Corona-Krise: Gute Beispiele für Nachbarschafts- und Bürgerhilfe

Die Corona-Pandemie weitet sich aus und auch Ostbelgier sind verunsichert und stark in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Doch es entstehen auch Initiativen der gegenseitigen Hilfe und Unterstützung, die Hoffnung und Mut machen. Die Arbeitsgruppe Dorfentwicklung bestehend aus den Ländlichen Gilden, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ostbelgien, dem Naturpark Hohes Venn-Eifel und der Ländlichen Stiftung der Wallonie beschäftigen sich mit dem Bürgerengagement in unseren Dörfern und Vierteln in Ostbelgien.

Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / Marina Appel

Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / Marina Appel

„Wir sind im Internet auf viele Dinge gestoßen“, sagt Gerd Brüls, Bezirksleiter der ländlichen Gilden. Manches ist kreativ und witzig, anderes eher herzerwärmend: Die Dorfbewohner helfen sich gegenseitig.

„Manche gehen organisiert vor und verteilen Wurfzettel, um beispielsweise für ältere Leute einkaufen zu gehen“, so Brüls. Alle gefundenen Aktionen listen Brüls und seine Kollegen online auf. Vollständig ist die Liste sicherlich noch nicht: „Wir haben bisher einfach nur gestöbert. Wir wären froh, wenn sich noch weitere Menschen melden mit Aktionen aus ihrer Gegend. Die Seite soll andere inspirieren, ähnliches zu tun.“

Es geht um alle Generationen, die momentan physisch nicht zusammen sein können. Trotzdem passt man – mit genügend Abstand – aufeinander auf. „Doch nicht jeder hat Zugang zum Internet. Also lautet der Appell, diese Initiativen auch mündlich weiterzutragen“, erklärt Gerd Brüls.

Gerd Brüls weiß aus eigener Erfahrung, dass die aktuelle Situation zum Umdenken einlädt. „Wir können gerade keine Veranstaltungen machen. Daher müssen wir etwas neues machen: Zum Beispiel Online-Vorträge und -Kurse.“ Vielleicht können sich noch neue Dinge entwickeln in Sachen Kreativität und Digitalisierung, findet Gerd Brüls. Trotz der schwierigen Situation gibt es also Lichtblicke und Hoffnung für die Zukunft.

ar/rasch