Jetzt ist die Zeit für eine Grippeschutzimpfung

Mit der kälteren Jahreszeit kommt auch die nächste Grippewelle. Experten raten, sich gegen die Influenza impfen zu lassen. Mitte Oktober bis Ende November ist dafür genau der richtige Zeitpunkt.

Grippeimpfung (Bild: Pixabay)

Bild: Pixabay

Die Grippeimpfung wird offiziell allen Personen empfohlen, die sich schützen möchten. Jeder kann sich impfen lassen. Es gibt aber Gruppen, denen wird eine Impfung dringend empfohlen. Das sind die sogenannten Risikogruppen. Dazu zählen ältere Menschen über 65 Jahre, die oft ein geschwächtes Immunsystem haben, Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Bronchitis, sowie Ärzte und Pfleger in Krankenhäusern und Altenheimen. Seit ein paar Jahren rät man auch schwangeren Frauen zu einer Grippeimpfung.

Wer sich heute impfen lässt, ist in zehn bis 15 Tagen gegen das Influenza-Virus immun, das die Grippe auslöst. Das sollte zwischen Mitte Oktober und Ende November passieren. „Man sollte sich impfen lassen, bevor die Grippewelle ab Januar da ist“, sagt der Allgemeinmediziner Dr. Marc Franck.

Letzte Saison wurde übrigens ein Dreifachimpfstoff gespritzt. Weil der aber nicht gegen bestimmte Influenza-B-Viren wirkte, gibt es dieses Jahr einen Vierfach-Impfstoff.

Wer sich impfen lassen will, vereinbart einen Termin beim Hausarzt. Die Hausärzte sind es in der Regel, die die Impfungen durchführen. Gehört man zur Risikogruppe, dann übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Falls nicht, zahlt man selbst. Der Impfstoff kostet in der Apotheke etwa sechs Euro.

Wenn die Nase läuft oder der Hals kratzt, muss es sich nicht gleich um eine Grippe handeln. Meistens steckt eine einfache Erkältung dahinter. Vielleicht ist es auch ein „grippaler Infekt“. Dann kommt zum Halskratzen eventuell Husten dazu. Ein wichtiges Indiz aber ist: es gibt kein Fieber. Eine typische Erkältung ist fieberlos. Eine Grippe dagegen tritt im Gegensatz zu einer Erkältung ganz plötzlich auf. Sie bringt oft hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und Reizhusten mit sich. Auch Schweißausbrüche und Übelkeit können dabei sein.

Eine Grippe dauert in der Regel zwischen fünf und sieben Tagen. Aber selbst danach fühlen sich viele Betroffene noch mehrere Tage lang schlapp. Im Gegensatz dazu ist eine Erkältung nach einer Woche komplett überstanden.

Eine Ansteckung geschieht meistens durch eine sogenannte Tröpfcheninfektion, zum Beispiel wenn ein Erkrankter niest. Deswegen sollte man den Kontakt zu Menschen vermeiden, die die Grippe haben, sagt Dr. Franck: „Man sollte sich auch die Hände waschen. Auch gute Ernährung stärkt das Immunsystem. Aber die Grippe ist sehr ansteckend. Wenn die Epidemie da ist, fängt man die Grippe sehr schnell.“

Umgekehrt gilt: Zu Hause bleiben, wenn man eine Grippe hat. Das wirkt dann vorbeugend für die anderen.

Judith Peters

19 Kommentare
  1. Joseph Meyer

    Sehr geehrter Herr Kollege,
    ich finde, dass Sie zumindest hätten erwähnen sollen, dass der Grippeimpfstoff mit den Viren des Vorjahres angefertigt wurde und also, weil sich die Grippeviren sehr häufig von Jahr zu Jahr verändern, überhaupt nicht wirksam ist! Auch über die schweren Komplikationen durch die Zusatzstoffe und deren Toxizität, z.B. Squalen, sollten Sie eigentlich etwas sagen, finden Sie nicht?! MkG Joseph Meyer

  2. Alexander Hezel

    Herr Meyer, Impstoffe sind so sehr „überhaupt nicht wirksam“, dass sie jährlich Millionen Menschen vor Erkrankung schützen. Wie soll man dass wohl erklären? Ist die Realität jetzt auch Fake News geworden?

  3. Mario Dichter

    Sich beim Arzt über Impfungen zu „informieren“ ist in etwa so, als wenn man einen Autohändler fragt, ob man ein Auto kaufen soll oder nicht. Sicher wird keiner von beiden „sein“ Produkt schlecht reden wollen.

