Sexueller Übergriff in Eupen: 180 Arbeitsstunden für Täter

Das Eupener Strafgericht hat am Mittwoch drei junge Männer zu jeweils 180 Arbeitsstunden verurteilt. Ihnen wird ein sexueller Übergriff im Jahr 2017 zur Last gelegt an einer damals 15-Jährigen auf einem Supermarktparkplatz in Eupen.

Justizgebäude Eupen (Bild: Julien Claessen/BRF)

Bild: Julien Claessen/BRF

Obwohl die junge Frau Prellungen am Körper hatte, bestritten die Männer eine Vergewaltigung und gaben an, die 15-Jährige habe schon vorher sexuellen Kontakt zu einem der Männer gehabt.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren gefordert. Vom Vorwurf der Vergewaltigung wurden die Männer frei gesprochen, jedoch ist der Vorwurf des sexuellen Übergriffs erwiesen. Neben den Arbeitsstunden, die sie leisten müsse, müssen sie das Opfer finanziell entschädigen.

Eine vierte Person wird separat strafrechtlich verfolgt, weil sie im April bei der Anhörung im Krankenhaus war.

belga/lo

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9 Kommentare
  1. Nancy Schmitz

    Da sind die Angeklagten aber gut weggekommen.

  2. Kaiser Manfred

    Wie hätte das Urteil wohl gelautet wenn der Richter der Vater wäre….

  3. Ahn Jessica

    Ja dann, ist aber ne tolle Bestrafung
    Lächerlich.. Arbeitsstunden 🤦‍♀️😢

  4. Philipp Weiss

    Wer werfe den ersten Stein? Das Mädchen wusste worauf es sich einliesss, Denke ich zumindest.

  5. Norbert Schleck

    „Wie hätte das Urteil wohl gelautet wenn der Richter der Vater wäre….“

    Die Frage ist ganz einfach zu beantworten: Er hätte kein Urteil sprechen können, da jeder Verteidiger des Angeklagten in einem solchen Fall sofort einen Antrag auf Befangenheit gestellt hätte, dem auch stattgegeben worden wäre.
    Der betreffende Richter hätte es aber mit Sicherheit schon im Voraus abgelehnt, den Prozess zu leiten, wenn daran überhaupt gedacht worden wäre.
    Man ernennt ja auch keine Angehörigen von Opfern und Tätern zu Geschworenen in einem Mordprozess.

  6. Gerd Meyer

    Ein “ Nein “ heute gesagt gegenüber jemanden ,
    der mit mir Sex oder Intimität haben will ,
    ist entscheidend .
    Das gestern ist schon vorbei und zählt nicht mehr als “ Erlaubnis „.

    Wichtig ist , ob Frau ( oder Mann ) in diesem Moment auch
    zusammen mit dem “ Fragenden“ Intim werden möchte .

    Wir haben heute die Freiheit für “ Ja “ oder “ Nein “ , auch in der Partnerschaft ,

    Wenn der andere das nicht respektiert , dann sind wir durch das Gesetz geschützt und können einfach aus dieser Begegnung gehen .

  7. Maria van Straelen

    Herr Weiss, ich bin erschüttert über Ihr Gedankengut ! Wissen Sie eigentlich, was Sie da gesagt haben? „Wer werfe den ertsen Stein“, ist ein Synonym für: „das haben wir doch alle schonmal gemacht“ – also bekennen Sie sich hier öffentlich zu einem Kinderschänder, oder was meinten Sie ? Dann Ihr unsäglicher 2. Satz: „Das Mädchen wußte worauf es sich einliess ?“ Hat Sie sich überhaupt eingelassen ? (Prellungen !) Finden Sie erste Sex-Versuche auf einem Supermarktparkplatz normal, selbst wenn sie einmal mit einem der Jungen Sex hatte ? ist es normal, dass der dann mit 2 Freunden ankommt und das minderjährige Mädchen weiterreicht ? Ich fasse es nicht, dass es solches Gedankengut noch in unserer Gesellschaft gibt. Und keiner reagiert ! Wäre das Wort Klima drin vorgekommen, gäbe es jetzt bestimmt 20 (immer die gleichen) Argumente, DAS regt auf, aber Vergewaltigung doch nicht.

  8. Wilhelm Weiss

    Zu dem Kommentar meines Sohnes Philipp sage ich : dieses unverschämte , dumme Gedankengut hat er nicht von seinen Eltern.
    Es zeugt von einem sehr schlechten Frauenbild und einem nicht vorhandenen Gerechtigkeitssinn.Ich bin stinksauer. Frau van Straelens Kommentar unterstütze ich voll und ganz.

  9. Philipp Weiss

    Damit es klar ist, ich unterstütze in keinster Weise die jungen Männer und finde die Strafe angemessen. Was ein 15 jähriges Mädchen bei mehreren offensichtlich betrunkenen jungen Männern tut wobei einer schon mit ihr sexuellen Kontakt hatte, was ja wohl auch strafbar ist, entzieht sich meiner Vorstellung.Falls es so rüber kam das ich Kinderschändung oder Vergewaltigung, die ja wohl nicht vorlag jeglicher Art in Ordnung finde, entschuldige ich mich.Dies ist eindeutig nicht so.

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