Rückblick: In St. Vith ging vor 20 Jahren das erste Windrad in Betrieb

Bei der alternativen Versorgung mit Energie ist Windkraft seit Jahrzehnten ganz klar die Nummer 1: Windflügel entlang von Autobahnen oder inmitten von Feldern prägen unser Landschaftsbild. So sehr hat man sich daran gewöhnt. Dabei ging vor 20 Jahren in der Nähe von St. Vith zum ersten Mal eine Windkraftanlage auf dem Gebiet der Wallonie in Betrieb.

Windpark in St. Vith

Archivbild: BRF

Tatsächlich waren viele Augen des Landes 1998 auf Ostbelgien und insbesondere die Stadt St.Vith gerichtet. Damals war in Hünnigen die erste Windkraftanlage der Wallonie in Betrieb genommen worden. Seitdem hat sich viel getan, wenngleich sich in die anfängliche Euphorie mit den Jahren auch immer kritischere Stimmen bis hin zur Ablehnung zu Wort gemeldet haben.

Auch die Technik hat sich seitdem entwickelt. Die Windräder selbst haben nur vom Prinzip her Gemeinsamkeiten. In den letzten beiden Jahrzehnten kannte nicht nur die Branche ein imponierendes Wachstum nach dem Prinzip „immer größer immer weiter“. Der Eindruck von unten täuscht. Das technische Herz eines Windrades kann schon an die Größe eines LKW heranreichen. Und die Windflügel: Sie kommen schon auf die Länge eines Fußballfeldes. So sind die Anlagen in der Lage, bei günstigem Wind in etwa anderthalb Stunden den jährlichen Stromverbrauch einer ganzen Familie zu decken.

Nun mag man zwar davon ausgehen, dass eine schweigende Mehrheit der Bevölkerung die Erzeugung von Strom durch Windkraft zwar aus der Distanz begrüßt. Rückt eine solche Anlage aber in die Nähe des eigenen Zuhauses, ist Schluss mit lustig. Auch hier in der Region sind so einige hitzig geführten Debatten um den Standort von Windkraftanlagen schon Legende.

2017 nur 86 neue Anlagen in der Wallonischen Region

Auf dem Gebiet der Wallonischen Region konnten im vergangenen Jahr nur noch 86 Anlagen errichtet werden. Die Tendenz bei den Genehmigungsverfahren zeige eindeutig nach unten, sagen Beobachter. Mit zunehmendem Druck der Gegnerschaft dürfte wohl auch die politische Courage abnehmen. Die Folge: Stets kompliziertere und langwierige Genehmigungsverfahren.

Wenn alles gut geht, müssen die Anlagenbetreiber bis zum Start eines Vorhabens mindestens drei Jahre vorsehen. Im Fall von Widerständen sind günstigenfalls auch sieben Jahre und mehr Wartezeit drin. Das war nicht immer so. Bis 2011 hatte sich die Branche prächtig entwickelt. Seit mehreren Jahren sorgen aber juristische Hürden für eine deutliche Verlangsamung der Genehmigungsverfahren.

In der Wallonie gibt es derzeit 366 Windkraftanlagen. Rund 500 gibt es in Flandern. Hinzu kommen die sogenannten Offshore-Anlagen vor der Küste – 232 an der Zahl. Aufgrund der geografischen Gegebenheiten und insbesondere seiner Bevölkerungsdichte kann Belgien mit Ländern wie Deutschland ohnehin nicht mithalten.

Zum Vergleich: Die Zahl der Windräder zur Ökostrom-Produktion in Deutschland legte im vergangenen Jahr deutlich zu. 2017 wurden 1.792 neue Windenergieanlagen an Land mit einer Gesamtleistung von 5.333 Megawatt neu gebaut – damit war es das bisher ausbaustärkste Jahr. 15 Prozent Plus im Vergleich zu 2016. Zum Jahreswechsel waren demnach 28.675 Windenergieanlagen an Land am Netz. Auch bei Windparks auf See hatte es deutliche Zuwächse gegeben.

