Impulsreferat in Prüm: „(Wie) kann man heute noch Werte vermitteln?“

Neujahrsempfänge, wie sie derzeit in vielen Firmen, Einrichtungen oder politischen Körperschaften stattfinden, dienen natürlich dem geselligen Beisammensein. Sie sind aber auch eine Art Standortbestimmung. In Prüm lud die Verbandsgemeinde nun schon zum 29. Neujahrsgespräch ein.

Armin Schneider (Mitte) neben Aloysius Söhngen (im Hintergrund St. Viths Bürgermeister Herbert Grommes) (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Armin Schneider (Mitte) neben Aloysius Söhngen (im Hintergrund St. Viths Bürgermeister Herbert Grommes) (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Beim Neujahrsgespräch in Prüm gelingt es Bürgermeister Aloysius Söhngen immer wieder, hochkarätige Referenten zu gewinnen. Den ersten Gastvortrag hatte Anfang der 90er Jahre übrigens der frühere Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Joseph Maraite, gehalten.

In diesem Jahr sprach Professor Armin Schneider von der Hochschule Koblenz zum Thema: „Wie kann man heute noch Werte vermitteln?“.

Keine leichte Frage, wie er im Anschluss an den Vortrag im BRF-Interview erklärte: „Wenn das alles so einfach wäre. Mir war es wichtig, nochmal darauf hinzuweisen, dass vieles durch Vorbild passiert und wir sehr stark auf unser Handeln achten müssen. Wir können nie perfekt sein – und müssen immer wieder gucken, wo wir selber Fehler machen und wie wir aus Fehlern lernen können“, so Schneider.

„Eine andere Sache, die oft vernachlässigt wird, ist die: Wir sind tagein tagaus in vielen Organisationen – und auch da passiert Lernen. Natürlich ist Lernen eine ganz wichtige Sache. Werte werden zugrunde gelegt in der Kindheit und Jugend, aber das geht nicht nach Trichter-Methode. Wesentlich wichtiger ist, die Werte auch zu leben.“

Prof. Dr. Armin Schneider referierte in Prüm über die Vermittlung von Werten (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Prof. Dr. Armin Schneider referierte in Prüm über die Vermittlung von Werten (Bild: Stephan Pesch/BRF)

sp/mg

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150