    Diese Verantwortung sollte man nicht einfach abgeben, sondern sich selbst informieren, indem man wie im Fall einer Impfung die Fachinformation des jeweiligen Impfstoffs durchliest, wie hier z.B. Influsplit Tetra 2018/2019 von GSK.

    Wer sich nach der Lektüre immer noch impfen lässt, dem wünsche ich angesichts der Nebenwirkungen viel Spass, empfehle danach aber keinesfall die Durchführung eines HIV-Tests, da dieser dann positiv ausfallen kann, wie dort ebenfalls zu lesen steht!

    Dies zeigt übrigens ganz nebenbei, dass ein HIV-Test nicht spezifisch und damit unbrauchbar ist!

  4. Philippe FRANCOIS

    Alle Jahre wieder … kommt die Grippe … und die Kommentare des Joseph Meyer. Aber der Frühling wird auch wieder kommen …

  5. Alexander Hezel

    Herr Dichter, nein, Ärtze sind keine Arzneihändler… oder haben sie etwa schonmal ein Medikament bei ihrem Arzt gekauft? Was für ein schwachsinniger Vergleich.

    Wenn sie die Verantwortung einer medizinischen Behandlung für eine Krankheit selbst in die Hand nehmen möchten, ist das ihre Sache, absolut nicht zu empfehlen, und tun dies auf eigene Gefahr.
    Ich denke aber, dass die meisten Menschen lieber ihrem Arzt vertrauen, wenn es um ihre Gesundheit geht, und nicht irgendwem, der meint er wäre nun Gesundheitsexperte, weil er irgendetwas im Internet gelesen hat.

    Herr Meyer ist zwar Arzt, ist aber aufgrund seiner ständigen konfusen Äußerungen und dem Nachplappern von Verschwörungstheorien aus dem Internet ziemlich unglaubwürdig geworden und steht m.E. in seiner Zunft mit seinen unbelegten Äußerungen recht einsam auf weiter Flur.

    Noch einmal: wenn impfen so schädlich sein soll, wie einige wenige gebtsmühlenartig behaupten, warum funktioniert es dann?

  6. Mario Dichter

    Herr Hezel, woher WISSEN Sie, dass Impfungen „funktionieren“?

  7. Alexander Hezel

    Herr Dichter, kennen Sie jemanden oder sind Sie selbst jemals an Diphterie, Tetanus, Keuchhusten, Meningitis, Masern, Mumps, Röteln, Tetanus, Pneumokokken, usw. erkrankt?

    Nein? Dann haben sie ihre Antwort.

  8. Mario Dichter

    Doch.
    Ich hatte, obwohl (leider) geimpft, Mumps und Masern!

    Und nun?

  9. Alexander Helel

    Dass Sie trotz Impfung überhaupt erkrankt sind ist extrem selten und ihr Krankheitsverlauf war aufgrund der Impfung wahrscheinlich abgeschwächt.

    Sollten sich deshalb alle anderen Menschen nicht impfen lassen und noch größeren Gefahren aussetzen, nur weil ihnen das Unglück widerfahren ist, zu den weitaus weniger als 1% Erkrankten zu zählen?

  10. Mario Dichter

    Mein Bruder hatte trotz Impfung Keuchhusten und ich kenne sehr viele Menschen, die trotz Grippe-Impfung genau die Symptome entwickelten, die die Impfung eigentlich verhindern sollte!

    Ihre Argumentation gleicht eher dem Pfeifen im Walde inklusive Scheuklappen und dem Pipi-Langstrumpf-Syndrom;
    ich mach mir die Welt, widdi widdi wie sie mir gefällt…

  11. rudi nikklas

    es ist ein Wahnsinn, was in diesem Forum an Verantwortungslosigkeit alles veröffentlicht wird, . . man kann absoluten Blödsinn erzählen, Hauptsache, man hält sich an die BRF Richtlinien.
    Es ist eine Schande !

  12. Guido Scholzen

    Wie funktioniert ein Immun-System? Krankheitserreger werden erkannt und es werden Antikörper gegen Viren ausgestoßen oder auch „Fresszellen“ etc… aktiviert.
    Impfgegner bzw. Impfleugner bezweifeln , dass man das Immunsystem von außen her „künstlich“ stimulieren kann, oder verstehe ich da was falsch? Also ich bin ein Impfbefürworter.