Bei unserem direkten Nachbarn NRW stehen die Zeichen jedoch schon anders. Derzeit liefert die Windenergie in NRW erst knapp sechs Prozent für den Stromverbrauch – deutschlandweit sind es mehr als das Doppelte. Die neue schwarz-gelbe Landesregierung unter dem Aachener Armin Laschet hat im vergangenen September einen Windkraft-Erlass mit restriktiven Flächen- und Abstandsregelungen beschlossen. Damit ist die Lage in NRW durchaus mit Belgien vergleichbar. Denn gegenwärtig kann Belgien seinen Strombedarf mit sieben Prozent aus Windkraft decken. Das ist sogar leicht mehr als das deutsche Bundesland.

Mit dem zu erwartenden Ausstieg aus der Atomenergie müsste in den nächsten Jahren das Interesse an der Windkraft wieder zulegen. Aber auch die Widerstände. Dabei hatte alles in St.Vith vor 20 Jahren so verheißungsvoll angefangen.

rtbf/rkr

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32 Kommentare
  1. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Man sollte Windenergie skeptisch betrachten. Trotz aller technischen Fortschritte gibt es Probleme, weil Wind nur unregelmäßig auftritt und der Strom nicht speicherbar ist. Da ist noch viel Forschung notwendig auf dem Gebiet der Batterien.

    Ein weiteres Problem ist der Gebrauch von seltenen Erden bei der Fabrikation der Generatoren. Diese seltenen Erden werden hauptsächlich in China gefördert und dabei wird die Umwelt sehr belastet u.a. durch natürliche Radioaktivität.

    Ich befürchte, dass die beabsichtige komplette Elektrifizierung der westlichen Gesellschaft zu Lasten der Entwicklungsländer geht, die die dafür notwendigen Rohstoffe liefern müssen/sollen. Ein neues Kapitel von Ausbeutung und Unterdrückung. Heute unter dem Deckmantel des Umweltschutzes.

    Für mich sind die sogenannte „alternativen, regenerativen“ Energien weder moralisch, ethisch besser als andere.

    Außerdem ist es in Deutschland schon zu negativen Strompreisen gekommen, dh der Erzeuger musste zahlen für den Strom loszuwerden.

  2. Alexander Hezel

    Jede Energiegewinnung sollte kritisch betrachtet werden. Warum sollte von Windenergie erzeugter Strom nicht speicherbar sein? Mit intelligenten Netzen, an denen man natürlich bauen und forschen muss, läge die Zukunft in dezentralisierten Stormnetzen, wo beispielsweise Batterien im eigenen Hauskeller hängen oder – man wird träumen dürfen – die Batterien des Elektroautos vor der Tür ebenfalls als Stromspeicher fungiert.
    Erneuerbare Energien sind von Natur aus weniger konstant, aber durch eine intelligente Nutzung, Speicherung und Verteilung ließe sich auch dieses Problem lösen.
    Der Unterschied zur herkömmlichen Energieproduktion (Atomkraft, Gas-/Kohlekraftwerke) liegt darin, dass erneuerbare Energien größtenteils nur im Bau und im Unterhalt, nicht aber zur eigentlichen Stromgewinnung Rohstoffe verbrauchen. Abgesehen davon werden laut der letzten Einschätzungen die Rohstoffe beispielsweise für Atomenergie (Uran) vor Ende des Jahrhunderts aufgebraucht sein. (Quelle: Umwelt-/Naturschutzorganisation BUND)
    Der Mensch verbraucht ohnehin mehr Rohstoffe, als die Erde „produzieren“ kann, warum ist es dann für viele so unsäglich „grün-links-versifft“, auf erneuerbare Energien zu setzen?

  3. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Werter Herr Hezel;

    Zur Zeit sind die sogenannten „smart grid“ noch reinste Zukunftsmusik. Bis jetzt wird ja soviel Strom produziert wie gebraucht wird. Aber beim „smart grid“ (Aktueller Stand) muss sich der Verbrauch der Produktion anpassen, d.h. man kann nur dann die Waschmaschine benutzen, wenn Strom zur Verfügung ist. Eigentlich ein Unding in einer Industriegesellschaft und eine Rückwärtsentwicklung in Richtung Entwicklungsland.

    Die sogenannte Energiewende ist zur Zeit nichts anderes als ein politisches Schlagwort und wirft mehr Fragen auf als es löst. Fragen nach der Machbarkeit, Kosten, Gefahren, etc. Und dabei ist pragmatisches Denken erforderlich und nicht ideologisches.

