Windpark Büllingen-Amel soll ab Ende 2020 drehen

Der Windpark zwischen Honsfeld und Halenfeld könnte ab Ende 2020 in Betrieb gehen. Das haben Vertreter der Gemeinden Amel und Büllingen sowie die Projektbetreiber um die Energiegenossenschaft Courant'Air nun in Aussicht gestellt.

Windpark Bolder-Biert bei Büllingen

Windpark Bolder-Biert bei Büllingen (Bild: BRF-Archiv).

Regionalminister Carlo Di Antonio hatte dem Einspruch beider Gemeinden und der Projektbetreiber gegen die Ablehnung in erster Instanz stattgegeben. Die sechs Windräder können also gebaut werden, je drei in jeder Gemeinde.

„Bürgerwindpark“

In gewisser Weise habe „die Vernunft gesiegt“, sagte Büllingens Bürgermeister Friedhelm Wirtz bei einem Pressetermin. Dabei waren auch sein neuer Ameler Amtskollege Erik Wiesemes und die beiden Schöffen für erneuerbare Energien, Reinhold Adams und Patrick Heyen. Sowie Achim Langer und Mario Heukemes von der Energiegenossenschaft Courant d’Air, die zusammen mit der Gesellschaft Ecopower den Windpark betreiben soll.

Sie alle unterstrichen den Vorzeigecharakter des Windparks, an dem die Bürger beteiligt werden sollen – sei es direkt über die Genossenschaft, sei es über Einnahmen für die Gemeinden.

Inwieweit sich diese in den Windpark einbringen, müssen die neuen Gemeinderäte noch festlegen. Bisher gab es aus beiden Rathäusern ungeteilte Zustimmung.

Ausgleichsmaßnahmen

Bedenken, etwa der Forstverwaltung, auch in Sachen Schutz des Rotmilans, soll durch umfassende Ausgleichsmaßnahmen begegnet werden.

Der mit Windkraft erzeugte Strom wird zum Umspannwerk bei Amel geleitet. Wenn alles glatt läuft, könnten die sechs Windräder ab Ende 2020 in Betrieb genommen werden.

Stephan Pesch

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2 Kommentare
  1. Ludwig Gielen

    Eine zukunftsweisende Entscheidung der beiden Gemeinden und des Regionalministers, Gratulation! Durch die vorgesehene Bürgerbeteiligung ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

  2. Wahl, Joachim

    Herr Gielen, Sie lehnen sich sehr weit aus dem Fenster bei völliger Ahnungslosigkeit, genauso wie Bürgermeister Wirtz und andere Befürworter dieses Irrsinns. Mich würden die „Ausgleichmaßnahmen“ zum „Schutz“ des Rotmilans interessieren. Bekommen die nun Flugunterricht, um vor den Rotoren nicht geschreddertzu werden? Zynischer geht es nicht mehr.

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