Staatsarchiv in Eupen feiert 30-jähriges Bestehen

Das Staatsarchiv in Eupen hat am Mittwochnachmittag mit einem Festakt im Kloster Heidberg sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Am 28. November 1989 konnte es durch ein Abkommen zwischen dem föderalen Staatsarchiv, der Deutschsprachigen Gemeinschaft und der Stadt Eupen seine Arbeit aufnehmen. Zum Jubiläum kamen unter anderem der damalige Innenminister Louis Tobback und der frühere Ministerpräsident Joseph Maraite, die das Abkommen unterzeichnet hatten.

30 Jahre Staatsarchiv in Eupen: Joseph Maraite, der ehemalige Innenminister Louis Tobback und Dr. Alfred Minke (Bild: Stephan Pesch/BRF)

30 Jahre Staatsarchiv in Eupen: Joseph Maraite, der ehemalige Innenminister Louis Tobback und Dr. Alfred Minke (vl) (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Besonders gedankt wurde beim Festakt Dr. Alfred Minke als dem Impulsgeber und langjährigen Leiter des Staatsarchivs. Er war damals Schöffe in Eupen: „Ein Staatsarchiv nach Eupen zu bekommen, das war eine lange Geschichte. Wir haben zwei Jahre lang gekämpft, um die zentrale Behörde zu überzeugen, dass es absolut notwendig war“, erinnert er sich. Es gab damals sogar Bestrebungen, den Standort in die Eifel zu legen.

Das Staatsarchiv widmet sich zum einen dem Bewahren historischer Quellen, aber auch die Nutzung ist lebhaft: Viele Publikationen sind außerhalb der DG erschienen. „Die Digitalisierung hat enorme Fortschritte gebracht und erleichtert die Nutzung enorm“, erklärt Dr. Minke.

Der seit langem geplante Umzug des Staatsarchivs in das frühere Gebäude des Parlaments am Eupener Kaperberg ist nach einigem Hin und Her in trockenen Tüchern. Beim Festakt kündigte Ministerpräsident Oliver Paasch an, dass die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft das Gebäude am Donnerstag per Beschluss für 1,1 Millionen Euro an die Gebäuderegie veräußert.

Mit den Um- und Ausbauarbeiten soll dann im kommenden Jahr begonnen werden. „Ich dachte, das mit dem Bau würde schneller gehen“, findet Dr. Minke. „Doch jetzt ist ja endlich Land in Sicht. Und es geht nun in Richtung einer Lösung, die ich damals kurz vor meiner Rente noch mit anstoßen durfte.“

sp/rasch

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