Gasexplosion in Lütticher Rue Léopold: Wer muss vor Gericht?

Der Prozess nach der Gasexplosion in der Lütticher Rue Léopold 2010 geht in die nächste Etappe.

Aufräumarbeiten nach Gasexplosion in Lütticher Rue Léopold (Bild: Michel Krakowski/Belga)

Aufräumarbeiten nach Gasexplosion in Lütticher Rue Léopold (Bild: Michel Krakowski/Belga)

Anfang November will die Anklagekammer entscheiden, wer sich noch vor dem Lütticher Strafgericht verantworten muss. Bislang sind das der Hausbesitzer, ein Präventionsberater der Stadt Lüttich und die für die Feuerwehr zuständige Interkommunale.

Bürgermeister Willy Demeyer als Vorsitzender des Direktionskomitees der ehemaligen Lütticher Gasgesellschaft ALG, deren Rechtsnachfolgerin Resa sowie zwei Beamte der Stadt müssen bislang nicht vor Gericht. Dagegen haben die Angehörigen der Opfer Berufung eingelegt. Deshalb entscheidet die Anklagekammer erneut in dieser Frage. Erst dann kann es zum Prozess kommen.

Der könnte 2020, zehn Jahre nach dem Unglück, beginnen. Beobachter gehen davon aus, dass am Ende niemand strafrechtlich verurteilt wird, da nach Durchlauf aller möglichen Berufungsinstanzen die Taten verjährt sein werden. Allerdings bliebe noch ein zivilrechtliches Verfahren.

Bei der Explosion am 27. Januar 2010 kamen 14 Menschen ums Leben, darunter auch der damals 22-jährige Andy Terren aus Galhausen.

rtbf/vk