  4. Alexander Hezel

    „Reine Zukunftsmusik“ war auch einmal das kleine Smartphone in unserer Tasche: ein Computer, der heute so viel Rechenkraft hat wie damals der Computer der ersten Rakete zum Mond. Einige haben allerdings an der Partitur mitgeschrieben und heute wird sie weltweit gespielt.

    Die Frage bleibt: warum sollte man in nicht nachhaltige Energien investieren und die Erde weiter plündern?
    Technologie ist bedingt austauschbar und wird fortlaufend überhohlt, die Erde gibt es allerdings nur einmal. Wenn hier auf unserem Staubkorn im All alle Ressourcen aufgebraucht sind, ist eben nichts mehr da (wir verbrauchen jetzt schon 1,5 mal so viel wie die Erde pro Jahr „produziert“).
    Die Erde würde es wahrscheinlich dann trotzdem noch ein paar Millionen oder gar Milliarden Jahre geben, bei der Menschheit bin ich mir nicht so sicher… Es hat also nichts mit grüner Ideologie zu tun, sondern damit, den Ast abzusägen, auf dem man sitzt.

  5. Dieter Leonard

    Ideologische Verblendung Herr Scholzen kennzeichnet sich auch dadurch, Fakten falsch darzustellen bzw. nicht zur Kenntnis zu nehmen. Dies gilt sowohl für den anthropogenen Klimawandel wie für regenerative Energien.
    Dazu eine Bemerkung:
    Nach der Neodym-Krise vor 8 Jahren, als die Chinesen die Förderung der zur Herstellung von Permanentmagneten benötigten seltenen Erden wie Neodym oder Dysprosium drosselten und die Preise dafür kurzeitig explodierten, gibt es weitreichende Forschungen u.a. des Max-Planck-Institutes, um Permanentmagneten ohne diese Rohstoffe zu entwickeln.
    Aber abgesehen davon wird heute nur in rund 25% der in Europa hergestellten Windkraftanlagen Neodym bzw. andere seltene Erden verbaut. Es sind die Chinesen selbst, die in 60 % ihrer eigenen Windkraftanlagen ihr eigenes Neodym verbauen.
    Ideologie Herr Scholzen (kennen sie nur dieses eine Totschlagargument?) besteht nicht in erster Linie darin, die Zukunft gestalten zu wollen und adäquate nachhaltige Technologien zu entwickeln, sondern vor allem darin, sich an anachronistische, überholte Rezepte zu klammern. Warum sie dies tun, wissen wir.

  6. Guido Scholzen

    Die meisten Menschen, die 100%ig hinter der Energiewende stehen, haben leider weder Ahnung von Technik/Physik noch von sinnvoller Marktwirtschaft.

    Die roten Sozialisten des 20.Jahrhunderts (in ihrem Wahnsinn der absoluten staatlichen Planwirtschaft) hatten nun wirklich keinen blassen Schimmer von sinnvollen Marktverhältnissen, genau wie die grünen Sozialisten des 21.Jahrhunderts. aber die Sowjetkommunisten leugneten wenigstens nicht die Existenz von Naturgesetzen. Das man diese roten Loser noch toppen kann, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen in den 1990er Jahren nicht ausmalen können.

    Ok, bleiben wir beim Thema: 20 Jahre Windkraft in der Eifel. Na und? Was hat es gebracht, ausser irgendwelche Einnahmen durch Bezuschussungen? Sinnvoller Strom fürs Netz wurde nicht produziert, nicht mals für St.Vith. Und da liegt der Haken: Warum muss dieses Produkt „Ökostrom“ bezuschusst werden, wenn es doch angeblich gut und auch noch billiger sein soll (laut Propaganda) als alles andere? Ein gutes Produkt bringt Steuern und kostet keine!

  7. Marcel Scholzen eimerscheid

    Werter Herr Leonard!
    Fakt ist und bleibt, wenn kein Wind weht, produziert eine Windkraftanlage kein Strom. Und da muss dann irgendein anderes Kraftwerk einspringen. Das kann man nicht mit noch so tollen Worten beschönigen. Grundproblem bleibt die fehlenden Speichermöglichkeit von Strom.

