicht zuletzt, weil zeitweise nur ein Krebspatient pro Fahrzeug zur Untersuchung oder Behandlung gebracht werden durfte. Neben dem reinen Spritverbrauch wuchsen so auch die Kosten für den Unterhalt der Fahrzeuge.

In der Zwischenzeit wurden die Fahrzeuge mit Plexiglas-Scheiben ausgestattet. Sowieso gilt für Fahrer wie Passagiere die Verpflichtung, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Mit den Spenden wird in erster Linie der Fahrdienst finanziert. Ein Fahrzeug musste im September ersetzt werden, ein weiteres im kommenden Monat.

Stephan Pesch