Ostbelgischer Manager auf Mission: Metallindustrie soll nachhaltiger werden

Sacha Brandt - Manager aus Kelmis - möchte die Produktion von Aluminium möglichst nachhaltig gestalten.

Sacha Brandt aus Kelmis (Bild: BRF)

Sacha Brandt ist ein vielbeschäftigter Mann. Der 38-jährige Kelmiser, der als junger Mann bei Hydro Aluminium in Raeren als Verkäufer angefangen hatte, ist innerhalb der norwegischen Norsk Hydro Gruppe mittlerweile geschäftsführend für mehrere Unternehmen in Europa zuständig.

Die Hydro Extruded Solutions Hoogezand in den Niederlanden wurde kürzlich als erstes Aluminiumstangenpresswerk der Welt mit dem ASI-Label zertifiziert. Dabei handelt es sich um eine Initiative, die Unternehmen der Aluminiumbranche zusammenbringt, damit die Produktion möglichst nachhaltig gestaltet werden kann. 2019 soll auch der Aluminiumbetrieb Hydro in Raeren zertifiziert werden.

„Die Metallwelt im Allgemeinen hängt ein wenig hinten dran, was das Verringern von CO2-Emissionen angeht. Die Ziele in der Branche sind noch eher finanziell geprägt“, erklärt Sacha Brandt.

Doch 2016 hört Brandt von einer Initiative „Aluminium Stewardship Initiative“, kurz ASI – ein Bund von Unternehmen, die Nachhaltigkeit leben möchte. Das bezieht sich nicht nur auf CO2-Ausstöße, sondern auch auf die Menschenrechte der Arbeitnehmer.,

„Es gibt mehrere Unternehmen mit nachhaltigen Eigeninitiativen, doch bei ASI sind die Ansprüche wirklich hoch. Auch Umweltorganisationen wie WWF sitzen im Gremium“, so Brandt. „Wir sind das erste Unternehmen weltweit, das die Zertifizierung ‚ASI Performance Standard‘ bekommen hat.“

Brandt hält das Zertifikat für mehr als nur ein Werbelabel. Sein Wunsch ist es, Mitbewerber zu motivieren, sich auch dieser Initiative anzuschließen. Das Ziel sei eindeutig, die Industrie sauberer zu gestalten und das Zusammenleben im Allgemeinen zu verbessern.

„Es bringt nichts, wenn wir als Hydro-Unternehmen uns als einzige anschließen und die anderen die Initiative einfach ignorieren. Wir wollen die anderen mit unserem Gedankengut infizieren. Das ist mein persönliches Ziel“, betont Brandt.

Sacha Brandt blickt optimistisch in die Zukunft für Hydro Raeren. „Der Konsum von Aluminium wächst momentan, vor allem in der Automobilbranche: Um CO2-Emissionen von Autos zu verringern, braucht es ein leichteres Metall. Also Stahl wird durch Aluminium ersetzt“, berichtet Sacha Brandt. „Die Automobilbranche ist so groß, dass durch diese Veränderung gigantische Hebel in Bewegung gesetzt werden.“ Die Zukunft von Hydro in Raeren sieht daher nicht gut, sondern hervorragend aus – so Brandt.

mz/rasch

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Ein Kommentar
  1. Barth Gerald

    Ich finde das eine hervorragende Idee und ein sehr gutes Zeichen.
    Jeder weiß das man sehr viel Energie braucht um Aluminium herzustellen und es ist sehr gut wenn man andere auch ins Boot mit zieht . Aluminium ist die Zukunft und es gibt noch viele Möglichkeiten und Verbesserungen

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