  8. rudi nikklas

    . . . . . und täglich grüßt das Murmeltier . . . . .
    täglich, wöchentlich, montl., . . Jahr aus Jahr ein die gleiche Leier:
    _____________________________________
    Guido Scholzen
    14. Februar 2018
    1.Für mich sind die sogenannte „alternativen, regenerativen“ Energien weder moralisch, ethisch besser als andere.
    ___________________________________________________

    2.Die meisten Menschen, die 100%ig hinter der Energiewende stehen, haben leider weder Ahnung von Technik/Physik noch von sinnvoller Marktwirtschaft.
    ___________________________________________________
    und der Geisterfahrer sprach von hunderten Geisterfahrern !!!
    Sie tun weh, psychisch und physisch, Herr Scholzen . . . .

  9. marcel scholzen eimerscheid

    Die sogenannte Energiewende ist und bleibt ein Wagnis. Und das betrifft nicht nur die Industrienationen. Die benötigten Rohstoffe kommen oft aus Entwicklungsländern. Und das hat meist sehr negative Folgen für Mensch und Natur. Es wird einen großen Kampf um Rohstoffe geben. Wie so ein Kampf aussehen könnte, sieht man z.B. in der „Demokratischen Republik Kongo“, wo in den letzten Jahrzehnten Millionen Menschen ums Leben gekommen sind im Kampf um Rohstoffen, wie Coltan für Handys. Dort müssen die Menschen die Folgen tragen für die Politik der Industrienationen. Das ist ethisch, moralisch einfach nicht vertretbar. Im Zusammenhang mit der Energiewende moralisch und ethisch zu argumentieren, ist einfach pure Heuchelei.

    Die Energiewende wäre dann vertretbar, wenn man mit einheimischen Rohstoffen die benötigten Kraftwerke und Energie herstellen könnte. Solange man aber abhängig bleibt von irgendwelchen Importen, ist alles nur Lug und Trug.

  10. André Veithen

    . . . . . und täglich grüßt das Murmeltier . . . . .
    täglich, wöchentlich, montl., . . Jahr aus Jahr ein die gleiche Leier:
    Guter Kommentar Herr Nikklas.
    Fakt ist Wind, Sonne, Wasser, etc. sind vorhanden und sollten genutzt werden!
    Speichermöglichkeiten sind schon jetzt vorhanden zB. Speicher Station Coo und SEO Vianden, bei wenig Energieverbrauch wird Wasser in große Becken in die Höhe gepumpt und in Spitzenzeiten abgelassen!
    Drei-Tarife-Zähler hat es schon mal gegen, wurden leider abgeschafft, Warum?
    Meiner Meinung nach fehlt der politische Wille und fehlt ein Zukunftsplan, Beispiel AKW. abschalten keine Alternativen in Sicht!
    Es gibt Einsprach- und Umverteilunsmöglichkeiten Beispiel gefällig:
    Als die Blindenergie-Messung in Unternehmen eingeführt wurde, wurden in Windeseile Kompensatzionsanlagen installiert.

  11. Dieter Leonard

    @G. Scholzen
    Selbst die Erkenntnisse der wissenschaftlichen Forschung redundant zu leugnen und anderen vorzuhalten, sie hätten keine Ahnung von Technik und Physik lässt erahnen, dass G. Scholzen „Geisterfahrt“ noch nicht lange beendet ist.
    @M. Scholzen
    Die Energiewende ist nur mit einem Energiemix, einem intelligenten Netzmanagement und erweiterter Speichertechnologie zu erreichen. Ihre Aussage bzgl. der fehlenden Speichermöglichkeit für Strom bedarf wohl keiner Kommentierung. Unredlich Herr Scholzen.

    Wer in der Diskussion über Klimawandel und Energiewende jegliche intellektuelle Redlichkeit vermissen lässt und nur mit Fäkalsprache, Diffamierung von verhassten politischen „Feinden“, einem Potpourri aus Injurien und einer selektiven Faktensicht „argumentieren“ kann, verliert auch den letzten Funken Glaubwürdigkeit.

  12. Marcel Scholzen eimerscheid

    Werter Herr Leonard.
    Über Glaubwürdigkeit lässt sich streiten. Und in einer Demokratie muss gestritten werden. Wer schlussendlich Recht hat, ist noch nicht ausgemacht. Hinter der Energiewende stehen genauso Geschäftsinteressen wie hinter dem Waffenhandel. Es geht ums Geld und um sonst gar nicht.

