Uni Lüttich fördert Mitfahrgelegenheiten

Die Städte stehen vor dem Verkehrskollaps - ob Lüttich, Brüssel oder Antwerpen, es vergeht kein Wochentag ohne dichten Berufsverkehr. Und öffentliche Verkehrsmittel sind nicht immer eine gute Alternative. Da sind neue, kreative Ideen gefragt. Die Uni Lüttich hat 200.000 Euro investiert, um Fahrgemeinschaften zu fördern.

Autofahrer

Bild: bobtheskater/Pixabay

Mit dem Geld ist die App „CovoituLiège“ entwickelt worden, die bereits seit April getestet wird. Diese App soll Fahrgemeinschaften zwischen allen fördern, die täglich zur Uni fahren müssen – also Studenten, Professoren und sonstigen Mitarbeitern.

Aktuell nutzen 1.000 Menschen CovoituLiège regelmäßig, insgesamt sind aber schon 4.000 Nutzer registriert. Die eigentliche Testphase ist auch bereits abgeschlossen. Seit Anfang des neuen Studienjahres im September ist bereits eine zweite, verbesserte Version in Umlauf.

Wer einen freien Platz im Auto hat, meldet Abfahrtsort und Ziel sowie die Uhrzeit, zu der er seine Fahrt plant. Umgekehrt melden sich die Leute, die eine Mitfahrgelegenheit suchen, mit genau diesen Angaben. Und das Programm bringt dann Nachfrage und Angebot zusammen.

Derzeit liegt die Chance, eine Übereinstimmung zu finden, bei 33 Prozent, sagen die Statistiken der Uni Lüttich. Da ist noch Luft nach oben. Aber während der Streiks im Öffentlichen Dienst schossen die Nutzerzahlen steil nach oben. Am Streiktag Anfang Oktober gab es 1.600 Anfragen. Im Notfall haben verzweifelte Studenten und Uni-Mitarbeiter diese Möglichkeit also bereits im Hinterkopf.

Ziel soll in Zukunft auch sein, den Verkehr nicht nur im Uni-Viertel zu reduzieren, sondern in und um ganz Lüttich. Zu diesem Zweck strebt die Uni jetzt an, die Stadt, aber auch die Nachbargemeinden oder auch das Universitätsklinikum mit einzubeziehen. So soll dann der Kreis der App-Nutzer Stück für Stück größer werden.

belga/sh/km

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