Ostbelgierinnen beim Europäischen Jugendtreffen von Taizé in Madrid

Rund 15.000 junge Menschen aus ganz Europa sind in Madrid zum Taizé-Treffen zusammengekommen. Seit 1978 organisiert die christliche Gemeinschaft dieses Jugendtreffen zum Jahreswechsel immer in einer anderen europäischen Stadt. Gemeinsame Gebete, Gespräche und Gottesdienste stehen im Zeichen von Frieden, Offenheit und Solidarität.

Die Taizé-Teilnehmerinnen Jana Scholtes aus Emmels und Jana Hoffmann aus Atzerath (Bild: privat)

Die Taizé-Teilnehmerinnen Jana Scholtes aus Emmels und Jana Hoffmann aus Atzerath (Bild: privat)

„Es sind wunderbar viele junge Menschen in den Straßen. Es ist einfach ein tolles Gefühl hier“, schwärmt Jana Scholtes. „Alles hat sehr gut geklappt. Wir sind in einer Gastfamilie untergekommen bei einer ganz lieben Frau, die uns aufgenommen hat.“ Die 27-Jährige aus Emmels ist zusammen mit Jana Hoffmann aus Atzerath seit Freitag in Madrid. An dem fünftägigen Jugend-Treffen nimmt auch eine belgische Gruppe aus Flandern und der Wallonie teil.

Ihr Tag beginnt mit einem Morgengebet in der Gastgemeinde. Danach tauscht man sich in kleinen Gruppen über verschiedene Themen aus: „zum Beispiel über das nächste Jahresthema von Taizé, die Gastfreundschaft. Danach fahren wir zum Mittagsgebet, das immer an verschiedenen Orten in der Innenstadt stattfindet“, erklärt Jana Hoffmann. Im Nachmittag werden religiöse, politische oder kulturelle Workshops angeboten.

Zum Abendessen und Nachtgebet kommen Tausende Jugendliche in den großen Messehallen von Madrid zusammen. Neue Kontakte knüpfen fällt dort nicht schwer, wie Jana Scholtes verdeutlicht. „Wir haben in unserer Austauschgruppe Spanier, Kroaten und Schweizer. Da ist der Austausch natürlich sehr rege: über die verschiedenen Kulturen, die Probleme in den verschiedenen Ländern und das alltägliche Leben.“

„Aber auch sobald man in die U-Bahn oder den Bus steigt, begegnet man anderen und fängt ganz unverfänglich Gespräche an über Gott und alle Welt.“ Jana Scholtes und Jana Hoffmann sind begeistert von Taizé. Sie nehmen auch jedes Jahr im Sommer an der Fahrt teil, die von St. Vith aus in das französische Zentrum der christlichen Gemeinschaft organisiert wird.

Jeder auf seine Art gleich

Die Jahrestreffen in einer europäischen Stadt sind für die beiden jungen Frauen ein besonderes Ereignis. „Hier kommen so viele Kulturen zusammen. Da ist es egal, wer wie aussieht, ob er viel Geld hat oder nicht. Jeder ist auf seine Art gleich. Jeder ist auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und das finde ich an Taizé spannend“, so Jana Hoffmann.

„Ich komm sehr gerne hierhin“, meint auch Jana Scholtes. „Es gibt dieses Taizé-Feeling, aber gleichzeitig ist man in einer großen europäischen Stadt, die man meistens noch nicht kennt. Wir hatten am Sonntag zum Beispiel eine Stadtführung. Uns haben junge Leute aus der Gemeinde hier die Sehenswürdigkeiten gezeigt, die für sie wichtig sind. Die Gastfreundschaft ist etwas ganz Tolles.“

Foto: Privat

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Auch in der Silvesternacht wird Gemeinschaft groß geschrieben. Sie beginnt mit einem Friedensgebet und Taizé-Gesängen, bevor dann um Mitternacht das Neue Jahr mit einem besonderen Brauch aus Madrid eingeläutet wird: „Für jeden Glockenschlag isst man eine Weintraube“, erzählt Jana Scholtes. Ab Mitternacht startet dann das Fest der Nationen, bei dem jede Nation etwas vorführt. Gefeiert wird zusammen mit den Gastfamilien – wohl bis in die Morgenstunden.

Das Europäische Jugendtreffen von Taizé geht am 1. Januar mit einer Messe und einem Neujahrsessen zu Ende, bevor dann alle wieder in ihre Heimat zurückkehren.

mb/km

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Ein Kommentar
  1. Johan Vercarre

    Sooooo schön !! Selbst habe ich 9 Europäische Treffens von Taizé mitgemacht : Wien, Mailand, Warschau, Budapest, Paris, Hamburg, Brüssel, Berlin & Strassburg ! Es sind äusserst tolle Erlebnisse die man sein ganzes Leben mitträgt !

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