  13. hanni hübner

    Frage an die „Skeptiker bzw. Totalablehner “ der alternativen Energien:
    nur immer ´rummeckern und schlecht machen“ – Fotovoltaik, Windräder, etc. – gilt nicht mehr !!
    WAS wollen Sie für Energien ???? . . . Ihre praktikablen !!! Alternativen ???
    gilt´s bei Ihnen nur Atomstrom = beim großen ( wahrscheinlichen) Knall hunderttausende Tote, verseuchtes Umwelt,
    oder Braunkohle/Steinkohle = jährlich tausende Tote durch schlechte Luft, Smog, Staubpartikel, Gas, etc ???
    Sicher sind Fotovolataik und Windräder vom Wetter abhängig, widerspricht niemand !! wie oft sind aber Sonnenfinsternis/Nacht und gleichzeitige absolute Windstille zufällig am gleichen Ort ???
    Für dieses winzige „Zeitfenster“ kann man doch nicht STÄNDIG und unaufhörlich saubere Alternativen kaputtreden.
    . . . und bitte jetzt nicht mit dem Argument kommen: es könnte ja auch mal ein Windflügel abfallen oder ein Voltaikrahmen von Dach gleiten und Menschen wehtun . . .

  14. marcel scholzen eimerscheid

    Mögliche Alternativen zu Sonne und Windenergie wären zum Beispiel Gezeiten-, Erdwärme-, konventionelle Gaskraftwerke.

  15. Guido Scholzen

    @Hübner:
    „winzige Zeitfenster“ : haben Sie sich jemals eine reelle Grafik angeschaut, wieviel Zeit ein Windrad oder Fotovoltaik überhaupt „richtig“ funktioniert?
    Ein Windrad dreht noch nicht mal ein Drittel der Zeit, und dann bestimmt nicht mit Vollleistung. Und Fotovoltaik? Im Dezmber hatte ein durchschnittliches Fotovoltaik-Dach auf deutschen Dächern nur 10 bis 20 Stunden Sonne für die Stromproduktion.
    Windräder haben die meiste Zeit einen Status Quo, den sich die Grünen für Atommeiler wünschen, nämlich absoluter Stillstand.
    Ist das die Zukunft der Stromversorgung? Willkommen in Nord-Korea: Das Volk hat keinen Strom und die Regierenden lügen sich in den Medien froh. Das mit den Lügen in den Medien sind wir ja schon gewohnt, dann müssen wir uns nur noch an das Frieren im Dunkeln gewöhnen.
    Und Speichersysteme? Anstatt neue Windräder in die Landschaft zu setzen, sollte man doch mal als „Experiment“ eine Speichereinheit in St.Vith ausprobieren. Wie wäre es damit? Bringt zwar nix, aber wir habens ja scheinbar….

  16. David Mertes

    „Die meisten Menschen, die 100%ig hinter der Energiewende stehen, haben leider weder Ahnung von Technik/Physik noch von sinnvoller Marktwirtschaft.“
    Werte Herrn Scholzen

    Gut das ich als angehender Maschinenbau Ingenieur kurz vorm Abschluss keine Ahnung von Technik habe.

    Wo fangen wir bei dem Unsinn denn an ?

    „Ein Windrad dreht noch nicht mal ein Drittel der Zeit, und dann bestimmt nicht mit Vollleistung. “

    Richtig, dass liegt aber daran, dass man ein Windrad dynamisch hoch und runter fahren kann, was bei einem Kohle und besonders bei einem Atomkraftwerk nicht kann.

    Ist zuviel Strom da, werden die Windräder als erstes abgeschaltet.

    „Mögliche Alternativen zu Sonne und Windenergie wären zum Beispiel Gezeiten-, Erdwärme-, konventionelle Gaskraftwerke“

    Und sie glauben da sind keine Permanentmagneten im Einsatz ?
    Oder zaubern die die Thermische Energie in elektrische ….

