Gelebte Inklusion an der Gemeinsamen Grundschule Bütgenbach

In Ostbelgien sollten Förderschulen die treibende Kraft bei der Inklusion sein. Das sagt Dirk Schleihs vom Zentrum für Förderpädagogik. Schüler mit Beeinträchtigung sollen gemeinsam mit Regelschülern unterrichtet werden. An einigen Schulen in Ostbelgien ist das längst Alltag. So zum Beispiel an der Gemeinsamen Grundschule Bütgenbach.

Grundschule Bütgenbach (Bild: Manuel Zimmermann/BRF)

Grundschule Bütgenbach (Bild: Manuel Zimmermann/BRF)

Im inklusiven Unterricht lernen Regel- und Förderschüler gemeinsam. An der Gemeinsamen Grundschule Bütgenbach ist das seit fünf Jahren Alltag.

Dirk Schleihs, Leiter des Zentrums für Förderpädagogik, beschreibt, wie in inklusiven Klassen unterrichtet wird: „Wir haben versucht, hier in Bütgenbach einen gemeinsamen Unterricht zu verwirklichen. Und wir möchten immer mehr in Richtung individuelle Förderung gehen. Das heißt: Den Förderbedürfnissen jedes einzelnen gerecht zu werden.“

Für das Zentrum für Förderpädagogik war von Anfang an klar, dass durch das Projekt sowohl für Förderschüler als auch für Regelschüler ein Mehrwert entstehen soll. „Alle Maßnahmen, die eine Schule für Förderbedürftige auf Ebene der Pädagogik treffen kann, sind eigentlich gut für alle Schüler“ sagt Dirk Schleihs.

Um die Inklusion in der DG weiter zu fördern, will das Zentrum für Förderpädagogik vermehrt Kontakt herstellen zwischen Förder- und Regelschulen. „In Bütgenbach sind wir mit unserem Vorhaben schon sehr weit. In St. Vith steht jetzt auch eine Schulzusammenlegung an. Und auch in Eupen haben wir einen Campus, den wir beleben möchten.“

„Wir begleiten auch Regelschulen auf den Weg in Richtung inklusives Denken und Handeln“, erklärt Schleihs. Das macht das Zentrum für Förderpädagogik, indem es Integrationspersonal zur Verfügung stellt oder Lehrer coacht, um mit dem ein oder anderen Förderbedarf besser umgehen zu können.

cs/rasch

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2 Kommentare
  1. Jean-Pierre Wetzels

    Die Schule in Bütgenbach habe ich letztes Jahr besichtigt. Super, was dort entstanden ist! 🙂

  2. Peter Schallenberg

    Gerne schmücken sich Politiker und Schulleiter bild- und wortreich mit der Inklusion von Schülern mit und ohne Behinderung. Sieht gut aus, hört sich toll an. Und alle machen mit.

    Im Grunde genommen eine gute Sache, wenn man es nicht so stümperhaft und halbherzig macht wie in Nordrhein- Westfalen. Lehrer werden nicht ausgebildet oder vorbereitet sondern einfach ins kalte Wasser geschmissen. Mehr Lehr- oder Betreuungskräfte gibt es nicht im nötigen Ausmass, diese sind rar und sie könnten ja Geld kosten. Die Vorstellung, das Schüler ohne Behinderung ihren Mitschülern mit Behinderungen schon „irgendwie helfen würden“ erweist sich auch großflächig als Illusion. Die einen sind oft unterfordert, die anderen oft überfordert. Die Schüler werden auch nicht gefragt, warum auch?

    Wie so oft: die Fassade muss stimmen, Ob das den Schülern (egal ob mit oder ohne Behinderung) hilft, ist unerheblich. Nur Gut, das die derzeit gültige Ideologie nicht in Stein gemeißelt ist!

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