Messerangriff in Moresnet: Staatsanwaltschaft weist jede Schuld von sich

Nach der Messerattacke in Moresnet-Chapelle werden in der Bevölkerung Vorwürfe gegen Polizei und Justiz laut. In mehreren Tageszeitungen sagen Anwohner und Bekannte am Freitag, die Opfer wären trotz mehrmaliger Beschwerden bei der Polizei nicht ausreichend geschützt worden.

Messerattacke in Moresnet-Chapelle - Restaurant in der rue de la clinique (Bild: Chantal Delhez/BRF)

Messerattacke in Moresnet-Chapelle - Restaurant in der rue de la clinique (Bild: Chantal Delhez/BRF)

Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass es mehrere Anzeigen gegen den Angreifer gegeben hat. Die Vorwürfe, man habe das Dossier nicht aufmerksam genug verfolgt, weist sie aber von sich.

Auf BRF-Nachfrage erklärte die zuständige Vervierser Staatsanwältin, Nadège Vancrayebeck, der Mann sei mehrmals von der Polizei vorgeladen und gewarnt worden. Nach der letzten Vorladung Mitte Juli habe sich die Situation nach ihren Informationen entspannt.

Der Täter hatte am Mittwochabend seine Ex-Lebensgefährtin und deren Mutter erstochen. Vier weitere Personen wurden verletzt. Der Täter wurde ebenfalls neutralisiert.

Nächste Woche findet das Begräbnis der beiden Opfer statt. Die Leichen wurden nach der Obduktion am Freitagvormittag wieder den Familien übergeben. Sie ruhen in der Trauerhalle Hausmann in Welkenraedt. Die Familie wird dort am Sonntagabend eine Totenwache abhalten. Die Trauerfeierlichkeiten beginnen Montagmorgen um halb elf in der Kirche von Welkenraedt.

Trauer und Bestürzung nach Doppelmord in Moresnet-Chapelle

meuse/ake