    „Aber beim „smart grid“ (Aktueller Stand) muss sich der Verbrauch der Produktion anpassen“

    Das ist falsch,

  17. Guido Scholzen

    @Mertes:
    Beim öffentlichen Stromnetz muss IMMER eines garantiert sein: GRUNDLASTFÄHIGKEIT. Wenn dies nicht gewährleistet werden kann, dann hat das ganze keinen Sinn mehr. Und dann ist die Diskussion um wetterabhängigen Strom oder fiktive „smart-grids“ schnell vorbei. Da Sie vom Maschinenbau herkommen, dann kennen Sie auch den Endsinn einer Energiewende (auch betreffend Verkehr, Industrie,Kommunikation), nämlich die TOTAL-ELEKTRIFIZIERUNG unserer Gesellschaft.
    Versorgung mit Fotovoltaik? bei Eigenheimen mit Speichersysteme vielleicht ja.
    aber was bringt Windkraft-Zappelstrom ohne großflächige Speichersysteme? Nix. Um überhaupt eine Infrastruktur für eine totalelektrifizierte Gesellschaft aufrecht erhalten zu können, bedarf es einer Industrietruktur, die aber durch AA/AE eher gefährdet ist. Kann man mit dem Strom aus Windkraftanlagen neue Windkraftanlagen bauen?Nein. Wo bleibt denn da die vielgepriesene Nachhaltigkeit? Die Energiewende ist ja noch nicht mals in der Lage ein einziges Dorf mit Strom zu versorgen.
    Eine öffentliche Diskussion um Sinn und Kosten-Nutzen-Faktor der Energiewende gab hat es bis dato NICHT. Es stört nur die öko-sozialistische Polit-Show.

  18. Ludwig Gielen

    @ guido scholzen

    Da braucht man keine öffentliche Diskussion, mit Milliardensummen subventionierter Atomstrom ist auf jeden Fall sehr viel teuer, wie die erneuerbaren Energien. Von den Folgekosten spreche ich erst gar nicht, z. Bsp. bei einem Atomunfall und dann kommen ja auch noch die gigantischen Entsorgungskosten der alten Atomkraftwerke und das es bisher kein Endlager gibt.

  19. Guido Scholzen

    @Gielen
    Zitat „Da braucht man keine öffentliche Diskussion“ das werde ich mir merken. So argumentieren nur Diktatoren.
    Mit Milliarden Summen übrigens werden immer mehr die EE subventiniert, nicht die Atomlobby.
    Und man kann noch so viel Geld in diesen Wahnsinn stecken, es wird nichts Reelles dabei rauskommen.

  20. Dieter Leonard

    Die Herren Scholzen und Co. instrumetalisieren weiter die Diskussion über den Klimawandel und die Energiewende um ihren ideologischen Kampf gegen alles was sich politisch links vom rechten Rand wegbewegt, fortzusetzen.
    Dabei geht die Argumentationsschiene der Herren von der irrigen Annnahme aus, die technologische Entwicklung in Sachen Netzmanagement und Ernergiespeicherung sei zum Stillstand gekommen bzw. habe ihren Endpunkt erreicht. Es fehlt den Herren jene positive Vorstellungskraft, ohne die der Mensch weder das Rad, den Verbrennungsmotor, die Eisenbahn, Satelitten, Mond- und Marsmissionen,… noch Telefonie, Mikrowelle und zugegeben auch keine Atomkraftwerke hätte erfinden oder entwickeln können.
    Die Grundlastdiskussion ist eine Scheindiskussion in Ermagelung einer zukunfstgerichteten Sichtweise, die nur zur Blockade der Energiewende und zur Gewinnabsicherung fossiler Energieproduzenten dient.
    Das Problem in einen zunehmend durch regenerative Energien gespeisten Stromnetz ist nicht die mangelnde Grundlastfähigkeit der RE sonder die Überproduktion an Grundlast durch kaum regelbare Atom- oder Kohlekraftwerke. Diese ohnehin hoch subventionierten Auslaufmodelle müssen regelbaren Brückentechnologien Platz machen.

