Weltpremiere in Lüttich und Ottignies: klinischer Test an Koma-Patientin

Die "Coma Science Group" des Lütticher CHU und das Zentrum William Lennox in Ottignies, das dem Klinikverbund Saint-Luc/UCL angehört, kündigen mit einem klinischen Test an einer Koma-Patientin eine Weltpremiere an.

Wie die RTBF meldete, werde an der Entwicklung einer neuen Behandlung gearbeitet. Diese soll dem Patienten ermöglichen, sich von einem Koma zu erholen.

Die Patientin, an der der klinische Test durchgeführt wurde, war aus dem Koma erwacht. Aus medizinischer Sicht, war sie bei Bewusstsein, aber nur in einem geringen Maße. Sie befand sich den Angaben zufolge auch nicht in einem vegetativen Zustand. Die Behandlung zielt auf die Verbesserung des Bewusstseinszustands durch die Einsetzung von Apomorphin ab. Dieses Molekül wird bereits bei der Behandlung von Alzheimer-Patienten gebraucht. Noch nie wurde es bei Koma-Patienten angewendet. Die Wissenschaftler wollen mit dieser Therapie Verbindungen im Zentrum des Gehirns wieder herstellen.

Die Forscher hoffen, dass dadurch auch Hirnverletzungen behandelt werden können mit dem Ziel, dass Patienten beispielsweise ihr Gedächtnis oder die Sprache wieder erlangen.

rtbf/cd

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