Blumenwiesen im eigenen Garten: Nicht nur eine Augenweide

Blumenwiesen sind im wahrsten Sinne des Wortes eine Augenweide. Aber auch für die Umwelt sind Wildpflanzen wichtig, beispielsweise als Nahrungsquelle für Insekten. Deswegen möchte auch der Imkerverein im Süden der DG das Anlegen von Blumenwiesen fördern.

Kornblume und Klatschmohn zählen zur Saatgutmischung des Imkervereins St. Vith (Bild: Pixabay)

Kornblume und Klatschmohn zählen zur Saatgutmischung des Imkervereins St. Vith (Bild: Pixabay)

Für viele ist sie der Inbegriff des Frühlings: die Blumenwiese. Dabei ist sie nicht nur ein optischer Hingucker, sondern auch gut für die Artenvielfalt, erklärt Eric Fonk, der Präsident des ostbelgischen Imkervereins. „Bedingt durch die Landwirtschaft ist es sehr einseitig, was unsere Insekten finden. Und da könnte eine Blumenwiese ein alternatives Angebot sein, um zusätzlich Nektar und Pollen anzubieten.“

Sein Tipp: Die kleinen privaten Grünflächen nutzen. „Viele Leute bemühen sich, alle 14 Tage mit dem Rasenmäher darüber zu fahren. Aber mit einer Blumenmischung wird nur einmal im Jahr gemäht. Es fällt viel Arbeit flach – und man unterstützt nicht nur Insekten, sondern auch Vögel hinterher.“

Auch für den eigenen Garten bringt eine Blumenwiese ökologische Vorteile. „Ich bekomme so Nützlinge auf die Gartenfläche. Durch die Nützlinge profitiert der ganze Garten, vor allem alles, was befallen ist von Läusen.“

Auch wenn Wildblumen im Grunde pflegeleicht sind, braucht es schon ein wenig Know-how, bevor die Aussaat beginnen kann. „Ganz wichtig ist, dass man das Saatbeet richtig anlegt – also die Fläche, auf die der Samen fällt. Der Boden sollte maschinell bearbeitet werden. Man kann mit einer kleiner Fräse darüberfahren, damit das Saatgut wachsen kann.“

Eigene Saatgutmischung für Ostbelgien

Ist der Boden gut vorbereitet, kann gesät werden – am besten ab Ende April. Um die Blumenvielfalt auf hiesigen Grünflächen zu fördern, hat der Imkerverein von St. Vith und Umgebung eine eigene Saatgutmischung für Ostbelgien zusammengestellt.

„Wir kennen uns damit aus, was Bienen und Vögel gern haben: Dazu gehören Kornblume, Klatschmohn, Sonnenblume, Phacelia, … Wir haben versucht, ein attraktives Bild zu schaffen über diese Saatgutmischung. Natürlich muss sie nachhaltig sein, so dass die Insekten auch etwas finden, wenn es blüht.“

Nicht nur nachhaltig, auch einfach zu handhaben soll die ostbelgische Saatgutmischung sein. Deshalb gehört auch eine Anleitung mit dazu, erklärt Fonk: „damit man genau weiß, worauf zu achten ist: Wie man das Saatgut sät, aber auch lagert. Hier gilt die Devise: Weniger ist mehr. Es ist keine Rieseninvestition, aber natürlich eine schöne Sache, wenn man eine Blumenwiese hinterm Haus hat.“

Mehr zu der eigens für Ostbelgien zusammengestellten Saatgutmischung erfahren Sie auf der Seite imker-ostbelgien.be.

Raffaela Schaus

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2 Kommentare
  1. Margret Hilgers

    Wie wäre es, die Rondelle an den Kreisverkehren mit Wildblumen einzusäen, statt Impatiens und Tagetes zu pflanzen? Das würde Zeit und Geld sparen!

  2. Dobbelstein

    Den Vorschlag von Margret Hilgers finde ich gut.

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