  21. Guido Scholzen

    @Leonard:
    Zitat „Die Grundlastdiskussion ist eine Scheindiskussion“
    Wow cool, diesen Klaf werde ich mir auch merken. Ideologen sind die besten Büttenredner in der Fastenzeit. 🙂
    Herr Leonard, wenn mal keine Grundlast im öffentlichen Netz ist, dann gehören Sie mit Sicheheit zu den ersten, die anfangen werden zu merkern, wetten? Euch geht es noch zu gut, darum meint ihr, ihr könntet euch solche Standpunkte leisten. Ein öffentliches Stromnetz ohne garantierte Grundlast ist kein Stromnetz. Nun gut, Ideologen glauben eben in ihrer realitätsverneinenden Naivität, das Technik auch anders funktionieren könnte, nämlich ohne Berücksichtigung der Naturgesetze.
    Wenn Sie und andere diesen Kram glauben wollen, dann tun Sie das bitte, ich bin für Religionsfreiheit. Aber lasst mich und die öffentlichkeit mit eurem Fundamentalismus in Ruhe.
    Und noch was zu Erfindungen: Die wirklich guten Dinge in der Menschheit haben sich durchgesetzt OHNE staatliche Bevormundung oder Subvention.

  22. marcel scholzen eimerscheid

    Werter Herr Leonard,

    Ich scheine Ihnen ja schwer im Magen zu liegen. Mit gekonnter Wortakrobatik verteidigen Sie ihren Standpunkt. Versuchen sogar, mich unterschwellig an den rechten rechten Rand zu drängen. Nur passe ich nicht in das übliche Rechts-Linksschema.

    Den Katechismus des Klimawandels beherrschen Sie perfekt. Gratulation dazu.

    Bisher haben Sie noch nichts über die Auswirkungen der Energiewende auf die rohstoffliefernden Drittweltstaaten gesagt. Da befürchte ich nämlich einen verstärkten Run auf Rohstoffe und mit der damit verbundenen Ausbeutung und Unterdrückung der lokalen Bevölkerungen. Auch mit schlimmen Folgen für Flora und Fauna. Meiner Ansicht nach droht ein Imperialismus im Namen des Klimaschutzes. Vielleicht gibt es in ferner Zukunft UN-Sanktionen gegen „Klimasünder“, oder sogar Militäreinsätze.

  23. Dieter Leonard

    „Man wird Schiffe ohne Ruder bauen, so daß die größten von einem Mann zu steuern sind. Und unglaublich schnelle Fahrzeuge, vor die kein Tier gespannt werden muß. Und fliegende Maschinen. Und solche, die ohne Gefahr bis auf den Grund der Meere und Ströme tauchen können.“

    Roger Bacon
    (1214 – 1294), englischer Franziskaner, Naturwissenschaftler und Philosoph

  24. Carl Schumacher

    Wenn ich Sie recht verstehe Herr Leonard, dann müssen wir „nur“ so zirka 600 bis 700 Jahre warten und die Probleme mit den erneuerbaren Energien sind gelöst, schliesslich hat es ja solange gedauert bis die Vorhersage des Mister Bacon sich erfüllt hat.
    Ich würde vorschlagen dass wir solange mit den Techniken arbeiten die wir kennen und beherrschen, Sie können sich aber gerne vom Stromnetz abschalten.

  25. Alexander Hezel

    Herr Schumacher, sie verstehen leider nicht recht. In 600 bis 700 Jahren wird die Erde nach ihrem „Erfolgsmodell“ Kohle/Atomenergie nicht mehr bewohnbar sein.
    Ich denke, das Zitat sollte dazu anregen, sich nicht darauf zu verlassen, dass Dampfmaschinen ewig für den Fortschritt der Menschheit sorgen werden, sondern dass technische Entwicklungen nachhaltige Perspektiven eröffnen, die heute noch gar nicht denkbar sind.

  26. Carl Schumacher

    Herr Hezel, ich habe sehr gut verstanden. Ich möchte auch gerne eine Zukunft in der ich eine kleine Pille in ein Glas Wasser werfe und Energie für Jahre habe, nur zwischen Träumen und Realitäten liegen manchmal Welten.
    Wissen Sie, unsere Vorfahren haben auch nicht erst die Pferde geschlachtet und dann auf die Erfindung des Autos gewartet. Alles der Reihe nach.

  27. Alexander Hezel

    Wann soll denn, der Reihe nach, die Energiewende kommen? 2100, wenn es definitiv zu spät ist?

