DG setzt auf Dorfentwicklung

Die Deutschsprachige Gemeinschaft will die Dorfentwicklung stärker fördern. Man sei zwar schon lange auf diesem Gebiet aktiv, wolle aber noch mehr Menschen zum Mitmachen bewegen, sagte die zuständige Ministerin, Isabelle Weykmans. Deshalb hat sie in Zusammenarbeit mit den ländlichen Gilden den sogenannten Dorfwettbewerb neu gestaltet.

Alle zwei Jahre sollte in der Deutschsprachigen Gemeinschaft ein sogenannter Dorfwettbewerb stattfinden. Sollte, denn die letzten zwei Mal fand der Wettbewerb mangels Teilnehmern nicht statt. Aus dem ehemaligen Dorfwettbewerb der DG wird deshalb jetzt der Dorfentwicklungspreis.

Jede Gruppe von Bürgern aus einem Dorf, einer Ortschaft oder einem Stadtviertel in der DG kann mitmachen. Ziel ist es, die Stärken und Schwächen des eigenen Dorfs zu analysieren und darauf basierend Projekte zu entwickeln und umzusetzen. So soll der soziale Zusammenhalt in den Ortschaften gestärkt werden. Den Themen für Projekte sind keine Grenzen gesetzt:

Die Anmeldefrist geht noch bis zum 31. März. Alle teilnehmenden Gruppen dürfen auf Kosten der DG im nächsten Jahr eine Delegation zum europäischen Dorferneuerungspreis nach Niederösterreich schicken.

Alle Informationen zum Dorfentwicklungspreis, praktische Informationen zur Finanzierung von Projekten der ländlichen Entwicklung und gute Beispiele aus der DG gibt es auf der neu gestalteten Webseite dorfentwicklung.be.

Weykmans will Zuständigkeit für ländliche Entwicklung von der Wallonie fordern

Die Deutschsprachige Gemeinschaft will bei der nächsten Kompetenzübertragung auch für die ländliche Entwicklung zuständig werden. Das sagte Ministerin Isabelle Weykmans am Montag am Rande einer Pressekonferenz. Die Forderung sei zwar noch nicht offiziell an die Wallonie gestellt, jedoch sei es nur kohärent, diese Befugnis an die DG zu übertragen.

Vorteile wären laut Weykmans eine kohärentere Gestaltung der Regionalentwicklung sowie kürzere und einfachere Wege bei der Verwaltung und Beantragung von Projekten.

Zurzeit werden die europäischen Gelder für die ländliche Entwicklung über die Wallonie an Dörfer in der DG verteilt. Die Prozeduren, die die Wallonie dazu vorschreibt, sind laut Weykmans zu kompliziert und zeitintensiv. Das sei für viele Bürger eine Hürde und senke die Beteiligung an Projekten.

Für Isabelle Weykmans ist die ländliche Entwicklung wichtig, um den sozialen Zusammenhalt in der Bevölkerung zu stärken. Bei der ländlichen Entwicklung setzen Bürger Projekte in ihrem Dorf um, um ihre Lebenssituation zu verbessern.

ake/okr

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