Hat Izom-Nachfolge Ostbelgien-Regelung länger Bestand?

Hubert Heck von der Freien Krankenkasse ist zuversichtlich, dass die Nachfolge des Izom-Abkommens, die Ostbelgien-Regelung, weiterhin Bestand haben wird. Sie läuft ein Jahr nach ihrem Inkrafttreten, also Ende Juni 2018, aus.

Patient beim Arzt

Illustrationsbild: Anthony Dehez/BELGA

Auch nach dem Auslaufen des Izom-Abkommens zur Mitte dieses Jahres ist es den Ostbelgiern weiterhin möglich, fachärztliche Behandlung in der deutschen Grenzregion in Anspruch zu nehmen – allerdings unter eingeschränkten Bedingungen. Die Ostbelgien-Regelung bietet lange nicht das Leistungsspektrum und den Komfort von Izom. Zudem sind die Hürden deutlich höher, und das gilt in vielen Fällen auch für die Kosten.

Nicht wenige Patienten äußern sich immer wieder kritisch bis verzweifelt, und die CSP hat zum Generalangriff gegen die Gemeinschaftsregierung geblasen. Ihr werfen die Christlich-Sozialen vor, nicht ausreichend für die Beibehaltung von Izom gekämpft zu haben.

Im BRF-Interview sagt Hubert Heck von der Freien Krankenkasse, man werde nicht nur um die grundsätzliche Beibehaltung der Ostbelgien-Regelung, sondern auch um Verbesserungen kämpfen, etwa für die Erstattung von in Deutschland verordneten und dort gekauften Medikamenten. Dazu sind in den nächsten Wochen und Monaten weitere Zusammenkünfte mit der zuständigen Landesanstalt für Kranken- und Invalidenversicherung LIKIV vorgesehen.

Zusätzlich zur Ostbelgien-Regelung gibt es eine weitere Übergangsregelung für Härtefälle und Patienten, die vor dem Ende von Izom von einem deutschen Facharzt betreut wurden und deren Behandlung dort noch nicht abgeschlossen war. „Die zusätzliche Übergangsregelung läuft zum 31. Dezember aus. Die Ostbelgien-Regelung ist für die Dauer eines Jahres genehmigt worden, d.h. bis Juni 2018. Ich möchte auch keine Panik machen, dass wir dann wieder bei Null stehen. Das wäre auch wirklich sehr schlimm. Wir haben ja jetzt schon mit einigen Problemen zu kämpfen“, sagt Hubert Heck von der Freien Krankenkasse zur aktuellen Situation.

rs/mg

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Ein Kommentar
  1. Alfons VELZ

    Ein erfrischend sachliches Interview. Ich hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben, dass es eine sachliche , neutrale Berichterstattung über das IZOM in Ostbelgien geben würde: Dennoch bleiben noch viele Fragen unbeantwortet:
    * Was war IZOM genau ? 
    * Für wen war/ist das IZOM oder eine gute Nachfolgeregelung (über)lebenswichtig? 
    * Wie wurde es genutzt ?
    * Was hat zu der exponentiell steigenden Nutzung geführt ? 
    * Kann manvon „ausufernder Nutzung“ reden ? 
    * Wer hat gegen das IZOM mobil gemacht ? 
    * Warum haben sich die deutschen Krankenkassen zurückgezogen ?
    * Warum hat das LIKIV (INAMI) das IZOM abgeschafft ? 
    * Wer hat sich personell und in Verhandlungen, ja sogar finanziell stark für eine Nachfolgeregelung eingesetzt ? 
    * Ist die „Ostbelgien-Regelung“ viel besser als die europäische Richtlinie ?
    * Warum hat man die Medikamente in der Ostbelgien-Regelung nicht stärker berücksichtigen wollen ? 
    * Wer hat etwas unternommen, um die Ostbelgien-Regelung zu erreichen ? Wer hat nichts unternommen, bzw. war kontraproduktiv ?

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