Wanderer unterstützen Ranger in Malawi

Am Wochenende sind rund 25 Wanderer dem Aufruf von Alexandra Mackels gefolgt. Sie haben dem Regen getrotzt und waren für die Wildlife Action Group in Malawi unterwegs. Am Sonntag ist dann die 2.000-Euro-Spendenmarke geknackt worden.

Wanderung Malawi

Bild: Chantal Scheuren/BRF

Alexandra Mackels hat im Busch in Malawi gelebt – ohne Strom und Wasser. Das kennen die meisten von uns nicht aus ihrem Alltag. Die Frau aus Wirtzfeld war ehrenamtlich für die Wildlife Action Group tätig und hat die Arbeit der Ranger kennengelernt.

Die Wildlife Action Group möchte auf die Not und die Arbeit der Wildhüter aufmerksam machen, erklärt Alexandra Mackels: „Die Ranger selber patrouillieren in den Reservaten, um Wildtiere zu schützen vor Wilderern, die versuchen, diese illegal zu jagen. Abholzung ist auch ein großes Thema, und sie versuchen, das ganze Reservat zu schützen, also Natur und Tier.“

Seit Corona fehlen Spenden und Einnahmen aus dem Tourismus. Am Wochenende haben 25 Menschen eine Charity-Wanderung gemacht. Mit einer kleineren Runde um den Bütgenbacher See und einer großen Runde von 21 Kilometer haben sie Spenden gesammelt.

In Afrika laufen 88 Ranger-Teams 21 Kilometer durch ihr Reservat. Auf dem Rücken tragen sie 25 kg schwere Rucksäcke mit der Ausrüstung, die sie bei der Arbeit im Busch brauchen. Weltweit laufen oder gehen Menschen aus Solidarität mit. So auch die Mitstreiter in Ostbelgien:

„Es gibt eine Aktion, die nennt sich Ostbelgien für Malawi. Mit der wollen wir aufmerksam machen auf die Lage in Afrika. Die Leute sind dort besonders von der Covid-Krise bedroht. Es gibt dort nicht mehr viele Gelder, und deshalb wandern wir durch das schöne Ostbelgien. Um darauf aufmerksam zu machen, und vor allem um Spenden zu sammeln“, erklärt Mackels.

Spenden über Facebook funktioniert aus technischen Gründen nicht. Deshalb kann auch eine Spende per Banküberweisung abgegeben werden:

Name: Alexandra Mackels
IBAN: DE32370502991000228917
BIC: COKSDE33XXX
Betreff: Ostbelgien fuer Malawi

Chantal Scheuren

Ein Kommentar
  1. Yves Tychon

    Eine ausgezeichnete Initiative, liebe Frau Mackels. Vor zwei Jahren war ich in Malawi und kann bestätigen, dass in einem Land ohne nennenswerte Bodenschätze und begrenzten landwirtschaftlichen Ressourcen der Tourismus ein wesentliches Standbein ist. Fällt er weg, lauert eine Hungersnot !
    Die Armut ist ohnehin größer als in den allermeisten Ländern: Kinder betteln… aber nicht etwa um Geld, sondern um eine leere (!) Wasserflasche aus Kunststoff zu bekommen, damit sie Trinkwasser für den langen Schulweg mitnehmen können. Trinkwasser ist meistens in den Dörfern vorhanden, aber so teuer, dass es wirklich nur zum Trinken und Kochen benutzt wird, für alles andere geht man an den See.
    Bevor nun jemand die Mär von der afrikanischen Bananenrepublik auftischt: Googeln Sie mal Tippex-Affäre, dann erfahren Sie, wie die Malawier einen unverschämten Angriff auf ihre Demokratie erfolgreich abgewehrt haben!
    Also: Wenn Sie es sich leisten können, spenden Sie bitte für Malawi, das Geld ist gut angelegt!