Die Wirtschaftsfrage: Wie gut oder schlecht steht Belgien eigentlich da?

Der flämische Wirtschaftsexperte Frank Vranken ist am Dienstagabend für einen Vortrag zu Gast in Eupen. Der Chef-Stratege einer belgischen Privatbank wird über die Wirtschaftslage Belgiens referieren.

Frank Vranken im BRF-Fernsehstudio (Bild: Lena Orban/BRF)

Frank Vranken im BRF-Fernsehstudio (Bild: Lena Orban/BRF)

Wenn es um das Thema Wirtschaft geht, verdrehen viele wahrscheinlich die Augen. Dass das aber ein wichtiges Thema ist, zeigt der für Mittwoch angekündigte Streik. Warum wird gestreikt? Was hat das mit der belgischen Wirtschaft zu tun? Und welche Konsequenzen kann der Brexit für die belgische Wirtschaft haben? Antworten auf diese und weitere Fragen kann der flämische Wirtschaftsexperte Frank Vranken geben, der am Dienstagabend im Eupener Atelier einen Gastvortrag hält.

Im Interview, das der BRF im Vorfeld der Veranstaltung mit ihm geführt hat, erklärte er Belgiens wirtschaftliche Lage wie folgt: „Man kann heutzutage doch eine Abschwächung des Wachstums sehen“, erklärt Frank Vranken. „Im letzten Jahr hatten wir 1,5 Prozent zugelegt – das wird 2019 nicht so sein: Man wird eher im Bereich von 1,3 Prozent liegen – und vielleicht ist das sogar noch etwas zu optimistisch.“

Auch zum Generalstreik am Mittwoch äußerte sich Vranken. Er ist der Meinung, dass die Diskussion rund um die Lohnspanne auf sektoraler Ebenen stattfinden müsse, um eine Einigung zu erreichen.

lo/dop/mg

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2 Kommentare
  1. Anja Wotschke

    Spricht der gute Mann für ganz Belgien oder nur für die flämische Region ? Denn so viele krasse Unterschiede in allem zwischen der flämischen und wallonischen Region gibt’s wohl kaum wo anders auf der Welt. Die DG zählt ja irgendwie nirgends dazu ausser vllt zur Wallonie, eigenständig ist die eher weniger denn die Provinz Lüttich ist immer noch Wallonie

  2. Norbert Schleck

    Was soll diese Frage, Frau Wotschke? Wenn der Mann „Chefstratege einer belgischen Privatbank“ ist, wird der wohl fähig sein, über den begrenzten flämischen Tellerrand hinauszublicken, oder meinen Sie nicht?

    Und das mit den „krassen Unterschieden“ wie nirgendwo sonst auf der Welt? Dann schauen Sie sich mal die Tabelle mit dem Pro-Kopf-BIP der deutschen Bundesländer an: 1. Hamburg: 64.567 €, 6. NRW: 38.645 €, 16. Mecklenburg-VP: 26.560 €.
    Auch nicht schlecht, oder?

    Die DG zählt nirgends dazu, ausser „vlt“ zur Wallonie? Bis jetzt aber doch wohl noch zum Föderalstaat und (nicht nur „vlt“) zur Wallonischen Region, denn von dort kommt doch die Knete, oder finanziert die DG sich etwa selbst?

    „Eigenständig ist die eher weniger denn die Provinz Lüttich ist immer noch Wallonie.“
    Ja, stimmt, und da wird auch kein Lütticher was dran ändern wollen.
    Dabei hat die DG aber doch ein ganz schönes Stück Eigenständigkeit errungen. Fragen Sie Herrn Paasch.

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