    Dass man sich gegen Grippe (Influenza) korrekt impfen kann, betreite ich auch, denn Grippeviren verändern sich permanent. Somit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Körperabwehr auf einen Feind wirksam vorbereiten kann. Auch eine Vierfachimpfung ist keine Garantie.

    Dass es aber Menschen gibt, die bsp.weise Impfungen gegen Masern und gefährliche Kinderlähmung ablehnen, ist nicht nur grob fahrlässig, sondern Körperverletzung.

  13. Alexander Hezel

    Es gibt schon einen Unterschied zwischen Keuchhusten tatsächlich haben und „Symptome entwickeln“. Man hat nicht gleich AIDS wenn man einmal hustet…
    Und wenn Sie meine inhaltlichen Argumente nur mit Pipi-Langstrumpf beantworten können, denke ich, dass es für Sie für Sie an dieser Stelle besser ist, sich nicht weiter der Lächerlichkeit Preis zu geben.

  14. Mario Dichter

    Ja Herr Nikklas, da haben Sie allerdings Recht!

  15. Mario Dichter

    @ Guido Scholzen

    Macht es Sinn, mit Ihnen über die Erregertheorie zu diskutieren?

    Nur als Beispiel, da Sie Polio erwähnten: Die „Ansteckung“ durch „Polioviren“ wurde „bewiesen“, indem einigen Versuchsaffen Rückenmarksubstanz eines an Polio erkrankten Jungen ins Gehirn (!!!) gespritzt wurde. Daraufhin starben einige Affen, andere bekamen Lähmungen. Kontrollversuche mit z.B. gesundem Rückenmark…Fehlanzeige!

    Bitte überprüfen Sie’s!

  16. Dieter Leonard

    @J. Meyer
    Da Sie selbst nie auf an Sie gerichtete Fragen im Zusammenhang mit ihrer Verbreitung von Verschwörungstheorien antworten, sollten Sie auch keine Antworten erwarten.
    @M. Dichter
    Herr Dichter behauptete an anderer Stelle zum gleichen Thema, es existierten gar keine pathogenen, also krankmachenden Viren. Noch Fragen ?
    @R. Niklaas
    Ihrer Meinung Herr Niklaas. Das Recht auf freien Meinungsäußerung ist für Verschwörungstheoretiker offensichtlich grenzenlos. Für „Counter-Speech“ hingegen nur auf streng sachlicher Ebene.

  17. Norbert Schleck

    „Wer sich nach der Lektüre immer noch impfen lässt, dem wünsche ich angesichts der Nebenwirkungen viel Spass,…“ So Herr Dichter weiter oben.

    „Mögliche“ Nebenwirkungen? Ja, die gibt es, wie bei jedem Arzneimittel. Leider fehlt hier der Platz um all die möglichen – von häufigen bis sehr seltenen – Nebenwirkungen aufzuführen, die die Einnahme eines so banalen, übrigens rezeptfreien Medikamentes wie Acetyl­salicyl­säure, besser bekannt als Aspirin, verursachen kann, Betonung auf „kann“.

    Wer sich kundig machen möchte, sollte mal mit „Aspirin“ und „Nebenwirkungen“ googeln. Leider dürfen hier keine Links gebracht werden.

    Folgt man der Logik der Herren Meyer und Dichter, so müssten eigentlich umgehend alle Arzneimittel vom Markt genommen werden, denn kein einziges hat keine „möglichen“ Nebenwirkungen.

    Dass Dr. Meyer anderenorts Verschwörungstheorien verbreitet („Lügen über den Zusammensturz der drei Türme des WTC“) mag man als Spleen abtun, zeigt aber, was von seinen gewagten Thesen über Impfstoffe („überhaupt nicht wirksam“) zu halten ist.

  18. Mario Dichter

    @ Dieter Leonard

    „Herr Dichter behauptete an anderer Stelle zum gleichen Thema, es existierten gar keine pathogenen, also krankmachenden Viren. Noch Fragen ?“

    Wenn ich mich recht entsinne, war meine Aussage, dass es keinen wissenschaftlichen Beweis für die Existenz pathogener Viren gibt, was nach wie vor den Tatsachen entspricht.

    Demnach bleiben in der Tat noch viele Fragen…

  19. BRF-Webredaktion

    Liebe Diskussionsteilnehmer und -teilnehmerinnen,

    da in der laufenden Diskussion keine neuen Aspekte mehr auftauchen, beenden wir an dieser Stelle die Kommentarfunktion für den Artikel. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

    Mit freundlichen Grüßen
    die BRF-Redaktion