Tivoli in St. Vith: Tankstellen-Projekt erstmal verweigert

Das Gebäude des ehemaligen "Tivoli" in St. Vith-Metz darf vorerst nicht abgerissen werden, um dort eine Tankstelle zu errichten. So hat es das St. Vither Gemeindekollegium entschieden.

Zuerst war es eine Diskothek, später eine Pizzeria. Nun steht der Tivoli in St. Vith-Metz schon seit Langem leer. Dieses Jahr interessierte sich dann ein großer Investor für das Gelände. E.G. Retail wollte das Gebäude abreißen und dort eine Tankstelle mit Geschäft und Restaurant errichten.

Das St. Vither Gemeinde-Kollegium hat sich nun klar dagegen entschieden. Grund: die angespannte Verkehrslage am Standort.

„Durch die Luxemburger Straße gibt es schon eine problematische Verkehrslage. Aber auch die Platzverhältnisse vor Ort sind sehr beengt“, erklärt Schöffe Roland Gilson. „Der Bauherr hatte neben der Tankstelle auch noch einen Shop und ein Restaurant geplant, was schon sehr viel Programm war für diese kleine Fläche. Da wäre es zwangsläufig zu Konflikten gekommen.“

Bedenken zum Projekt gab es nicht nur vom Kollegium, sondern zuvor schon seitens der Anwohner. Fast 40 Einsprüche waren aus der Nachbarschaft eingegangen, die sich um die belebte Verkehrslage Sorgen macht.

Bis zum 16. Dezember hat das Unternehmen Zeit, gegen die Entscheidung des Kollegiums Berufung einzulegen

"Tivoli" auf Metz bei St. Vith (Bild: Raffaela Schaus/BRF)

Bild: Raffaela Schaus/BRF

rasch/km

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Ein Kommentar
  1. Erik Markens

    Daraus schließe ich, dass bei E.G. Retail keine besonders hellen Köpfe sitzen.

    Wissen die überhaupt wo Sankt Vith liegt?
    Zum einen liegt Luxemburg mit deutlich günstigeren Kraftstoffpreisen für alle Bewohner nur wenige Kilometer entfernt, zum anderen kommen 80% der N62-Autofahrer gerade von ihrer Arbeit aus Luxemburg (und haben dabei mindestens zwei luxemburgische Tankstellen passiert)…

    Völlig schwachsinniges Projekt…

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