  28. Dieter Leonard

    @Carl Schumacher
    Leider haben sie das Zitat falsch interpretiert.
    Wenn jemand im frühen Mittelalter schon eine Vorstellungskraft davon hatte, was 700 Jahre später Realität sein könnte, müsste es doch möglich sein, uns heute vorzustellen, was in 10 oder 20 Jahren Realität sein wird. Zumal – im Gegensatz zu den Lebzeiten von Herrn Bacon – wir bereits über die grundlegenden Technologien verfügen, die wir benötigen, um die Energiewende erfolgreich umzusetzen.
    Wer nur in der Vergangenheit gefangen ist und von der Hypothese ausgeht, die technologische Entwicklung habe ihren Endpunkt erreicht, hat die letzten Jahrzehnte wohl in Platons Höhle verbracht oder … im Rechter Schieferstollen.

  29. Guido Scholzen

    ES GIBT BIS DATO KEINE TECHNIK, DIE DIE ENERGIEWENDE MÖGLICH MACHT.

    Soll ich es noch größer schreiben, damit das endlich ins Stammhirn von grünen Ideologen eindringt, die von Technologie und Physik so viel Ahnung haben (wollen) wie eine Milchkuh vom Eierlegen?
    Und kommt mir nicht mit dem Klaf „aber in 10 Jahren werden wir bessere Batterien und und und ….haben“
    Woher weiss man, was man in 10 Jahren erfinden wird? Technik braucht keine Wahrsagerei. Technik braucht keinen Nostradamus und keinen Roger Bacon.

  30. Dieter Leonard

    @G. Scholzen
    Auch mit der Wiederholung von Unwahrheiten und ideologischer Verblendung gelingt es ihnen nicht, eine notwendige Entwicklung aufzuhalten, die dazu beitragen wird, den Raubbau an unserem Planeten zu begrenzen und eine anachronistische Stromerzeugung durch Verbrennung begrenzter fossiler Energieträger zu beenden.
    Alle Technologien, die für eine Energiewende hin zu RE notwendig sind EXISTIEREN und bedürfen allenfalls noch einer Weiterentwicklung, Abstimmung und notwendiger Investitionen.
    Zum Mitschreiben Herr Scholzen: die Energiewende ist ein PROZESS, der in einem Zeitraum von rund 20 Jahren umzusetzen ist, nicht von heute auf morgen!
    Der Anteil regenerativer Energien wird nicht nur durch politische Entscheidungen zunehmen, sondern auch durch wirtschaftliche und ökologische Zwangsläufigkeiten.
    Ihre gebetsmühlenhaft vorgetragene Verfluchung links-grüner Politik läuft deshalb ins Leere, weil die Energiewende selbst auf der Agenda konservativer Parteien und Regierungen verankert ist.
    Nach dem peinlichen Aves-Auftritt ihres überforderten Mitstreiters vor 2 Wochen, wirkt die Beharrlichkeit ihrer Blockadehaltung nicht nur weiter verantwortungslos sondern auch ziemlich infantil.

  31. marcel scholezn eimerscheid

    Werter Herr Leonard,

    Wenn Sie sich Ihrer Sache so sicher sind, willigen Sie doch ein in eine Disputation, ein Streitgespräch zwischen Gelehrten, zum Thema „Klimawandel“. Das wäre bestimmt interessant. Dann sieht man, wer den besseren Standpunkt vertritt. Würde bestimmt viele interessieren.

  32. Dieter Leonard

    Klimawandel? Geht es hier nicht um die Energiewende?
    Aber stimmt, es gibt in der Eifel auch selbsternannte „Gelehrte“ für beide Themenkomplexe.
    Die Gestaltung der Energiewende erfordert Vernunft, Entschlossenheit, Optimismus und auch ein Quentchen Pioniergeist. All diese notwendigen Eigenschaften zur Zukunftsgestaltung lassen die eifeler „Gelehrten“ bisher leider vermissen.
    Wir „disputieren“ jetzt schon 2 Jahre miteinander über beide Themen ohne auch nur einen Millimeter der Annäherung. Im Gegenteil. Ich bin genau so wenig „Experte“ oder „Gelehrter“ wie ihre Mitstreiter, sondern überzeugter und informierter Befürworter eines notwendigen Zukunftsprojektes.
    Dazu ist eigentlich alles gesagt und das wiederholen wir in einer Endlosschleife mit Argumenten, die offensichtlich nicht zu einer gegenseitigen Standortkorrektur beitragen konnten.
    Diese fruchtlose Diskussion öffentlich mit dem gleichen „links-grün-versifften“ Feindbild und der gleichen Hasspolemik fortzuführen macht nun wirklich keinen Sinn.

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