Ardennenoffensive: „Gegen das Vergessen“ auf Rodder Höhe

Die Ardennenoffensive hat Ostbelgien auf ewig gezeichnet. St. Vith wurde im Winter 1944 dem Erdboden gleich gemacht, Malmedy wurde drei Mal bombardiert und kaum eine Familie wurde von den Wirren und vor allem von den Gräueln des Zweiten Weltkrieges verschont. In diesen Tagen geht es darum, die Erinnerung wach zu halten - damit die nachfolgenden Generationen vor allem eine Botschaft verinnerlichen: "Nie wieder Krieg!"

Auf den Tag genau vor 75 Jahren fielen zum Beginn der Ardennenoffensive die ersten Schüsse auf der Rodder Höhe oberhalb von Wirtzfeld. Deutsche Soldaten und die alliierten Truppen lieferten sich einen erbitterten Stellungskampf.

2008 ließ das Militärlager Elsenborn an dieser Stelle ein Mahnmal „Gegen das Vergessen“ errichten.

Zum Gedenken waren am Montag Büllingens Bürgermeister Friedhelm Wirtz, der Lagerkommandant von Elsenborn, Pascal Thunus, und zahlreiche Ehrengäste zusammengekommen. Kinder aus der Grundschule Wirtzfeld und Rocherath-Krinkelt legten am Denkmal weiße Rosen nieder. Dabei war die Botschaft klar: Nie wieder soll es Krieg geben.

Bürgermeister Friedhelm Wirtz richtete sich vor allem an die jungen Generationen, sich nicht von Populisten vereinnehmen zu lassen. Denn genau so, mit Populismus, habe auch die Naziherrschaft begonnen. Wirtz erinnerte auch an die Opfer des Krieges: Hinter jedem Gefallenen stecke ein schreckliches Einzelschicksal mit einer ganz eigenen Geschichte.

Und das Gedenken ist auch in Zukunft gesichert: Gemeinsam mit den Verantwortlichen des Lagers Elsenborn habe man sich darauf geeinigt, weiterhin jedes Jahr am 16. Dezember an den Beginn der Ardennenoffensive zu erinnern, sagte Bürgermeister Friedhelm Wirtz.

Simonne Doepgen

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