Mit freiwilligen Helfern: Kapelle in Eupen-Bellmerin renoviert

Wer durch die Eupener Unterstadt fährt, dem ist sie vielleicht schon einmal aufgefallen: die Kapelle im Ortsteil Bellmerin. Der Bau aus den 1950er Jahren ist im Privatbesitz und war nach dem Tod seines Stifters dem Verfall preisgegeben. Bis ein Nachfahre gemeinsam mit freiwilligen Helfern das kleine Gotteshaus instandsetzte.

Ihr Engagement für die Kapelle hat sie verbunden und zu Freunden gemacht. Rolf Betsch und Heribert Neumann haben gemeinsam die Renovierung der Kapelle im Eupener Stadtteil Bellmerin in Angriff genommen. Vor vier Jahren war sie noch in einem desolaten Zustand, außen wie innen heruntergekommen, wie Heribert Neumann erklärt.

Der Eupener Josef Soiron hatte die Kapelle zu Ehren der Heiligen Familie 1957 bauen lassen – als Dank für die Genesung seiner Tochter von einer schweren Erkrankung. Einmal im Jahr kam die Familie hier zu einer Messe zusammen. Der Großneffe Rolf Betsch erinnert sich: „Im Alter von zehn Jahren durfte ich die Messe dienen. So hatte ich von der frühen Jugend an eine nahe Beziehung.“

Nach dem Tod von Josef Soiron ging das Kapellchen an die Erbengemeinschaft über. Für Rolf Betsch war die Renovierung des kleinen Gotteshauses eine Herzensangelegenheit.

Auf einen Aufruf in der Zeitung meldeten sich ein halbes Dutzend freiwillige Helfer. Allen voran Heribert Neumann, der als pensionierter Malermeister gern seine Kompetenz einsetzte. Die Kapelle wurde innen wie außen komplett instand gesetzt – angefangen bei den alten Eichen-Fenstern und Türen. Neun Monate haben Rolf Betsch und Heribert Neumann an der Renovierung der Kapelle gearbeitet – mit Unterstützung der Helfer. Das alles unentgeltlich. Für das Material fanden sich Sponsoren, und für den Unterhalt freut man sich über Spenden.

Das ist auch im Sinne der Familie, die hier im Sommer die Taufe eines Enkelkindes gefeiert hat und sich auch weiterhin Leben in der Kapelle wünscht.

Rolf Betsch und Heribert Neumann sind stolz auf die geleistete Arbeit und freuen sich, wenn die Menschen ihren Einsatz anerkennen.

Michaela Brück

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3 Kommentare
  1. Ralph Pirard

    Herzlichen Glückwunsch an die freiwilligen Helfer für die wunderbar gelungene Instandsetzung der Bellmerin Kapelle. Ich freue mich über die neue Optik, sowie das erneut ins Leben gerufene Glockengeläute, welches mich jedesmal an meine unvergesslich schöne Kindheit in der Siedlung Bellmerin erinnert.

  2. Lejeune Roland

    Da kann man nur ein Lob aussprechen 🙂

  3. Daniel KÜPPER

    Wie heißt die Kapelle nun eigentlich offiziell? Kapelle Bellmerin? Kapelle Soiron? oder das Kapellchen? oder Kapelle der heiligen Familie? Welchem Heiligen ist sie denn gewidmet? Eine Bezeichnung muß sein, die auf einem kleinen Metallschild am Eingang oder an der Tür angegeben ist, mit den Öffnungszeiten und Messveranstaltungen. Damit man genauer weiß, was man ins Photoalbum schreibt.

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