Ehepaar aus Büllingen verschickt Hilfscontainer nach Afrika

Joseph Palm und seine Frau Anna haben in der Vergangenheit schon mehrmals Hilfsgütertransporte nach Afrika organisiert. Nun ist wieder einer unterwegs nach Ruanda.

Ruanderinnen (Illustrationsbild: Gerard Gaudin/ BELGA)

Ruanderinnen (Illustrationsbild: Gerard Gaudin/ BELGA)

Es ist der fünfte Container, den das Ehepaar nach Afrika schickt. „Die ersten Hilfsgüter sind 2005 nach Kongo geliefert worden, in ein Großkrankenhaus“, berichtet Joseph Palm aus Büllingen. 2010 wurde ein weiterer Container nach Tansania zu einer Krankenstation geliefert.

Letztes Jahr hat das Ehepaar gleich zwei Containerlieferungen durchgeführt: „Einen Container nach Ruanda und einen nach Tansania“, so der 78-Jährige. „Die Weltmissionshilfe unterstützt uns dabei. Jede Woche verschickt die Organisation zwei Hilfscontainer.“

Die Hilfsgüter, die in diesem Jahr für Ruanda vorgesehen sind, wurden Dienstag mit Ehrenamtlichen aus Büllingen geladen. Montag geht der dann aufs Schiff, für den Schiffstransport. Noch am Mittwoch mussten sie die letzten Feinheiten für den Zoll regeln.

Bei den Hilfsgütern handelt es sich hauptsächlich um Kinderkleidung, Bettwäsche, Frottéewäsche, Kerzen und Krankenhausmobiliar, aber auch ein Kuhstall ist diesmal dabei, wie Joseph Palm erzählt. „Die Schwesteroberin in Ruanda hat zum Jubiläum eine Kuh geschenkt bekommen. Im Kloster war aber schon eine Kuh untergebracht, für die zweite gab es kein Platz mehr. Da habe ich mir überlegt, aus Holzpaletten einen ab-montierbaren Kuhstall herzustellen“, so der Büllinger. „Das haben wir zusammen mit zwei Schreinerkollegen aus Raeren dann ehrenamtlich umgesetzt.“

Bei der Aktion bekommt das Ehepaar natürlich Unterstützung aus der Region. „Viele Privatleute helfen beim Verschicken der Hilfsgüter“, erklärt Joseph. „Einige Eupener Unternehmen haben die Aktion mitfinanziert. Die Kirchen von Hünningen und Mürringen haben Sitzkissen für die Kirche zur Verfügung gestellt. Außerdem hat eine Gruppe von fünf Ehrenamtlichen bei allen fünf Transporten geholfen. Und natürlich Clubs wie Lions und Rotary haben uns teilweise unterstützt.“

Das Ehepaar Palm-Pothen war auch schon selbst in Ruanda. Bei seinem Besuch im Februar hat das Ehepaar mit Bonbons und Farbstiften gefüllte Rucksäcke an Schulkinder verteilt. Das hat sich eher spontan ergeben, wie Palm berichtet, aber die Freude der Kinder hat den 78-Jährigen und seine Frau Anna Pothen sehr gerührt.

js/rasch

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